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Großes Elbfest zur Gründung des neuen Ev.-Luth. Kirchenkreises

Symbolische Ankunft: Die vier Kirchenkreise kommen per Schiff: Gründung mit einem großen Elbfest  am 30. April

Mit einem großen Fest an der Elbe, symbolträchtig nahe der  Grenze zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein vor dem Schulauer Fährhaus gelegen, feiern die vier Kirchenkreise Altona, Blankenese, Niendorf und Pinneberg am 30. April 2009 ihre historische Fusion zu einem gemeinsamen Kirchenkreis. Am 1. Mai 2009 tritt der neue Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein in Kraft. Am beliebten Ausflugsort Willkomm Höft in Wedel werden am Vorabend 55 Kirchengemeinden, mehr als 20 diakonische Einrichtungen, die Bevölkerung und Gäste bis in den 1. Mai hinein feiern.

Vier Kirchenkreise legen auf vier Schiffen zur gleichen Zeit an

Auf dem Wasser werden die vier Kirchenkreise Altona, Blankenese, Niendorf und Pinneberg mit je einer Delegation, ihrem Propst und Synodenpräsidenten, um 17.30 Uhr  nach Schulau fahren. Die “Mannschaft” der vier Schiffe wird unter Posaunenklängen in Willkomm Höft von Bord gehen und dann mit 55 Gemeinden, mehr als 20 diakonischen Einrichtungen, der Bevölkerung und Gästen ein großes Fest feiern.

Niels Schmidt, Bürgermeister der Stadt Wedel, freut sich auf das ungewöhnliche Fest in seiner Stadt: “Die Elbe war schon immer die Lebensader für Hamburg, Altona, die Elbgemeinden und Wedel. Doch keine andere Stadt in Schleswig-Holstein liegt so nahe an der Elbe wie wir. Die vorbeiziehenden Schiffe sind vom Ufer aus zu sehen.”

Hamburger Lotsenchor, Inga Rumpf (Rock) und Chrystal (Soul) treten auf

Auf der Freilichtbühne mit Blick auf vorbeiziehende Dampfer beginnt daher auch das Kirchenfest mit Kurzandacht, musikalischem Bühnenprogramm, kulinarischen Angebote und Kinderprogramm. Mit originalen Shanties wird der Hamburger Lotsenchor maritime Stimmung verbreiten, dessen 30 Kapitäne alten Seemannslieder auf mitreißende Art vortragen werden. Dann folgt die Rockmusikerin  Inga Rumpf mit ihrer Band. Mit einer zehnköpfigen Band wird anschließend die südafrikanische Soul- und Gospel-Sängerin Chrystal auftreten.

Feuerwerk auf der Elbe und “Tanz in den Kirchenkreis”

Um 22 Uhr erwartet die Besucher ein Feuerwerk (gesponsert von einem Kirchenmitglied in Haselau) auf der Elbe – ein Auftakt für den “Tanz in den Kirchenkreis”, auf den um Mitternacht, mit Beginn des 1. Mai, alle Gäste anstoßen werden. Hier schmunzelt Bürgermeister Niels Schmidt, der in dieser Nacht genau fünf Jahre lang Bürgermeister seiner Heimatstadt Wedel sein wird: “Ich begann meine Tätigkeit am 1. Mai 2004. Diesen Start haben wir damals auch mit einem “Tanz in das Amt” gefeiert. Daher freue ich mich sehr über die Idee, einen “Tanz in den Kirchenkreis” an Willkomm Höft vorzubereiten.”

Die Institution Kirche unterstützt der studierte Verwaltungsfachmann und Bürgermeister Schmidt, dessen Stadt  die neuntgrößte in Schleswig-Holstein ist, doch von ihrer Wirtschaftskraft zu den stärksten Städten des Bundeslandes gehört, gern: “Wenn Kirche versucht, Bürokratiekosten durch einen Zusammenschluss zu senken, finde ich das anerkennenswert. Darüber hinaus leiden wir heute vielfach unter einem Werteverfall. Gerade in der Krise der Finanzen kann Kirche helfen, eine etwas bodenständigere Wertevermittlung gegen den um sich greifenden Egoismus zu setzen.”

Neuer Kirchenkreis will Herausforderungen der Zukunft bewältigen

Ziel des Zusammenschlusses der vier Kirchenkreise ist es, gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Gemeinsame Projekte, die jeder Kirchenkreis für sich aus Kostengründen nicht hätte realisieren können, gehören dazu. Mit künftig 250.000 Mitgliedern, 55 Kirchengemeinden und rund 140 Pastorinnen und Pastoren wird der Kirchenkreis künftig der zweitgrößte in der Nordelbischen Kirche sein.

Gemeinsame Jugendkirche, zentrale Verwaltung, flächendeckende Kirchenmusik

Das erste, schon umgesetzte Projekt ist die erste Hamburger Jugendkirche in Groß Flottbek, die die vier Kirchenkreise gemeinsam finanzieren. Die Verwaltung der Kirchenkreise wurde schon vor einem Jahr in Pinneberg zusammengelegt und der Service der Kirchenkreisverwaltung für die Gemeinden verbessert. Aber auch diakonische übergemeindliche Aufgaben wie Armutsbekämpfung oder Migrantenarbeit haben jetzt eine Größe, die ihre Arbeitsfelder erweitert und Vernetzungen mit Standorten in benachbarten Regionen verstärkt. Waren bisher regionale “Einzelkämpfer” zuständig, sind jetzt Abteilungen mit mehreren Mitarbeitern finanzierbar. Auch eine in den Regionen flächendeckende Kirchenmusik kann durch die Fusion in höherem Maße sichergestellt werden. Während heute einzelne Gemeinden ihre Kirchenmusikstellen auf Grund knapper Finanzen oft nicht mehr finanzieren können, werden jetzt musikalische Angebote für mehrere Gemeinden gemeinsam koordiniert und flächendeckend sichergestellt. Neuer Spielraum entsteht auch in der kirchlichen Bildungsarbeit.  Im neuen Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein entsteht eine Arbeitsstelle Ökumene mit mehr als zwei hauptamtlichen Referentenstellen. Sie werden Fortbildungsangebote für die kirchliche Partnerschaftsarbeit mit Tanzania und Südafrika sowie für kirchenpolitische Entwicklungsarbeit anbieten.

Die Fusion ist Teil der Reduktion von bisher 27 Kirchenkreisen in der Nordelbischen Kirche auf jetzt 11 Kirchenkreise. Alle Fusionen treten am 1. Mai 2009 in Kraft. So werden auch aus den sechs bisherigen Hamburger Kirchenkreisen und dem Kirchenkreis Pinneberg zwei neue Kirchenkreise: Hamburg-Ost und Hamburg-West/Südholstein. Der Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein umfasst die bisherigen Gebiete der vier Kirchenkreise Altona, Blankenese, Niendorf, Pinneberg und damit die westlichen Teile der Hansestadt Hamburg, große Teile des Kreises Pinneberg sowie Norderstedt. Sein Sitz ist das “Haus der Kirche” in Niendorf, Max-Zelck-Straße1.

Quelle: Pressemitteilung des Kirchenkreises

Kurz-URL: http://www.altona.info/?p=3677

geschrieben von am 14 Mrz 2009. abgelegt unter Kirche. Antworten verfolgen RSS 2.0. Eine Meinung zu diesem Thema?

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