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Seltene Einigkeit in der Bezirksversammlung Altona: Der Altonaer „Grünzug“, ein von Nord nach Süd quer durch Altona-Altstadt laufender Grünstreifen, soll attraktiver werden. Zwischen Wohlerspark und Fischmarkt finden sich schon jetzt viele Grünflächen. Doch dass sie eine Einheit bilden, erkennt der Passant bislang kaum. Neue Pläne beschreiben nun ein ehrgeiziges Projekt, das in den kommenden Jahrzehnten realisiert werden soll.
Zurzeit kursieren zwei Entwürfe, die die bei einem Wettbewerb beide auf dem zweiten Platz landeten. Einen ersten gab es nicht. „Zwei zweite Plätze sind nicht Fisch und nicht Fleisch“, kommentiert Mark Classen (SPD). „Meine Partei will jetzt erst einmal das Gespräch mit den Anwohnern suchen. Wir haben uns selbst noch nicht abschließend positioniert. Was aber nicht geht, ist eine verstärkte Bebauung am Rande des Grünzuges.“
Denn um grüne Freiflächen überhaupt finanzieren zu können, wird bei entsprechenden Planungen oft eine stärkere Bebauung für die unmittelbaren Randgebiete der Grünflächen zugelassen. Beide zweite Plätze lassen aber großzügige zusammenhängende Grünstreifen erkennen. Und es gibt noch einen dritten Entwurf: Er stammt von Sven Hidde (GAL) und vereint gewissermaßen beide Pläne.
Während der Grünausschuss der Bezirksversammlung nun beide Pläne als Diskussionsgrundlage nutzt, greift der Planungsausschuss auf Hiddes Zusammenfassung zurück. Britta Ernst (SPD), die für Altona in der Bürgerschaft sitzt, fragte nun offiziell beim Senat nach. Doch dort mochte man die Realisierungsmöglichkeiten der beiden zweiten Plätze nicht beurteilen. Klar ist, dass der Senat den jüdischen Friedhof zwischen Louise-Schroeder-Straße und Königstraße als Weltkulturerbe vorschlagen möchte. Dies würde eine zusätzliche Bebauung in dessen Randbereich jedoch nicht ausschließen, so der Senat.

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