Bildungsstaatssekretär Meyer-Hesemann: Schleswig-Holstein bietet Hamburg weitere Gespräche über Gastschulabkommen an
KIEL. “Wir bedauern die Hamburger Entscheidung, das Gastschulabkommen einseitig aufzukündigen, ohne auf unser nochmaliges Gesprächsangebot einzugehen.” Mit diesen Worten reagierte der Staatssekretär im Bildungsministerium Wolfgang Meyer-Hesemann heute (23. Juni) auf die Erklärung der Hamburger Schulbehörde, wonach das seit 2003
gültige Abkommen zwischen den beiden Bundesländern über den grenzüberschreitenden Schulbesuch zum Ende des Jahres 2009 auslaufe. Staatssekretär Meyer-Hesemann bezeichnete die von Hamburg erhobenen finanziellen Forderungen als ungerechtfertigt: “Auch wir verfolgen das Ziel eines fairen finanziellen Ausgleichs.” Dafür fehlten allerdings noch entscheidende Informationen. “So muss auch das für Schleswig-Holstein sehr kostenträchtige Kapitel der Hamburger Heimkinder, die hier zur Schule gehen, in die Berechnungen von Ausgleichszahlungen mit einfließen.” Schleswig-Holstein sei jederzeit zu neuen Gesprächen bereit. Das bisher gültige Gastschulabkommen zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein stellte sicher, dass “ein Schulbesuch im jeweils anderen Land ermöglicht werden soll in Fällen besonderer persönlicher Härte oder in denen ein Schulangebot in der Metropolregion nur in einem der beiden Länder existiert.” Schleswig-Holstein geht davon aus, dass die jetzt beschlossene Kündigung keine Auswirkungen auf bereits bestehende Schulverhältnisse hat.
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