KIEL. Vor dem Hintergrund der weiter steigenden Erkrankungszahlen an Neuer Influenza A/H1N1 („Schweinegrippe“) weist das Gesundheitsministerium auf folgendes hin: Im Internet gibt es zahlreiche Anbieter, die verschreibungspflichtige Arzneimittel wie Tamiflu ohne Vorlage eines Rezeptes vertreiben. Hier ist Vorsicht geboten!

Wer Grippemittel ohne Rezept über das Internet bezieht muss damit rechnen, gefälschte Ware zu erhalten. Diese Arzneimittel enthalten oft keinen, zu wenig oder den falschen Wirkstoff. Ein zu niedrig dosierter Wirkstoff aber kann bei antiviralen Arzneimitteln wie Tamiflu zu Resistenzbildungen gegen das Grippevirus H1N1 führen. Wird der Wirkstoff gegen ein billiges fiebersenkendes oder schmerzstillendes Mittel ausgetauscht, werden nur die Symptome der Grippe bekämpft, nicht jedoch die Viren.

Ob es sich bei einem Anbieter um eine seriöse Versandapotheke handelt, die die erforderliche Erlaubnis besitzt, kann jeder ganz einfach im Internet überprüfen: Das Deutsche Institut für Medizinische Information und Dokumentation (DIMDI) führt im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit ein Register, in dem alle Apotheken erfasst werden, die über eine behördliche Erlaubnis zum Versand von Arzneimitteln für Deutschland verfügen und die ihr Einverständnis zum Eintrag in das Versandapothekenregister gegeben haben. Das Register ist über die Internetseiten des DIMDI zu erreichen unter der Adres-se http://www.dimdi.de/dynamic/de/amg/var/index.htm (bzw. über die Homepage des DIMDI www.dimdi.de/ -> Menü „Arzneimittel“ -> „Versandapothekenregister“). Die registrierten Versandapotheken erhalten für ihre Internetseiten ein offizielles Logo, das für den Verbraucher die Seriosität des Angebots signalisiert. Der Verbraucher sollte bei der Auswahl von Versandapotheken außerdem auf weitere Merkmale, wie die genaue An-gabe von Name und Anschrift, die Angabe des verantwortlichen Apothekers, der zuständigen Apothekerkammer und der Aufsichtsbehörde achten.

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