KIEL. Die schleswig-holsteinische Atomaufsicht hat die heute (15 August) vom „Spiegel“ gegen die Atomaufsicht erhobenen Vorwürfe nachdrücklich zurück gewiesen.

„Entgegen Behauptungen des „Spiegel“ standen dem Wiederanfahren des Kernkraftwerks Krümmel nach dem fast 2-jährigen Stillstand im Juni 2009 keine sicherheitstechnischen Gesichtspunkte entgegen. Dies gilt auch für die vom „Spiegel“ selektiv zitierten, aus dem Zusammenhang herausgerissenen Aussagen aus einem Gutachten des Öko-Instituts aus dem Jahre 2007″, sagte der Leiter der Reaktorsicherheitsabteilung, Dr. Wolfgang Cloosters. Zu diesem Ergebnis war die Reaktorsicherheitsbehörde auch in übereinstimmung mit den Gutachtern des Öko-Instituts gelangt. Auf der Basis der Dauerbetriebsgenehmigung aus dem Jahre 1983 sowie des geltenden Atomgesetzes musste das Ministerium deshalb nach Abschluss der Sanierungsarbeiten und Mängelbeseitigungen die Zustimmung zum Wiederanfahren erteilen. Hierauf bestand ein Rechtsanspruch.

Zu der vom „Spiegel“ problematisierten Thematik eines Sicherheitsmanagementsystems sagte Cloosters: „Auch im Kernkraftwerk Krümmel existieren wie in anderen Kernkraftwerken viele Elemente eines Sicherheitsmanagements. Bundesweit läuft allerdings in allen Kernkraftwerken gegenwärtig ein Prozess zur weiteren Optimierung und Implementierung eines so genannten ganzheitlichen, geschlossenen Sicherheitsmanagementsystems. Dies ist ein Prozess, der grundsätzlich betriebsbegleitend erfolgt.“

Quelle: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren in Schleswig-Holstein

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