Diskussionsforum rund um IKEA Altona

Lageplan von Ikea Altona - Diskussionsforum - Liebe Leserinnen und Leser,

wir fassen an dieser Stelle nun alle Kommentare rund um “Ikea in Altona” zusammen und richten dieses Forum für eine Diskussion und den Meinungsaustausch ein. Bitte schreibt eure Kommentare ausschließlich in dieses Forum und das untenstehende Formular, aus den jeweiligen Nachrichtenbeiträgen zu Ikea Altona verlinken wir dann direkt hierher.

Das Forum wird von unserer Redaktion moderiert – das macht Arbeit ;) Bitte haltet euch an die allgemein bekannten Regeln (die sogenannte Netiquette) , da wir eure Kommentare ansonsten nicht freigeben können. Wir wünschen uns allen eine qualitative Diskussion zu diesem zentralen und wichtigen Thema für unsere Stadt, den Bezirk Altona.

Danke, nun viel Spaß und herzliche Grüße aus der Redaktion!

Ikea in Altona ...

  • ... ist willkommen! Freue mich drauf. (49%, 562 Stimmen)
  • ... soll Altona fernbleiben - brauchen wir nicht. (48%, 550 Stimmen)
  • ... ist mir egal. Interessiert mich nicht. (3%, 32 Stimmen)

Gesamt Stimmen: 1.144

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geschrieben von bei Aug 31 2009. abgelegt unter Ikea Altona. Antworten verfolgen RSS 2.0. .

126 Reaktionen für “Diskussionsforum rund um IKEA Altona”

  1. Maxx

    Gibt’s die oben abgebildete Zeichnung auch in groß irgendwo zum Download?

  2. Inge

    Warum muss diese Anne eigentlich auf jeden Post antworten??

  3. Erika

    Mich macht die ganze Ikea-Geschichte nur traurig und wütend. Ich habe mit viel Mühe meine jetzige Wohnung gefunden, die genau auf Höhe der Hauptstraße und Altonaer Poststr. liegt. Wo soll ich so schnell eine neue Wohnung finden, wenn Ikea kommt?! Wie soll man noch überhaupt so etwas wie Ruhe hier finden. Der Lärm ist auch so schon hart an der Grenze.

    Alle, die für Ikea stimmen, wohnen mit Sicherheit nicht an dieser Schnittstelle. Wer denkt an uns? Das ganze Gelaber um Aufwertung des Viertels usw…. Ich finde es nicht gerade schön, in einem Viertel zu wohnen, dass einen “Gewerbegebiet-Charme” hat! Ich finde auch, dass der alte Frappant-Bau grottenhässlich ist. Aber einen hässlichen Bau durch einen anderen hässlichen ersetzen?? Warum werden hier keine neuen Wohnungen gebaut? Warum meint irgendjemand, der weit genug weg wohnt, er könne den Anwohnern den zukünftigen Krach zumuten?

    Wie gesagt: es macht micht traurig, wütend und hilflos….

  4. Christoph

    Hallo zusammen,

    liebe Grüße direkt aus Altona. Ich heiße Christoph bin 22 Jahre alt und kann von meinem Wohnzimmer das Frappant Gebäude sehen, da ich in der Lornsenstraße wohne. Ich bin für Ikea. Ich will hier keine langen “Reden” halten, sondern einfach nur meinen Standpunkt erklären:

    Warum bin ich für die Neubebauung und damit auch für mehr Verkehr und auch allen “negativen” Aspekten von Ikea:
    - die Große Bergstraße stirbt aus (und ich finde die Künstler hatten nun Zeit genug etwas dagegen zu tun
    - der nächtliche Heimweg wird mehr und mehr zu einem Gruselweg (dunkle Straßen, altes Gebäude, viele dunkle Ecken)
    - die Jahre wurde immer weniger Energie für die Altona Altstadt verwendet (sieht man derzeit an der “Weihnachtsdeko” die man sich getrost sparen könnte)
    - Ich finde das City Konzept (auch wenn es fast alle Artikel beinhaltet) sehr gut
    - das Frappant ist nicht ansehnlich (mir ist bewusst, dass ein gelber Klotz auch nicht das beste ist, aber es wird freundlicher und heller)
    - Ikea bietet neue Arbeitsplätze und unterstützt die Sanierung und die Umsätze der Geschäfte die in das “Forum Altona” kommen.

    Ich bin 22 und sichere die Zukunft mit meinen Ausgaben an die Wirtschaft. Macht sich darüber auch jemand Gedanken?

    In diesem Sinne fröhliche Weihnachten

  5. Paul

    Bei der Umfrage, die hier stattfindet (siehe oben), fehlt mir eine entscheidende Option:

    â€Ikea ist in Altona willkommen – mit einer radikal abgespeckten City-Filiale. Das geplante Mega-Möbelhaus mitten im Wohngebiet braucht doch kein Mensch.â€

    Und diese Option fehlt mir auch im richtigen Leben. Die aktuelle Planung ist doch städtebaulicher Irrsinn. Selbst ein verwahrlostes Frappant-Gebäude hat für mich mehr Charme als eine maßlos gigantische und alles beherrschende Ikea-Fassade. Und wer den zu erwartenden Verkehrsinfarkt in Abrede stellt, belügt sich doch selbst.

    • Redaktion

      Lieber Paul, danke für Deinen Hinweis.

      In der Tat macht eine solche einfache Umfrage keinen Sinn mehr, da diese Fragestellung sehr einfach konstruiert ist. Wir haben uns deshalb dafür entschieden, diese Abstimmung ab sofort abzuschließen und möchten Euch gerne auffordern, uns Fragestellungen einzureichen – die wir in dem Kontext “IKEA Altona” stellen sollen. Das könnt ihr entweder hier öffentlich machen, oder uns eine E-Mail an redaktion@altona.info schreiben. In den nächsten zwei Wochen werden wir das Thema dann redaktionell aufarbeiten.

      Deine Frage ist hiermit bereits aufgenommen. Vielen Dank!

  6. ottoerich

    Laut “Altonaer Wochenblatt” Nr. 46 beklagen nun die Gegner von “Ikea”, dass die Befürworter des Möbelhauses das Instrument des Bürgerbegehrens missbraucht hätten:

    “Bürgerbegehren seien nur dafür gedacht, Regierungspolitik zu korrigieren, nicht aber zu unterstützen”, lautet deren Argument.

    Was denn das für ein Demokratieverständnis?

    • John Doe

      Das ist so bei den linken Berufsbetroffenen – es ist nicht vorgesehen für etwas zu sein. Die definieren sich durch ihren “Widerstand” gegen alles und jeden. Ausserdem sind ihre Ansichten Gesetz, abweichende Meinungen sind nicht zugelassen!

      • Stefan

        Und genau das nevrt so höllisch!! Das ist dieser pseudo-familiäre Sozialteppich, den die echten und einzig wahren Mottenburger so gerne über ihr anti-Gefasel ausbreiten. Ich kann es nicht merh ertragen! Und wehe, es wird irgendwo ein Haus abgerissen (oder Bunker), dann ist das Geschrei schon beim ersten Hammerschalg groß, weil ja da ganz sicher wieder irgend eine Werber-Klitsche reinkommt….ich kann dieses Müsli-GEseihere nicht mehr hören.

      • ottoerich

        “True Rebell” unterstützt “Pro Ikea” – so viel zum Schubladen denken.

    • Jana

      Also, ich will dir die Demokratie mal erklären, ist gar nicht so schwer: Stell dir vor, eine Regierung oder ein Bezirk plant, was zu bauen, abzureißen oder zu reglementieren, etc. Und sie beschließen das mit ihrer parlamentarischen Mehrheit. Dies wird dann weiter geleitet an die umsetzenden Instanzen. Nun sagen die Bürger: “Oh, das will ich aber auch. Lass uns mal nen Bürgerbegehren dafür machen”. Dieser Entscheid kostet rund 100.000 Euro und am Ende wird das gebaut, das eh schon beschlossen war. Was macht das für einen Sinn?

  7. Claas

    Hallo an alle,

    ich wohne auch direkt im Lawaetzweg und kann nur sagen, dass ich komplett gegen das aktuelle Konzept bin. Allerdings erst, nachdem ich mich mit den echten Fakten beschäftigt habe, d. h. unter anderem die öffentliche Anhörung besucht habe. Auch fällt mir auf, dass die Leute anfangs grundsätzlich dem Projekt positiv gegenüberstehen, da IKEA ein positives Image hat und die ersten öffentlichen Meldungen von einem kleinen IKEA ausgingen. Das Hauptproblem ist die Vermittlung der Fakten in jedermann greifbare und verständliche Aussagen. Wenn dies geschieht, verändern sich die Einstellungen zu dem Projekt ins Kritische. Deshalb scheut IKEA und die Politik eine derartige Diskussion. Einige Hauptpunkte sind hierbei:
    - Das Verkehrsgutachten hat gar nicht prüfen sollen, ob die Belastung zumutbar für die Anwohner wäre. Es ging lediglich darum, ob die Straßen genug ausgebaut sind, damit der Verkehr fließen kann.
    - Die im Gutachten angenommenen ca. 8000 Fahrten (freitags und sonntags) führen bei angenommenen 11 Stunden (9-20 Uhr) Öffnungszeit zu durchschnittlich (!!!) 730 Fahrten pro Stunde. Das bedeutet, dass alle 5 Sekunden ein Auto durch das Nadelähr der Altonaer Poststraße fährt. Ist das nicht krass? Will das jemand am Freitag, Samstag oder verkaufsoffenen Samstag?
    - Eine Fahrt alle fünf Sekunden bedeutet übrigens eine nicht endende Kette von Autos. Juchu! Viel Spaß beim Straße überqueren, auf dem Balkon sitzen oder einfach nur Leben wollen!
    - Das Rechenbeispiel oben ist nur die DURCHSCHNITTSBELASTUNG am Freitag, Samstag oder verkaufsoffenen Sonntag. Jeder weiß allerdings, dass es Stunden mit weniger und mehr Verkehr gibt. Grob geschätzt wird wahrscheinlich in den Spitzenzeiten alle 3-4 Sekunden ein Auto abfahren oder ankommen. Leben wird dann unerträglich.
    - IKEA hat bisher kein Konzept vorgelegt, wie es tatsächlich 40% der Kunden in die öffentlichen Verkehrsmittel bringen möchte (z. B. supergünstige Auslieferungskonditionen). Falls dies nicht gelingt, sind die Annahmen des Verkehrsgutachtens falsch und dann ist die Verkehrsbelastung noch höher.
    - Es ist kein gangbarer Weg, einen hässlichen Klotz durch einen noch hässlicheren und größeren Klotz zu ersetzen. Die Grundfläche des geplanten IKEA ist ja beinahe doppelt so groß als beim aktuellen Frappant. Insgesamt wird alles noch wuchtiger. Der Altonaer Bahnhof als bisher größtes Gebäude wird gegenüber dem IKEA wie ein “Puppenhaus” aussehen.
    - Was passiert eigentlich, wenn IKEA wieder auszieht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein anderes Unternehmen diesen blau-gelben Zweckbau dann übernehmen wird. Naja, vielleicht ein Innenstadt-Logistikunternehmen. Die Anwohner würde der dann noch stärkere LKW-Lärm bestimmt nicht stören… :-)

    Das vorgestellte IKEA-Konzept ist einfach nicht innenstadttauglich. Entweder IKEA überlegt sich die Geschichte noch einmal (Vorschläge gab es während der Anhörung ja genug) oder der aktuelle Entwurf sollte abgelehnt werden.

    • peter siel

      wie war es denn als dort mehr geschäfte,wie karstadt und andere noch in dem gebäude waren?da wurde nichts gesagt.es wird nicht zu solch ein chaos im verkehr geben,vielleicht in der ersten zeit,da kommen schon mal mehr,man ist ja schließlich neurigig.
      auf jeden fall besser als die sogenannten “Künstler” ich stufe die mal als arbeitsscheu an,könnte ja sein das die bei ikiea arbeiten müßten,aber es ist ja viel besser mit staatsunterstüzung “Künster” zu sein.wer ruhig wohnen will sollte nach ohlsdorf ziehen,ich wohne auf der reeperbahn und bin 62 jahre alt,es gibt oropax.in diesem sinne
      herzlich willkommen IKEA.

    • Stefan

      Ach dieses Argument mit der Verkehrsbelastung ist doch der allergrößte Schwachfug überhaupt. Da waren früher noch Karstadt und schaut Euch doch mal das tote Parkhaus an. Was zum Geier soll verkehrt daran sein, da wieder Autos zu Parken? Und mal ganz abgesehen vom IST-zustand dieser momentan gräßlichen Ecke: was sind denn bitte die Alternativen???? Ich will es endlich mal hören! Künstler, die Tongesichter zu Markttagen an Ständen verkaufen? Was denn?? Da gibt’s endlich mal einen Plan, diese extrem verluderte Ecke aufzuwerten und schon tönen die lila Schal Träger von Autoschwemme. Dieses immer gleiche egal-was-hauptsache-anti-und gegen-Autos- und-Konsom-Geseihere kann ich nicht mehr ertragen. Und ich wohne seit 30 Jahren hier. Dann sollen all die Anti-denker und pessimisten mit falschen weil längst überholten Idealen endlich ihre heimlich ersehnte Resthof-Kommune auf dem Lande gründen und die Stadt (ja, es ist eine Stadt!) bitte verlassen!

      • Ada

        Gut, wir haben es vernommen und verstanden: Du magst gewisse Leute und Denkrichtungen nicht, OK. Trotzdem solltest auch Du Dich mit ALLEN Aspekten einer möglichen Ikea-Ansiedlung beschäftigen. Und dazu gehören eben durchaus auch die zu erwartende erhebliche Verkehrsmehrbelastung, die man nicht einfach wegdiskutieren kann und gegen die der frühere Karstadt-Verkehr eine sanfte Brise war. Stell Dich einfach an einem Samstagvormmittag bei Ikea-Schnelsen an die Einfahrt auf den riesigen Parkplatz und frage Dich, wie dringend Du Dir diese Automassen nebst Lärm und Abgasgeruch direkt vor Deine eigene Haustür wünscht. Ja, es ist eine Stadt, in der wir wohnen. Aber auch eine Stadt ist Lebensraum und sollte für Wohnformen taugen, die nicht der Gesundheit schaden.

        Warum wird hier so wenig über einen Kompromiss gesprochen? Warum geht es fast immer darum, die Vertreter anderer Meinungen von den eigenen “geistigen Höhenflügen” überzeugen zu wollen? Vielen hier geht es doch gar nicht um die Sache, sondern um ein kindlich-trotziges “Ich will aber Recht haben und Du bist sowieso doof”. Warum erwarten wir als Anwohner nicht zum Beispiel ein akzeptables Konzept von IKEA, das von dem üblichen 0815-Ikea-Muster abweicht und sich zumindest mal ernsthaft und für alle sichtbar auseinandersetzt mit den vielen guten Vorschlägen für eine “abgespeckte” IKEA-Variante??? Wenn die Politiker Ikea erst einmal durchgewunken haben, ist es zu spät für eine Beteiligung von uns Anwohnern – und zwar für die mit und ohne “lila Schal”.

      • Stefan

        @Ada
        Du hast absolut Recht. Es macht nicht den geringsten Sinn, zu wettern. Den Lila Schal nehme ich auch zurück, den trägt eh kein Mensch mehr :)
        In Berlin gibt’s eine Filiale in Spandau, die sich gaz hervorragend in eine Wohngegend eingefügt hat. Eine weitere Filiale in Schöneberg wurde eröffnet, ich hatte in der Nähe gewohnt und keine nennenswerten Veränderungen bemerkt. Ich bin für die Filiale, weil ich der Meinung bin, dass das auch hier möglich sein kann.

    • Schanett

      Hallo,

      auch ich wohne im Lawaetzweg und finde das vorgelegte Konzept von IKEA schlichtweg an den realen Gegebenheiten und Wünschen insbesondere der AnwohnerInnen vorbei. Und damit meine ich nicht nur die, die direkt vor, hinter oder neben dem Frappant leben, sondern auch die Leute, die zwischen Blankenese und St. Pauli leben.
      Wem nützt es, wenn man am Nachmittag z.B. mit dem Bus von der Stadtmitte zum Altonaer Bahnhof oder weiterfahren will und nicht weiterkommt. Allein die allen bekannten Großereignisse wie Hafenfest, Marathon, Dom(insbes. Auf- und Abbau), Schlagermove etc. bringen mit 100%iger Wahrscheinlichkeit den Verkehr in der Innenstadt komplett zum Erliegen. Von Blankenese bis nach St. Pauli wälzt sich schon jetzt tagsüber eine fast ununterbrochene Autoschlange durch die Elbchaussee und Pallmaille sowie die anderen Parallelstraßen (Königstraße-Reeperbahn; Ehrenbergstraße) usw. Was soll das werden, wenn zusätzlich dazu täglich 60 LKWs und mind. 3000 PKWs zu IKEA wollen?
      Ich kann mir schlecht vorstellen, dass diese Belebung auf den Straßen (die ja eher nur eine Bestauung sein kann) auch wirklich positive Auswirkungen auf den Stadtteil hat.
      Abgesehen davon gibt es seit einigen Jahren für Autos die Umweltplaketten. Es war einmal die Rede von sog. Zonen, die nur für die farblich entsprechend gekenzeichneten Autos vorgesehen sein sollten. Dies sollte den Verkehr in den Großstädten minimieren und den Feinstaub verringern. Wie geht das mit dem von IKEA vorhergesagten Verkehrsaufkommen einher?
      Ich habe mir die Pläne des Verkehrsaufkommens genauer angesehen und finde es ehrlich gesagt nicht akzeptabel, dass die Zufahrt der PKWs genau gegenüber von einem der Häuser im Lawaetzweg sind. Ein paar Meter weiter befinden sich die Zufahrten zur Tiefgarage, mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass demgegenüber eine Zufahrt zum Parkhaus von IKEA oder wem auch immer besser wäre.
      Ich habe auch Fantasien zu stehenden Autos mit laufenden Motoren, die sich ineinander verhakeln, sich streiten um die beste Poolposition für einen der wenigen Parkplätze. Enervierte IKEA-Kunden, die endlich nach 3 Stunden Einkauf und Aufenthalt darauf brennen, so schnell wie möglich mit dem ganzen Zeug nach Hause zu kommen und sich wiederum entnervt in den stehenden Verkehr einreihen.
      Die keine Lust haben, sich bei Lammers fotografieren zu lassen – nach 3 Stunden IKEA sieht man ziemlich Scheiße aus.
      Die keine Lust haben auf einen Tee mit Bakhlava oder einen Döner gegenüber – man ist ja grad so schwedisch beseelt.
      Die keine Lust haben auf einen Kaffee im Backhus – bei IKEA gab es den zweiten ja umsonst.
      Außerdem weiß man ja nicht, wie lange man brauchen wird, um aus diesem Kreis Altonaer Poststraße-Lawaetzweg-Jessenstraße wieder herauszukommen. Man will doch endlich Billy und Co aufbauen!!!!!

      Trotz aller Vorbehalte gegen den IKEA-Bau finde ich es notwendig und sinnvoll eine Möglichkeit der Nutzung des Frappant zu erarbeiten. Alternative Vorschläge und Ideen dazu gibt es genügend.
      Ich fände es spannend, eine gut gelungene Mischung zwischen Kunst, Kultur und Kommerz hinzubekommen. Kulturprojekte wie das mit den Bahrenfelder Schülern sind toll, machen Sinn. Kunst zum Anfassen, bestaunen und vielleicht auch kaufen, weil es begeistert, künstlerisch wertvoll oder einfach nur praktisch ist.
      Soweit von mir als Nachbarin.

  8. Roger Spiess

    Als direkter Anwohner befürworte ich die Ansiedlung von IKEA. Meiner Meinung nach ist die leer stehende Bauruine inmitten von Altona eine Schande. Wir können froh sein, wenn sich hier mal etwas tut. Mir wäre auch lieber der ganze Block würde abgerissen und neue Wohnhäuser würden entstehen, aber dazu wird es so schnell nicht kommen. Bezüglich der Parkplätze mache ich mir keine sorgen, da IKEA entsprechende Tiefgaragen oder Parkhausplätze zur Verfügung stellen muss. Ich erwarte mir davon ausserdem eine grundsätzliche Belebung der Fussgängerzone und der dortigen Einzelhändler. Aus meiner Sicht würde sich dadurch auch die Chancen für moderne Wohneinheiten verbessern.

    • Hanna

      @Roger Spiess
      Sicher ist es nicht schön, wenn Gebäude leerstehen. Aber Punkt 1 – das Gebäude steht nicht leer – es wird von über 120 Miete zahlenden KünstlerInnen benutzt, es wird für Veranstaltungen genutzt. Punkt 2 Natürlich ist ein Abriss ! eine Option. Aber warum soll gut erhaltene Bausubstanz zerstört werden? Das bedeutet 1,5 Jahre Dauerbelastung, Rohstoffverschwendung und Dauerlärm und Staub.
      Leider hat nach den Jubelberichten über die Schönheit des Gebäudes aus den 70er und 80er Jahren eine von sich selbst abschreibende Presse daraus einen “Schandfleck” gemacht der es nicht ist. Es ist kein Renaissance Gebäude, aber es ist klug gebaut und die Größe des Gesamtgebäudes ist von der Straße aus sehr unterdominant (ganz anders der geplante IKEA-Bau). Gebäude leben durch das was in ihnen lebt. Sicher muss was geschehen und eine Option ist tatsächlich das Gebäude neu zu nutzen. Fassadenaufhübschung inklusive. Punkt 3 Was heißt zu einer Umnutzung des Grundstückes käme es nicht schnell? Warum denn schnell? Abriss und IKEA Neubau dauern mindestens 2.5 Jahre. Hier ist die Gelegenheit endlich unter AnwohnerInennbeteiligung das richtige zu tun und vor allem nicht den eventuellen Fehler des EKZ-Baus noch um Längen und Höhen zu toppen. Punkt 4 Parkplätze. Sorry, das ich dir das sagen muss – aber du liegst da völlig falsch. Der Bezirk stellt keine Forderung zu Parplatznachweisen. IKEA bietet auf dem Parkdeck weniger als 800 eigene Parplätze. IKEA Würzburg, z.B. hat nach eigenen Aussagen ca. 2 Millionen Kunden im Jahr. Das sind bei gleichmäßiger Verteilung 2M/312 – 6.500 Kunden / Tag. Da aber Winter und Ferienzeiten / Montage und Mittwochs schwach besuchte Tage sind, kann man von ca. 8.000-10.000 Kunden / Tag ausgehen. Der Kundenstrom konzentrieret sich auf Zeiten um 15.00 – 19.00 und an Freitagen und Samstagen. Selbst bei “nur” 8.000 Kunden pro Tag und unrealistisch gleichmäßig auf den Tag verteilt bleibt für jeden Kunden nur max. 1 Stunde Gesamtaufenthaltszeit, für Parkhauseinfahrt/PP-Suche/Information/(Essen)/Einkaufen/Kasse/Sachen einpacken/Ausparken. Um das noch anders zu vergleichen – warum hat IKEA in Schnelsen weit mehr als 2000 Parkplätze – bei einem weit weniger zeitaufwändigem horizontalen Parksystem?
      Punkt 5 Wer will denn hier “modernere” teure für die ansässige Bevölkerung völlig unerschwingliche “Wohneinheiten”. Teuere Wohnungen wirken sich direkt und indirekte auf Mietpreissteigerungen in der Umgebung aus und vertreiben all diejenigen die hier leben können, weil sie die Mieten grad so noch bezahlen können. Punkt 6 Belebung. Ja? Was denn? Ikea baut ein 750 Plätze Restaurant, Essen für 1,99 Kaffe und Cola endlos für 1.50. Restaurants und Kaffees gegenüber IKEA vollständig abgeschattet, in ständigem Wind. Ein Bau wie IKEA ihn plant wird die Windsituation extrem verschlimmern. 38 Meter hoch mit planer ungebrochener Fläche. Aufenthalt in der Straße bei Schatten und Dauersturm? Und Gewerbemietpreise? Die sind schon hoch dort. Aber z.B. allein das “Neue Forum” vermietet jetzt schon Kleingewerberäume für 50 Euro/qm. Durch IKEA werden die Mieten aufgrund des psychologischen Effektes zumindest für eine lange Zeit stark ansteigen. In Ottensen liegen die qm Preise bei derzeit um 100 Euro, Die Geschäfte die dort jetzt drin sind werden sich das nicht leisten können, selbst wenn sie 400% mehr Kunden hätten. Wer davon ausgeht das IKEA sein Verkaufskonzept, nämlich die vollständige inhouse Abwicklung – mit dem Auto rein – mit dem Auto raus, nicht beherrscht, verkannt den Erfolg der Umsetzung genau dieses Konzeptes weltweit.
      Nein, das ist ein Traum was uns da unser “Volksvertreter” da vorsetzen wollen – ein Albtraum.

      • Shinji

        Zu Punkt 1: Naja, das alle zahlen ist ziemlich streitbar…nach anderslautenden Angaben zahlen nur ca. 1/4 der Leute regelmäßig bzw. überhaupt Mieten!

        Zu Punkt 2: Gebäude leben durch das was in ihnen lebt? Das erklärt wohl, wieso das Gebäude oder andere “Künstlerforen” so aussehen! In den letzten (wieviel? 10?!) Jahren ist dort NICHTS passiert…also scheinen die “Künstler” doch keine Lösung zu sein! Dann wirklich lieber Abriss, 2 Jahre Lärm etc. und dann was ganz neues!

        Zu Punkt 3: naja, 2 1/2 Jahre ist doch schnell wenn man sich anschaut was bisher passiert ist…da wären selbst 5 Jahre schnell! Sicher ist Baulärm nicht schön, für niemanden…egal ob in Altona oder sonst wo…aber manchmal muss man eben in den sauren Apfel beißen, denn ansonsten würde es doch NIE irgendwas neues geben (auch keine Wohnungen oder sonst was)!

        Zu Punkt 4: Vielleicht MUSS Ikea keine Parkplätze anbieten, aber sie wären mehr als dämlich, wenn sie es nicht tun würden O_o also echt schwacher Kommentar! Und was Ikea Würzburg angeht: Wieviele Ikeas gibt es denn in Würzburg und Umgebung??? Wieviele Menschen müssen also dahin und nicht zu einem der (wie in Hamburg dann) 2 anderen? Ok, Ikea Schnelsen hat 2000 Parkplätze?! Da fahren heute aber auch alle aus der Umgebung und Hamburg hin…in Zukunft bräuchten die dann auch weniger, wenn einige Hamburger nach Altona fahren!! Nennt mich blauäugig, aber wieso sollten Menschen im Süden oder Norden Hamburgs, nach Altona fahren???

        Zu Punkt 5: Stimmt, ich möchte auch lieber eine billige Wohnung haben als eine teure, keine Frage! Aber lieber nehme ich auch eine neue, als eine heruntergekommene! Das muss sich natürlich die Waage halten, dass das schwer wird ist klar, und da sehe ich auch schwarz…aber im Vorwege alle Konzerne überall in Hamburg abzulehnen, wegen der Gefahr ist doch auch keine Lösung!

        Zu Punkt 6: Na Gott sei dank steigen die Mieten im Forum an…endlich mal keine 1-Euro Läden mehr oder gammelschuppen wo man von außen irgendwelche Bilder sehen kann! Wo sind die Zeiten hin, wo da noch Supermärkte drin waren, Frisöre etc.? Das können die Künstler nicht bieten!!! Ottensen mag inzwischen teuer sein, dafür gibt es da nun endlich Läden, für die man sonst bis nach Timbuktu fahren musste! Die Entwicklung nördlich vom Bahnhof ist für mich als Kunde doch ein Traum! Verdrängung gibt es immer, aber mit dem richtigen Produkten oder Konzept kann man sich immer auch durchsetzen oder halten! Und ja, Ikea wird die Straße auch so beleben…denn es werden immernoch nicht alle Menschen mit dem Auto kommen! Und wenn ich die Wahl habe zwischen einem Softeis von Ikea oder ner Kugel von Flilippi, dann geh ich zum Eismann, ganz klar! Sicher werden die Wenigsten, die mit dem Auto kommen unbedingt draußen noch bummeln gehen, aber es kommen eben nicht alle mit dem Auto! Und was das Restaurant angeht, freu ich mich auf einen Hotdog und ne Cola für nen Euro…endlich mal was günstiges und anderes, Döner und ne Latte kann ich mir immer holen oder eben wenn mir dann danach ist!

        Wie du siehst, sehe ich das anders…ich sehe es wirklich als Traum und Hoffnung! Und vorallem als Erleichterung!!!

      • Stefan

        Was für Veranstaltungen und was für Künstler? Das ist so wie mit den angeblichen Künstlern im Gängeviertel. Ich lach mich tot, wenn ich das höre. Ausserdem ist diese Haltung so unglaublich egoistisch, wie man es eben von stocksturen Egomanen der Künstlerszene kennt: ich bin etwas besonderes, wir sind eine aussterbende Art und wir haben das Recht auf billigen Raum. Weil sie keinen Erfolg haben und an Geld nicht interessiert sind, oder so tun als ob, sollen alle Leute in der Umgebung gefälligst damit klar kommen und sie tunlichst dabei unterstützen. Ja ne is richtig….

      • Stefan

        In der Gr. Bergstr. gibt’s einen 1€-Laden neben dem nächsten, Wettbüros und kleine Imbisse. Nichts, wo man gerne mal verweilen oder reinschauen würde. Möchten Sie, dass es so bleibt? Was die Stadtplaner und lokal-Politiker über die letzten Jahre verschlafen haben, muss nun ein Unternehmen ausbaden. Wird IKEA abgelehnt, wird sich vorerst kein weiteres Unternehmen in die Ecke trauen. Aber als Einkaufsmeile ist die Bergstr. geplant worden und so wäre sie auch im Grund immer noch sehr gut zu nutzen. Wenn, ja wenn denn da auch nur ein einziges GEschäft wäre, eine einzige Kneipe oder eine Cafe, das man mal besuchen könnte. Wieso hat sich vor der IKEA-Diskussion nicht schon viel eher etwas getan? Es liegt doch in erster Linie an unseren Stadtplanern und Politikern, die das versemmelt haben und nicht an einer Idee von IKEA, hier Bewegung in die Sache zu bringen. Oder wer ist sonst dafür zuständig, zu gucken, wie viele Lotto- und Wett-Läden hier nebeneinander eröffnen? Das ist doch absurd! Die Bergstr. könnte ein kleines Juwel sein, wenn da nicht diese ganzen Ramschläden wären. Hier und da gehören die bestimmt dazu und ich habe früher auch gerne in diesem Second Hand Laden im 2. Stock meine hässlichen Ledermäntel gekauft. Aber es fehlt doch ganz klar ein Grund zum Bleiben. Ich habe gestern Abend eine Stunde nach Alternativen gegoogelt und leider nichts gefunden. Kann mir bitte jemand sagen, was sonst im Gespräch ist?

  9. Armin

    Die CDU kauft Anzeigenplatz im Wochenblatt mit dem Titel “Altona unterstützt PRO-Ikea”. was für eine Anmaßung! Ich glaube, ich gehöre auch zu Altona.

    Eigentlich wurden die Politiker doch gewählt, die Interessen des Volkes zu vertreten, und nicht die der Konzerne.

    Die Einzelhändler, vertreten durch den ECA tun ähnliches. Obwohl gößtenteils notleident, machen auch sie Reklame für IKEA. Als wären es nicht gerade die Megastores, die am Sterben der Kleinen schuld sind.

    Es dauert nicht mehr lange, und es werden Spendendosen für IKEA aufgestellt :-)

    Immerhin scheinen sich die Politiker und die Einzelhändler nicht so sicher zu sein, dass alle Bürger auch den Nutzen von IKEA für die GB einsehen, sonst würden sie ja keinen Anzeigenplatz kaufen. Wir Gegner haben sowas trauriges noch nicht gemacht.

    • derhamburger

      hallo und guten tag,

      du meinst das doch wohl nicht ernst? IHR GEGNER habt soetwas trauriges noch nicht gemacht?

      IHR GEGNER pflastert mauern und wände ( teilweise auch grundeigentum) mit den blau/gelben ANTI-IKEA aufklebern.

      die mehrheit wird sich FüR ikea entscheiden, daher ist eine Anzeige mit dem slogen “ALTONA UNTERSTüTZT IKEA…” doch nicht verwerflich.

      die politiker vertreten das volk, und das volk wird sich PRO entscheiden.

      • Armin

        Da behauptest Du ja ziemlich viel. Hast Du eine Kristallkugel oder bist Hellseher, dass Du weißt, wie sich die Mehrheit entscheiden wird?

        Die Ikea-Ansiedlung hat Altona längst gespalten. Keine der beiden Gruppen ist so klein, dass man seriöser Weise behaupten könnte, Altona sei dieser oder jener Meinung.

        Auf die Vernunft unserer Politiker gebe ich keine 5 Cent. Ich hoffe aber, IKEA wird sich hier nicht rücksichtslos durchboxen. Politker würden sich sofort mit 51% zufrieden geben (die CDU sogar mit weit weniger, die hat nämlich in Hamburg schon mehrere verlorene Bürgerentscheide ignoriert).

        Ich bin Selbständiger. Nie und nimmer würde ich mich irgendwo betätigen, wo es eine Bürger-Ini gegen mich gibt, wo es eine relevante Bevölkerungsschicht gibt (auch wenn es eine Minderheit ist), die mich nicht haben will. Dieselbe Vernunft erhoffe ich mir von IKEA.

        Warum sollen wir IKEA-Gegner nicht unsere Meinung an Wänden kundtun dürfen? Dort, wo sonst grenzdebile Konsumwerbung hängt, oder wo uns Politiker mit dümmlichen Slogans angrinsen?

        Ich habe mich darüber mokiert, dass notleidente Händler Werbung für einen Megakonzern machen, und darüber, dass eine Partei behauptet, “Altona” sei ihrer Meinung.

        Ich kann nur meine Frage wiederholen: Warum muss man kostenpflichtige Anzeigen schalten, wenn sowieso “Altona” dieselbe Meinug vertritt. Das ist ein Widerspruch in sich!

      • Shinji

        Also von mir aus, können die Gegner gerne Anzeigen schalten Plakate aufstellen oder sonst was…aber diese Aufkleber stören mich auch massiv, denn sie sind selbst in unserem Fahrstuhl, was ja eindeutig privateigentum ist! Dazu lassen sie sich auch noch schwer bis garnicht ablösen, was also schon an Sachbeschädigung grenzt!!! Ich finde solche Mittel müssten endlich mal ordungsgeldtechnisch intensiver verfolgt werden, denn verboten sind sie ja! (was ja schon zeigt, auf welche Methoden die Gegner zurück greifen (müssen), ILLIGALE!!!)

  10. ottoerich

    Komisch, Fatih Akin, Rocko Schamoni und viele andere Promis der Erstunterzeicner des “Offenen Briefes” an IKEA habe ich in der Neuen Großen Bergstraße noch nie gesehen.

    Drüben, auf der anderen Seite, in Ottensen aber schon. Woran das wohl liegt?

    • Anne

      Die meisten, die sich für IKEA aussprechen, hab ich hier aber erst recht noch nicht gesehen. ´
      Wenn die Stimmen pro IKEA aus allen Altonaer Ecken (“auch aus Rissen” – wie unsere Bezirkspolitiker auf der öffentlichen Anhörung betonten) kommen dürfen und die Stimmen gegen IKEA nur aus den umliegenden Straßen, dann ist das ein wenig unfair, oder?

      • ottoerich

        ich wohne hier seit 25 Jahren – also meine Stimme kommt direkt aus dem “Kiez” – und ich weiß noch wie viel lebendiger es hier mit Karstadt & Co war.

        Meines Erachtens hat sich die Diskussion zu einer ideologischen Frage verändert: Kommerz gegen Kunst / Groß gg. Klein / Konservativ gg. Fortschrittlich / Fremd gg. Selbst bestimmt – unter diesen Etiketten wird argumentiert. Leider nicht sachgerecht, sondern wie gesagt “ideologisch”.

      • Suat

        Nein, es gibt da insbesondere auch noch folgende Standpunkte:

        - Unmittelbare Anwohner die den Verkehr fürchten
        - Unmittelbare (!) Anwohner die die Umgebung belebter sehen möchten (viele sind das bestimmt nicht, oder?)
        - Künstler die gerne bleiben möchten
        - Unternehmer die sich einen höheren Publikumsverkehr wünschen und damit höheren Umsatz erhoffen
        - Anwohner im näheren Umkreis, die es gut finden 2x im Jahr statt 30min nach Schnelsen nur noch 5-15min nach Altona zu fahren

        Das Anliegen der ersten vier Gruppen ist durchaus berechtigt (wobei die Pro-Anwohner IKEA im Vergleich zu Karstadt unterschätzen und die Unternehmer dem Irrglauben erliegen es würde mit IKEA alles besser werden… also ich hatte jedenfalls noch nie das Verlangen vor oder nach einem IKEA-Einkauf noch zum Friseur zu gehen, Klamotten zu kaufen oder im Restaurant zu essen), dass die letzte Gruppe jedoch in der ganzen Sache ein gleichwertiges Stimmrecht haben soll ist ohne Zweifel unfair.

        Ich gehöre zur ersten Gruppe und bin mir ziemlich sicher das mein Arbeitsweg mit dem Auto über die Max-Brauer, Louise-Schröder-, Ehrenberg- oder Königstraße ziemlich unerträglich werden wird (ist es zum Teil jetzt schon wenn in einer der Straßen gerade gebaut wird).

        Gegen ein IKEA in der Osterstraße, Hoheluftchaussee oder Rissen hätte ich natürlich auch nichts auszusetzen… wo soll ich unterschreiben? ;)

      • Anne

        @ottoerich:

        Okay, es mag auch hier im”Kiez” einige Befürworter geben – bei denen, die nicht genau an den Straßen wohnen, durch die sich der IKEA-Verkehr zukünftig quälen wird, vielleicht sogar einige mehr. Es ist ja nun mal “meine” Seite der (Neuen) Großen Bergstraße, die die “gearschte” sein wird.
        Aber bei denen, die meine Wohnsituation teilen, hat das ganze nun nichts mit IDEologie zu tun, sondern mit Verteidigung von Lebensqualität.
        Zum Thema Belebung: Ich gucke hier aus meinem Fenster und ich sehe etliche Autos durch die Bugdahnstraße kurven, auf der Suche nach Parkplätzen – so unbelebt ist es offensichtlich schon jetzt nicht. Vielleicht haben bestimmte Apotheken und Reisebüros auch einfach nicht das beste Angebot. Ob die durch IKEA nun mehr Kunden finden werden?

    • derhamburger

      moin ottoerich,

      der fatih ist in der schweiz und sammelt unterschriften für roman polanski………

      ich gebe dir recht: nicht nur die von dir genannten habe ich noch nie in der gr. bergstraße gesehen. auch die meisten ikea.-gegner leben wohl eher in ottensen.

      • Anne

        @derhamburger:

        Dadurch, dass man das hundertmal wiederholt wird das nicht wahrer.
        Ich gebe dir recht, dass sich bei einer Abstimmung vermutlich die meisten Wahlberechtigten im Bezirk Altona für IKEA entscheiden – weil den meisten die Sorgen der direkten Anwohner egal sind, weil die meisten über die konkreten Pläne IKEAs nicht informiert sind (und immer noch an den “kleinen” IKEA glauben, weil die Parteien und die Presse für IKEA trommeln etc.
        Ganz anders würde es aber aussehen, wenn nur die Anwohner (wobei ich AnWOHNER – nicht Laden- und Hausbesitzer meine) der (Neuen) Großen Bergstraße und der zukünftigen Zufahrtsstraßen befragt würden. Dann nämlich sähe ich keine Chance für IKEA.
        Aber um uns geht es ja nicht, wir haben ja nur Partikularinteressen…

      • Shinji

        Naja, also ich wohne mit meiner Familie an einer dieser direkten Zufahrtsstraßen, und sowohl meine Familie, als auch 95 % der hier im Haus lebenden sind defenitiv FüR Ikea!!! Zusätzlich wohnen meine Mutter und Vater DIREKT im Lawaetzweg, sind also die absoluten Hauptbetroffenenen, und auch die und der größte Teil in dem Haus sind FüR Ikea!!! Also ob die meisten Anwohner dagegen wären halte ich für etwas übertrieben!
        Davon ab, ist die Hetze gegen die Ansiedlung nicht besser als die Presse dafür…auch hier werden gerne Fakten, bessere Vorschläge etc. weggelassen oder Fakten verändert! Also da sollte man die Kirche vielleicht im Dorf lassen…da ist niemand besser oder schlechter!

      • Anne

        @Shinji

        Okay, kann ich nun nicht überprüfen. In meinem Bekanntenkreis und meiner Nachbarschaft sieht es nun ganz anders aus.
        Was mich interessieren würde, wäre welche Informationen Sie haben, welche Fakten von den Gegnern verdreht werden? Mir geht es, wirklich um ein objektives Urteil. Welche Informationsquellen haben Sie? Wo kann ich diese auch nachlesen?
        Mir geht es um eines: Wenn ich in meinem Bekanntenkreis mit Leuten gesprochen habe, die für IKEA waren, dann kam von diesen zu 100% (und ich meine 100% – also von allen) die Äußerung “Wieso, da wird es doch kein Möbellager geben”. Hier findet eindeutig keine Aufklärung statt und das finde ich nun mal schlimm. Denn nicht nur bei mir ist es gerade der Punkt “Großwarenlager”, der mich gegen IKEA sein lässt. Das IKEA einen Markt ala Schnelsen (mit schnellerem Zugang zur Kochtopfabteilung, okay) hat IKEA nun selbst auf der öffentlichen Anhörung gesagt. Warum werden alte Fehlmeldungen nicht richtig gestellt?
        Dies würde ich natürlich auch von den Gegner erwarten, sollten denn da Behauptungen verbreitet worden sein, die nicht stimmen. Komischerweise sind es aber die Gegner, die die öffentliche Anhörung ins Netz gestellt haben – nicht die Befürworter.

      • Shinji

        Ich weiß, dass Ikea eine richtige Filiale bauen will, keine Sorge ^^
        Und von mir aus könnten sie auch eine noch größere Filiale bauen als in Schnelsen! Denn ganz ehrlich, dass was da momentan steht ist einfach nur ekelig (und ja, ich finde den Bauplan vin Ikea hübsch…ich mag kalte und helle Bauten)!
        Und was den Verkehr angeht…ich wohne in einer Großstadt, mitten in der Stadt…da erwarte ich nichts anderes als viel Verkehr! Aber von meiner MEINUNG mal weg, bin ich auch ein Mensch, der kein Auto hat und mit Bus und Bahn fährt…auch zu Ikea Schnelsen (so gerade letzte Woche)! Und ich kann sagen, es ist kein Spass mit einem Billy Regal etc. so oft umzusteigen und so lange zu fahren! Da dachte ich nur, hoffentlich wird das irgendwann bald auch leichter sein!!!
        Mal ehrlich, ihr rechnet mit SOOOOO viel neuem Verkehr mit Autos! Aber wieso sollten Leute die im südlichen oder im nördlichen Teil (oder nahe an der Autobahn) zu Ikea in Altona fahren…die werden auch weiter nach Schnelsen und Moorburg fahren! Also sind das die Menschen die zenatral wohnen…wovon so und so viele wieder mit Bus und Bahn fahren! Also ja, es wird mehr Verkehr geben…sicherlich auch mehr als zu Karstadt-Zeiten…aber ungelogen, in meiner Bekanntschaft und Verwandtschaft hat eigentlich niemand ein Auto und die würden alle zu Fuß oder mit dem Bus zum Ikea fahren!

      • ottoerich

        @ Anne fast alle meine Freunde und Nachbarn aus der unmittelbaren Umgebung wollen IKEA in Altona.

        Sollte man ausschießlich die Anwohner der Poststraße fragen, wäre die Abstimmung sicher in anderer Hinsicht nahezu einstimmig.

        Da gebe ich dir recht: dies sind Einzelinteressen, die dem dem allgemeinen Interesse entgegen stehen und die Verärgerung der direkt Betroffenen ist allzu verständlich.

    • John Doe

      Fatih Akin, Rocko Schamoni und vor allem Peter Lohmeyer sind doch immer die ersten die irgendwas unterschreiben. Bei denen geht es doch nur darum rechthaberisch zu sein und sich Medienwirksam in Szene zu setzen. Rocko Schamoni und Peter Lohmeyer sind übrigens keine Hamburger, deswegen ist ihre Meinung für mich irrelevant.

  11. Hamburger Jung

    Ich verstehe die Aufregung einiger “Anwohner” gegen Ikea überhaupt nicht.

    Bin in HH aufgewachsen und wohne und arbeite seit 10 Jahren in Altona. Das jetzige Gebäude kenne ich seit 30 Jahren, als unser Nachbar noch der Karstadt-Parkhauspächter war. :-)

    Es war schon ein Jammer, dass vor ca. 2 Jahren und nach mehrjähriger Planung die Investoren abspringen mussten, die dort etwas neues schaffen wollten. Ich will lieber nicht wissen, ob davor bereits seit 10 oder 20 Jahren nach einer neuen Lösung gesucht wurde; jedenfalls bin ich froh, dass mit Ikea endlich jemand bereit ist, hier kurzfristig mal etwas zu bewegen.

    Wer mitten in Hamburg wohnt darf sich nicht über Veränderungen dieser Art beschweren. Man kann auch außerhalb der Großstädte wohnen, wenn man seine Ruhe haben und wenig Miete zahlen will.
    Und wer insbesondere die Gr. Bergstr. und Umgebung bei der Wahl seiner Wohnung vorzieht, weil hier in den Nachbarstadtteilen mehr los ist als in Sülldorf oder Lohbrügge, darf sich auch nicht beschweren wenn sein Stadtteil ebenso aufgewertet wird wie vor einigen Jahren Ottensen.
    Alles andere wäre Schmarotzertum a la Schanzen-Autonomen Philosophie: Ich will mitten drin sein, aber am liebsten umsonst, und im übrigen darf vor genau meiner Haustür niemand laut sein.

    Ich wäre jedenfalls froh, wenn ich nach der Arbeit direkt dort reinschauen könnte, ohne eine dreiviertel Stunde (!) bis Schnelsen oder Moorfleth zu fahren wie die meisten Hamburger, die relativ zentral in Hamburg leben. Und anstatt wegen des Autoverkehrs zu schreien, sollten sich die Gegner mal überlegen wieviel Benzin und Abgase dabei gespart werden.

    So weit meine 20 Cent. Und weg mit den doofen Aufklebern :-)

  12. Jimmy

    Ikea statt Karstadt!

    Früher gab es hier Karstadt und viele andere Geschäfte, damals hat keiner von den Anwohnern gemault.

    Ikea ist der einzige Investor der den Moloch wieder beleben kann.

    Arbeitsplätze werden auch geschaffen.

    Wers ruhig haben will, darf nicht in der Stadt wohnen.

    • Anne

      Im Karstadt gab es in erster Linie Dinge zum Wegtragen und in Ausnahmefällen Dinge zum Wegfahren. Bei IKEA gibt es in erster Linie Dinge zum Wegfahren und dazu Dinge, die m,an auch wegtragen könnte (die es aber auch jetzt schon in er Neuen Großen Bergstraße gibt – bei Blume2000, bei Wohlworth, bei Budni)

      Arbeitsplätze und IKEA ist auch so ein Thema. Auf jeden Fall würden die wohl auch geschaffen, wenn IKEA woanders steht.

      Ich wohne nicht ruhig, das erwarte ich in der Stadt auch nicht – aber zwischen Lärm und Lärm ist schon auch noch ein Unterschied. Und IKEA-LKWs ab 4 bis 12 – das muss auch in der Stadt nicht sein. Mich würde ja mal interessieren, wo jemand wohnt, der solch kluge Sprüche loslassen kann. An den geplanten Zufahrtsstraßen wohl eher nicht, oder lieg ich falsch?

      • Carsten

        Hi,

        ich frage mich manchmal, ob ich der einzige bin, der nur ein Sofa und drei Regale von Ikea hat….
        Wenn ich bei jedem Ikea Besuch ein Billy-Regal oder sonstige große Möbel gekauft hätte, wäre meine Wohnung ganz schön voll gestellt.
        Aber wenn ich die Texte von den Ikea-Gegnern lese, bin ich wohl tatsächlich eine Ausnahme.

        Carsten

    • Anne

      @ Carsten

      Wenn du die Regel bist, warum lässt sich IKEA dann nicht darauf ein, einen IKEA ohne Markt ohne Großwarenlager zu bauen????
      Außerdem. Was möchtest du denn dann nun bei IKEA kaufen, was du nur Zeit in der Neuen Großen Bergstraße nicht bekommst? Außer Köttbullar finde ich hier alles.

  13. Martin

    Warum ist IKEA in Altona eigentlich so schlimm? Die Gegend um das besagte Grundstück sieht dermaßen trostlos aus, daß ein Laden mit Anziehungskraft echt eine positive Sache sein kann. Das Haus ist total heruntergekommen und die ganze Ecke ist extrem müllig.
    Klar, die Autos will da keiner haben, aber imho sollte in dem IKEA doch eh kein Großwarenlager rein? Also kommen die Leute eh mit Bahn oder per Rad. Und die Läden in der Gr Bergstr können endlich wieder auf mehr Umsatz hoffen. Klingt doch eigentlichganz gut, oder?

    • Suat

      Mir kann keiner erzählen, dass das nur ein Teelichter-IKEA wird, wo die die Leute per Bus+Bahn hinfahren. Stell dir mal vor du hättest auch nur 10% des Verkehrs von Schnelsen oder Moorfleet direkt, ohne Autobahnanbindung und unterdimensioniertem Parkhaus bei dir vor der Haustür, alleine die ganzen Leute die zur Feierabend-Rush-Hour noch eben kurz bei IKEA vorbeifahren wollen und nur eben schnell direkt vor’m Eingang auf der Straße halten um ihr dämliches Billy-Regal einzuladen… Das klingt nach verschwendeter Lebenszeit die ich auf dem Heimweg im Stop&Go verbringen darf, nach hupender Autofahrermeute und (Köttbullar, 1€ Kaffee, Pflanzen, Teelichter sei Dank – wozu noch shoppen und essen wenn man schon den ganzen Nachmittag bei IKEA verbracht hat) auch nicht nach mehr Umsatz für die umliegenden Geschäfte.

    • Anne

      Ich weiß nicht, wer immer noch die Information streut, dass es in der Neuen Großen Bergstraße kein Großwarenlager geben soll. Ich war auf der öffentlichen Anhörung und dort wurde von dem Vertreter von IKEA mehrfach betont, dass IKEA gar nicht daran denkt auf eine Großwarenlager vor Ort und Möbelabtransport per PKW zu verzichten. Mehrfach wurde von Fragenden gebeten, über diesen Punkt nachzudenken. Dies wurde abgelehnt.
      Ich habe das Gefühl, dass die Befürworter incl bestimmter Presseorgane nicht besonders interessiert daran sind, aufzuklären, dass IKEA kein anderes Konzept in Altona verfolgt als in Schnelsen.
      Also, Martin, hiermit die Info. Dein Kenntnisstand ist falsch. Und solltest du mir nicht glauben, dann sieh dir die Mitschnitte der öffentlichen Anhörung auf youtube an. Leider fehlen die peinlichsten Stellen (z. B. die Auftritte unser Bezirkspolitiker), aber die Aussagen des IKEA-Vertreters sind bezüglich des Großwarenlagers eindeutig.

      • Martin

        ok. dann bin ich nicht up to date, was dieses betrifft. Ich hab mich irgendwie schon auf eine Auffrischung dieses doch recht arg vernachlässigten Viertels um die Großen Bergstrasse gefreut, von mir aus auch mit IKEA als treibende Kraft. Allerdings war ich schon davon ausgegangen, daß IKEA sensibel genug sei, um sich dem Umfeld anzupassen und keinen blauen Würfel baut und statt einen großen Parkplatz die Öffies in die Pflicht nimmt…

  14. Unbekannt (Infos stimmen, bitte Namen angeben!)

    Hört, hört und verbreitet die frohe Kunde was vollbracht wurde:
    Abgabe von über 1800 Unterschriften gegen die Ansiedlung von Ikea an der Großen Bergstraße beim Altonaer Rathaus. Einen Monat nach Beginn der Unterschriftensammlung.
    Altonaer Rathaus – Platz der Republik 1
    Aus dem Bezirksverwaltungsgesetz Hamburg:
    “(3) Ein Bürgerbegehren ist zustande gekommen, wenn es innerhalb von sechs Monaten seit der Anzeige von drei vom Hundert der wahlberechtigten Einwohnerinnen und Einwohner unterstützt wurde.”
    “5. Nach Abgabe von einem Drittel der in Absatz 3 geforderten Unterschriften beim Bezirksamt darf für drei Monate eine dem Bürgerbegehren entgegenstehende Entscheidung durch die Bezirksorgane nicht mehr getroffen und mit dem Vollzug einer solchen Entscheidung nicht begonnen werden.”
    Bei 173 974 Wahlberechtigten im Bezirk Altona sind 1800 Unterschriften mehr als ein Drittel der in Absatz 3. geforderten “drei vom Hundert der wahlberechtigten Einwohnerinnen und Einwohner …”

    desweiteren:

    Der offene Brief an IKEA Gründer Ingvar Kamprad wurde bei der Altonaer Postfiliale im den Eil-Briefkasten eingeworfen. Unterstützt wird dieser Brief von bekannten Persönlichkeiten wie Fatih Akin, Peter Lohmeyer und Rocko Schamoni und über 100 Anwohnerinnen und Anwohnern aus Altona. Die 1800 Unterschriften zum Bürgerbegehren gegen Ikea sollen heute beim Bezirksamt abgegeben werden.

  15. ChrisB

    Wann drehen wir den Spieß um, und besuchen mal Ikea dort wo es schon wohnt!?

    Da ist sicher jede Menge neu-gestaltende und nachhaltige Aufwertung möglich, wenn ein paar Hundert Leute gleichzeitig hinfahren und drinnen mit anpacken, damit auch die Ödnis dort endlich lebenswert wird!

    Ich freu mich schon!

  16. Pokobi

    ich verstehe nicht, wie jemand darauf kommt, dass ein Stadtteil aufgewertet wird, wenn dort der Verkehrslärm und die Abgase unerträglich werden.
    Wie kommt man darauf, dass plötzlich Leute in Altona-Altstadt wohnen wollen, nur weil dort Ikea ist?

    Und die Dussel, die fragen, der Ansicht sind, dass Ikea in der Stadt zu weniger Abgasen und überhaupt mehr umweltverträglichkeit führt, fahren wohl täglich oder wöchtelich dort hin.

    Man sollte auch so ein Kohlekraftwerk mitten in Blankenese bauen. Da kann bestimmt an Material gespart werden, wenn die Leitungen nicht so lang sein müssen…

    Leute, die über Ikea in Altona entscheiden, sollten auch dort wohnen.
    Oder zumindest über so viel Vorstellungskraft und Einfühlungsvermögen verfügen, dass sie sich mal in die Lage der Leute dort versetzten können.

  17. florian harres

    Ich selbst wohne in der Altonaer Poststrasse und mich würde es sehr interessieren, was die ganzen Pro-Ikea Altonaer Mitbürger davon halten würden, wenn auf einmal Samstag’s 4500 PKW an Ihrem Haus vorbei fahren würden. Die Lebensqualität des kompletten Bereichs Altona-Altstadt wird dahin sein, die Luftverschmutzung und der Geräuchpegel wird einen nur zur Flucht zwingen. Da kann mir einer mit seinem noch so politischem und wirtschaftlichen Argumenten kommen. Ich wünsche jedem Pro-Ikea Sprecher hier, dass ein ähnliches Projekt vor dessen Eigentum passiert und wäre nur um so gespannter welcher Reaktionen dann kommen würden. IKEA in Altona Altstadt – ein klares NEIN

  18. * Die Umgebung um das Frappant war einmal stadtplanerisch als Einkaufsstraße vorgesehen.
    * Mit Ikea kommt ein Laden in eine Ladenstraße, also passend zu dieser Stadtplanung.
    * Ein Großteil der Kritik gegen Ikea ist fehlgeleitet: Die Gegner müssten Politik und Verwaltung für ihre Stadtplanung kritisieren.
    * Ikea ist höchstens dafür zu kritisieren, dass sie sich nicht als verantwortungsvoller Neubürger des Stadtteils sehen und entsprechend handeln. Aber auch hier ist eigentlich die Stadt Hamburg und die Lokalpolitk in der Pflicht – denn SIE hätten ja die Macht, Ikea durch Auflagen dazu zu bringen.
    * Oder anders: Ikea ist ein Prügelknabe anstelle von Lokalpolitik und Stadtplanung.
    * Es ist ein wenig albern, eine Einkaufsstraße dafür zu kritisieren, dass sie konsumorientiert ist.
    * Wer sich eine stadtplanerische Umwidmung der Neuen Großen Bergstraße wünscht, sollte Alternativen benennen.
    * Auch die Ikea-Gegner sind hilflos, wenn man sie fragt, was man denn nun konkret mit der Neuen Großen Bergstraße anfangen soll.
    * Auch die Künstler im Frappant haben es in den letzten Jahren nicht geschafft, den Stadtteil Altona-Altstadt lebenswerter zu machen.
    * Altona-Altstadt ist kein idyllischer grüner Stadtteil, der bisher von Kommerz und Kapitalismus verschont geblieben war. Er war vor wenigen Jahrzehnten â€hochwertiger” und erlebte dann einen wirtschaftlichen Niedergang.
    * Wer wegen der billigen Mieten nach Altona-Altstadt gezogen ist, konnte dies, weil der Stadtteil zuvor diesen Niedergang erlebte.
    * Viele Befürworter der Ikea-Ansiedlung kennen aber Altona-Altstadt aus der Zeit vor diesem Niedergang.
    * Es wäre deshalb interessant zu erfahren, ob die Gegner eher neue Anwohner und die Befürworter eher Alteingesessene sind.

  19. Ada

    Ich werde den Eindruck nicht los, dass im Vorfeld der IKEA-Anhörung und auch jetzt noch sehr viele Leute die Vorstellung hatten und haben, es sei ein spezielles “City-IKEA mit Kleinteilen und Lieferservice” in Planung, nicht aber das volle Sortiment mit Eigenmitnahme und entsprechenden Folgen wie Autoflut etc. Auch von Geschäftsleuten in der Großen Bergstraße, die man doch eigentlich korrekt informieren sollte bei einer für sie so wichtigen Angelegenheit, habe ich vom “kleinen City-IKEA” gehört. Woher kam dieses Gerücht? Der IKEA-Vertreter zumindest hat gleich zu Beginn der Anhörung zu verstehen gegeben, dass es nicht aus seinem Hause kam.

    Bei der momentanen Diskussion wird sehr viel Energie dafür verschwendet, sich als “dafür” oder “dagegen” zu definieren und die Anhänger der jeweils anderen Gruppe zu kritisieren. Doch letztendlich geht es gar nicht um ein Entweder-Oder, um “ich liebe oder hasse IKEA”, sondern um einen vernünftigen Kompromiss. Für mich kann der nur heißen: Wenn es mangels Alternativen/politischer Bereitschaft schon unbedingt IKEA sein muss, dann OK, aber bitte mit einem in Dimension, Gebäudegestaltung und Verkehrskonzept zu Altona passenden Projekt.
    Liebe IKEA-Leute, inwieweit sind Sie überhaupt bereit, von Ihrem üblichen Konzept abzuweichen, sich mit diesen auch für IKEA ganz und gar neuen Voraussetzungen in Altona auseinanderzusetzen und Ihr Möbelhaus in den Stadtteil einzubinden und nicht wie einen Fremdkörper hineinzuzwingen?
    Und liebe Politiker, inwieweit sind Sie bereit, sich tatsächlich ernsthaft mit den Argumenten ALLER Seiten zu beschäftigen? Ihre Auftritte bei der Anhörung vermmittelten leider den Eindruck, als sei für Sie sowieso schon alles klar und dieser Termin lästig und reine Formsache. überzeugen Sie alle uns davon, dass dem nicht so ist. überzeugen Sie uns, dass der gern propagierte “Dialog mit den Bürgern” tatsächlich stattfindet und zu einem Ergebnis führt, das möglichst viele der guten Argumente aller Seiten berücksichtigt.

  20. Ferrocious

    Ich frage mich, wieviele der hier gegen IKEA wetternden Menschen schon einmal bei IKEA waren? IKEA bedeutet nicht nur Möbel, sondern auch Flanieren, Kleineteile-Shoppen (rein quantitativ dürfte das Verhältnis von Möbeln zu Kleinteilen sicherlich 1:100 oder mehr sein), Essen (wenn man IKEA-Essen mag) und natürlich Lebensfreue empfinden (heutzutage kommt kein Konsumtempel ohne eigens dafür transporties Lebensgefühl aus – was die Kunden mit Treue danken). Und da fängt die Belebung an. Das werden auch die Geschäfte ringsum zu spüren bekommen und im Fahrwasser von IKEA zu neuem Glanz finden.

    Das es dabei auch zu Opfern kommen wird, ist unabwendbar – genau so, wie die Nutzer der anderen Geschäftsflächen den Veränderungen in den letzten Jahren zum Opfer gefallen sind oder dies in absehbarer Zeit sein würden. Aber – und das ist sicherlich auch jedem noch so engstirnigen Anwohner klar – die Neue Große Bergstrasse ist eine Flaniermeile ohne entsprechende Attraktion. Das die und nur die kommen musste, war längst überfällig.

    Ob ich nun Freund von IKEA bin oder nicht, ich freue mich auf den frischen Wind vor meiner Haustür.

    • FM

      1.” IKEA bedeutet nicht nur Möbel, sondern auch Flanieren. ”
      - Dolle Freizeitbeschäftigung.
      2. “freue mich auf den frischen Wind vor meiner Haustür”
      - leider ein staubiger, ungesunder und lärmender Wind vor der Tür…

      Ich persönlich glaube, dass die Autosogwirkung von dem Magneten IKEA nicht unterschätzt werden sollte.
      Aber egal, wenn ich in ein paar Jahren in Rente bin, verlasse ich eh das Viertel.

    • Shinji

      @FM:
      - Also schlag mich dafür, aber ich schaue gerne mal bei Ikea rum und würde das in Altona sicher sehr sehr viel öfter machen, da ich mit Bus und Bahn unterwegs bin und Schnelsen echt umständlich ist! Also ja, eine tolle Freizeitbeschäftigung, sicher besser als im 10. 1,- Euro Shop rein zu gucken!
      - Naja, besser ein staubiger Wind als der momentane Gestank nach Urin finde ich O_o

    • Anne

      Also, ich bin mit IKEA-Möbeln aufgewachsen, habe auch jetzt 60% IKEA-Möbel, kenne IKEA daher sehr gut, brauche IKEA aber nicht vor der Haustür, weil ich nicht wöchentlich Möbel kaufe. Ja, wenn ich bei IKEA war, habe ich zumeist auch Kleinteile eingekauft, manchmal auch nur Kleinteile, obwohl ich mit dem Anhänger angerauscht war, aber dann doch nichts Passendes gefunden habe.
      Aber: Wenn ich von Anfang an vor habe nur Blumen zu kaufen, dann gehe ich zu Blume 2000 in der Neuen Großen Bergstraße, wenn ich nur Töpfe und Pfannen oder Gläser, Handtücher oder Bettwäsche ufen will, kaufe ich bei Woolworth in der Neuen Großen Bergstraße. Wenn ich Kerzen brauche, kaufe ich bei Budni in der Neuen Großen Bergstraße.
      Was hat IKEA (außer Billy und Expedit, die per Auto transporiert werden), was ich in der Neuen Großen Bergstaße nicht kaufen kann?
      Die “Hoffnung” (?), dass sich kleine Läden mit hochpreißigen Qualitätsprodukten neben IKEA ansiedeln, teile ich übrigens auch nicht. Die siedeln sich dort an, wo die Beserverdienenden wohnen – und das ist nun mal eher in Ottensen. Und ob die Besserverdienenden später in meine IKEA-nahe Wohnung ziehen wollen, bezweifele ich dann doch sehr. Nicht jeder steht darauf von vor einer Ampel wartenden IKEA-LKWs aus dem Schlaf vibriert zu werden. Ich übrigens auch nicht.

  21. ottoerich

    Schilda in Altona: eine herunter gekommene Fußgängerzone soll durch Ansiedlung IKEA wieder belebt werden und eine BI will das verhindern.
    Ich lebe seit 25 Jahren mit meiner Familie hier und erinnere mich noch gut an die belebte und gern besuchte Neue Große Bergstraße. Heute ist nur noch der Wochenmarkt von Interesse, Backhus und gelegentlich einer der Eisläden. Tristesse herrscht vor, zum Bummeln geht man nach Ottensen.

  22. Minna

    Ich gehöre keiner Gruppe “Pro” oder “Contra” an, sondern wohne einfach seit langer Zeit und bislang sehr gern in Altona-Altstadt. Was die gestrige Anhörung anbelangt, war ich entsetzt von dieser Mischung aus Ignoranz und Unprofessionalität seitens der Gastgeber. Das war geradezu eine Beleidigung für die zum Teil bestens informierten Redner aus dem Publikum und alle Zuhörer. Es gab sehr viele sehr konkrete Fragen, aber fast keine konkreten Antworten. Niemand, wirklich niemand war unter den IKEA-Repräsentanten, den so genannten Gutachtern oder Politikern, der oder die überzeugend dargelegt hätte, was eine IKEA-Ansiedlung im bisher geplanten Ausmaß denn nun für die Altonaer Anwohner und eine nachhaltige Stadtentwicklung bringt – außer einen riesigen Kasten, der kaum ansehnlicher ist als das jetzige Gebäude, sehr viel zusätzlichem Verkehr in Wohngebieten, Lärm und Emissionen. Die gern zitierten neuen Arbeitsplätze (die dann womöglich in Schnelsen und Moorfleet eingespart werden?) rechtfertigen nicht alles.
    Warum sucht man nicht ernsthaft nach einem Mittelweg und warum nutzt IKEA, das sich selbst doch gern als innovativ und “ein wenig anders” anpreist, nicht tatsächlich die gestern von vielen Bürgern angesprochene Chance, etwas wirklich Neues zu wagen anstatt das übliche Grüne-Wiese-Konzept in Altonas Zentrum zu pressen? Ein Konzept, das mit den und nicht gegen die Anwohner Altonas erarbeitet wird, das den positiven Besonderheiten des Viertels Rechnung trägt und nicht allein monetären und parteipolitischen Interessen folgt. Der Protest der meisten Gegener richtet sich nicht gegen IKEA an sich, sondern gegen ein vollkommen überdimensioniertes Projekt, das städtebaulich in keinster Weise zur Umgebung passt (auch nicht mit noch so vielen Schaufenstern!), erhebliche Verkehrsbelästigungen im Viertel nach sich ziehen und dem Einzelhandel in der Großen Bergstraße kaum neue Kunden bescheren wird. Die werden nach ihrem IKEA-Einkauf im großen günstigen IKEA-Restaurant essen und ihren Kaffee trinken und sich nicht mit Armen voller IKEA-Kartons und mit vom Shoppingerlebnis erschöpften Kindern aufmachen, um die Reize der Große Bergstraße zu erkunden.

    • Shinji

      Nicht böse sein, aber wenn ich deinen Beitrag so lese, finde ich schon, dass du eine eindeutige “Contra-Haltung” einnimmst…was ja auch ok ist, jedoch wie ich finde deiner Einleitung widerspricht!

    • Anne

      @Shinji

      ? “Pro” entspricht: IKEA auf jeden Fall
      “Conta” enstprcht IKEA auf keinen Fall

      Minna vertritt die Ansicht (wenn ich sie richtig verstehe), dass IKEA kommen kann, wenn IKEA kleiner baut und auf die Möbelmitnahmemöglichkeit verzichtet. So wurde das Projekt übrigens auch zunächst in der Presse vorgestellt und die meisten Befürworter, mit denen ich spreche, behaupten immer noch “Möbel gibt es dort doch gar nicht”.

  23. Carsten

    Liebe Ikea-Gegner,

    ich habe nichts gegen Alternativ-Konzepte zu Ikea. Allerdings bin ich der Meinung, dass ein Konzept alleine nichts bringt, wenn es keinen gibt, der die Konzepte dann auch umsetzt. Ich könnte auch ein Konzept mit einem Park auf mehreren Ebenen auf dem Gelände des Frapant-Gebäudes vorstellen: wäre bestimmt auch hübsch und toll, aber ich wüßte nicht, wer Geld aufbringen soll und dass dann umsetzt (außer der Staat bezahlt dies mit unseren Steuergeldern, wie von den Linken Populisten gefordert).
    Vielleicht sollte man bei der Gelegenheit auch noch erwähnen, dass in den nächsten Jahren auch die Postfiliale in der Poststraße schließen wird…
    Ich möchte auch die Ikea-Gegner bitten, nicht immer zu behaupten, dass sie für die Anwohner aus Altona-Altstadt sprechen würden. Für mich und für viele andere Anwohner aus Altona-Altstadt sprecht ihr nicht!
    Vielen Dank.

  24. Argusauge

    Uwe Szczesny (Bezirksfraktionsvorsitzender der CDU-Altona) sprach in der Veranstaltung an, dass es aller Voraussicht nach zu einem Bürgerentscheid in Altona bezüglich des IKEA-Bauvorhabens in der Großen Bergstraße kommen wird.

    Bürgerentscheide sind Instrumente der direkten Demokratie auf kommunaler Ebene. Mit ihnen können die Bürger in einer kommunalen Gebietskörperschaft (Gemeinde, Landkreis, Bezirk) über Fragen des eigenen Wirkungskreises entscheiden. Der Bürgerentscheid steht einem Gemeinde- bzw. Kreistags- oder Bezirkstagsbeschluss gleich.
    http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgerentscheid

    Um sich eine “freie Meinung” bilden zu können, ist allerdings der größte Teil der Bevölkerung auf die Informationen aus den so genannten “unabhängigen Medien” angewiesen.

    Zu bedenken ist, dass IKEA einen enormen finanziellen Wettbewerbsvorteil hat, Anzeigen in den Medien schalten, PR-Agenturen zu beauftragen für Akzeptanzmaßnahmen. Sie sind in der Lage Direktmailings an alle Haushalte der Altonarer Bevölkerung zu senden.

    Somit haben die Hamburger Medien für die Willensbildung der Bevölkerung eine sehr große Verantwortung.

    Wichtig ist es nun, zu erkennen welches Medienorgan, welches Interesse in welchem Auftrag mit welchen Mitteln betreibt.

    Wir sind gespannt und sehr sehr aufmerksam.

    • Redaktion

      Liebes “Argusauge” und liebe Leserinnen und Leser,

      wir sind als Redaktion sehr bemüht, möglichst facettenreich zu diesem wichtigen Thema zu berichten. Der journalistische Anspruch steht dabei immer an erster Stelle. Uns ist diese Möglichkeit vor allem auch deshalb gegeben, da wir keine Papierzeitung sind und hohe Produktionskosten refinanzieren müssen. Sollen etwas “Werbung” sein, würde dies immer deutlich gekennzeichnet. Derzeit machen wir – außer für Kulturveranstaltungen – keinerlei Werbung. Selbst dafür erhalten wir hier allerdings kein Geld.

      Seid euch bitte sicher, dass wir dieses und viele andere Themen in Altona ernst nehmen – und jetzt zurück zum konstruktiven Dialog.

      Grüße aus der Redaktion, Christoph Zeuch

  25. Wirklich erbärmlich die Vorstellung des IKEA-Menschen und seines Gutachterchens. Scheint so, als setzten alle Parteien auf einen PRO-IKEA Volksentscheid. Das nimmt ihnen das Denken und Handeln ab.

  26. kalle

    ich habe einen laden in der grossen bergstrasse und unsere miete wurde für den fall das ikea kommt um 40 euro monatlich erhöht,soviel zu steigenden mieten,ich freu mich auf ikea,endlich kein stau mehr auf dem weg nach schnellsen und endlich können auch die leute ohne auto die angebote von ikea nutzen.ich bin echt schockiert von dem cholerischen verhalten deri ikea gegner bei der bürger anhörung,frei nach dem motto wer am lautesten schreit hat recht.ich kriege mit wie läden cafes oder privatpersonen gemobbt werden weil sie sich offen zu ikea bekennen.mein gott was ist nur los mit euch?
    ihr seit sowas von engstirnig und ihr sogenannten künstler schafft es das ich der sich selbst als sehr künstlerisch bezeichnet langsam aber sicher eine abneigung gegen euch sogenannten altenativen alleswisser bekomme.
    ich hoffe ihr kommt zur besinnung,ach ja und wenn ihr ikea vergrault habt bin ich ja mal gespannt wie ihr die kleinen läden unterstützt oder ob ihr wieder svhön nach ottensen spaziert und euer euch ach so wichtiges alt altona weiter verrotten lasst.danke an die pro ikea initiative

    • Anne

      Hallo,

      ich als Anwohnerin, die seit Jahren darauf achtet, ihre Einkäufe in der Neuen Großen Bergstaße zu machen, um die Geschäfte auf dieser Seite des Bahnhofs zu stärken, empfinde es als Schlag in die Fresse, dass den Ladenbesitzer, die ich unterstützt habe, meine Sorgen total egal sind, dass diese – im Gegenteil – uns Anwohner beschimpfen, nur “Pro-IKEA”-Listen auslegen. Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, den alten Kunden in der Hoffnung auf neue Kunden so ins Gesicht zu spucken.
      Ich für meinen Teil werde in Läden, die nur Pro-IKEA, aber keine CONTRA-IKEA-Listen ausliegen haben, nicht mehr einkaufen – egal, ob IKEA nun kommt oder nicht. Da kauf ich dann nun dann doch lieber in Ottensen. Wem ich egal bin, der ist mir zukünftig auch egal.

      • John Doe

        Das ist lustig. Wieso soll ein Gewerbtreibender, grundsätzlich. qusi basisdemokratisch, eine Liste gegen IKEA auslegen? Wenn einer das will, dann wird er das auch schon machen. Die meisten werden das aber nicht wollen, da ihnen das Wasser bis zum Hals steht und sie statt den “Künstlern” lieber IKEA oder einen anderen Investor dort hätten. Eine Ruine ist für die wohl nicht so gut. Dass du dort (bei den bösen Befürwortern) nicht mehr kaufen willst ist in Ordnung. Ist ja auch legitim: do what you like!
        Du entscheidest dich immer dafür oder dagegen. Allerdings ist deine Forderung, eine Liste auslegen zu müssen die gegen die eigenen Interessen Unterschriften sammelt, extrem lächerlich!
        Als wenn ich bei den Gegnern auch die Möglichkeit hätte eine Unterschrift FüR Ikea abzugeben.
        Sehr naiv, typisch Deutsch.

  27. Susanne

    Ich komme gerade von der öffentlichen Anhörung und habe eine spannende Diskussion erlebt. Schade war, daß viele reaktionäre Zwischenrufer ihre Standardreflexe abgespult haben. Aber es gab etlich hervorragende Fragen und Anregungen – sowohl kritisch als auch befürwortend. Bewundert habe ich die Haltung des IKEA-Menschen. Nun bleibt es den Prozess weiter kritisch zu beobachten. Leider gab es in der Vergangenheit leidliche Erfahrungen mit Bürgerentscheiden – das zerstört das Vertrauen in die Politik. Ich freue mich schon auf die Bürgerbegehren und bin gespannt, was mit den Ergebnissen passiert.
    Denn Altona ist ein lebendiges Viertel – und die Menschen sind es auch! Wir brauchen mehr direkte Demokratie, die dann auch respektiert wird.

  28. Maria Müller

    ich bin ja schon froh, nicht als “spacken” bezeichnet worden zu sein, wie das unlängst noch einem engagierten kritiker in der öffentlichen anhörung des ausschusses passierte. ich bedanke mich auch für die ausführungen/erklärungen. ich möchte aber doch darauf hinweisen, dass ich mich nicht für eine “partymeile” bemühe. die genannten atelierflächen stellen für mich so noch keine wirkliche alternative dar (zu teuer, zu dezentral, z.T. zu klein für alle). falls die mehrheit der anliegenden bevölkerung den ikea-giganten wünscht, müssen die künstler wieder umziehen und kommen wieder nicht zum arbeiten. ich kann das selbstbewußtsein, mit der die ikea-”riesensogwirkung” gewünscht und verteidigt wird, nicht nachvollziehen. seit ikea der bergstrasse den hof macht, hat man alle alternativen vom tisch gefegt. anscheinend ist die braut so reich, dass man ihr übergewicht und ihre vorstehenden zähne gern übersieht. schade, ich hatte von altona eigentlich mehr biss erwartet. aber ich vetrete ja auch nur ein sogenanntes “partikularinteresse”. bitte keine antworten mehr von seiten der politik. danke

  29. Claas Hemer

    IKEA kann gern nach Altona kommen, aber nicht in diesem überdimensionierten Ansatz!

    Einen großen architektonischen Schandfleck der 70er Jahre durch einen noch wesentlich größeren und genauso häßlichen architektonischen Schandfleck von heute zu ersetzen macht keinen Sinn! Ikea hatte anfangs einen sogenannten Innenstadtstore, also einen an die Innenstadt angepassten Laden angekündigt. Die wirklich einzige Anpassung scheint bisher, dass der Parkplatz auf das Dach gesetzt wurde. Eine angepasste Architektur der Innenstadt = Fehlanzeige! Eine ernsthafte und kostengünstige Lösung des Warenversands, um die Kunden per S-Bahn zu locken = Fehlanzeige! Das vorher angekündigte verringerte Warensortiment auf weniger Ladenfläche = Fehlanzeige! Na super, warum kann sich dieser Kozern nicht ernsthaft an sein Wort halten und eine vernünftige Planung abliefern? Es scheint, dass auch im Jahr 1 der großen Krise noch immer die totale Profitmaximierung ohne Rücksicht auf die direkt betroffenen Personen gilt.

    Ich hatte mir gewünscht, dass wenigstens die Politiker auf die allgemeinen Regeln von Innenstadtbebauungen verweisen würden. Aber die Dünnhäutigkeit gegenüber dem großen Investor ist mal wieder typisch. IKEA möchte hierher, da kann es auch seine Hausaufgaben machen. In Amsterdam, Barcelona, Paris oder jeder anderen westeuropäischen Metropole, die etwas auf sich hält, würde man IKEA mit diesem Konzept achtkantig aus der Innenstadt rausschmeißen und zwei Monate danach mit einer Verbesserung wieder antreten lassen. Aber bei uns in Altona ist es plötzlich erlaubt, eine Blechtonne, die wesentlich größer als das Frappant ist, an dessen Stelle zu setzen.

    Ich hoffe einfach, dass sich unsere Bezirksvertreter noch aus Ihrer Lethargie befreien können und massive Nachbesserungen verlangen.

  30. Elmar Hertzog

    Was gibt es wo gegen man nicht ist? Altona muß doch glücklich sein, ein solches Unternehmen in ihrer Stadt zu haben. Jetzt können auch die einmal ´zu Ikea, die kein Auto haben, oder einfach zu alt sind, um auf die grüne Wiese zu fahren. Warum fällt nur Tolerenz so schwer?

  31. baerinf

    Liebe Leute, wer von euch hat denn kein Ikea- Produkt in seinen 4 Wänden? Wen von euch interessierte das zusätzliche Verkehrsaufkommen, oder die Abgasbelastung als Ikea in Moorfleet gebaut wurde? Ist Ikea wirklich schlimmer als Media Markt? Mal überlegen- Ikea = Kommerz, Media Markt = super Kommerz? Wer von euch geht denn nicht auf den Galaostrich, oder im Mercado shoppen? Altona ist doch schon längst nicht mehr das, was es mal war. Wird es auch nie wieder sein. Mit oder ohne Ikea.

    • Ich trage genauso die Sorge des Mittelstandes, dass sie die Fortführung Ihrer Geschäfte in Gefahr sehen, wie ich mir auch wünschte, dass Künstler einen Platz in Hamburg fänden.

      Man würde sich wünschen man könnte mit beiden Parteien zu einer positiven Lösung für die Bergstraße kommen.

      Und ich glaube, dass es diese Lösungen gibt. (Schaut mal nach Kopenhagen zum Beispiel.)

      Ich denke , dass zwei Lösungsansätze nicht zum Ziel führen:

      Das eine ist zu glauben, eine positive Entwicklung eines Stadtteils hängt mit der Flächenrendite zusammen.

      Und das andere ist, daran zu glauben, dass wir mit einer PKW zentrierten Entwicklung innerstädtischer Bereiche dauerhaft lebenswerte Areale schaffen können.

  32. jowa

    Hallo liebe IKEA Gegner und Freunde,
    ich beobachte diese Diskussion schon seit einiger Zeit und was ich da so beobachte, sind immer nur die Aussagen von (Hobby-)Lobbyisten – Pro UND Contra!
    Ich will damit nur sagen, dass es auch noch Alternativen geben gibt bzw. geben sollte. Vielleicht sollten all die Hobbylobbyisten (Pro UND Contra) sich mal auf die Suche nach weiteren möglichkeiten der Stadtentwicklung bzw. belebung machen. Wie wäre es denn mit einem Bürgerpitch???

    Mit freundlichen Grüßen aus Altona
    P.S: ich bin auch nicht unbedingt für IKEA aber für sinnvolle Alternativen !!!

  33. Goof

    Hallo liebe IKEA-Gegner,

    die meisten Argumente von Euch sind schon ziemlich befremdlich. Ich wüsste mal sehr gerne, wer von Euch wirklich in der Nähe der Gr. Bergstraße wohnt.

    Das die Künstler nicht aus den Frappant wollen, ist bei den günstigen Mieten sicher gut zu verstehen. Aber sorgen genau diese Künstler für eine Belebung der Gr. Bergstraße??? Ich habe in den vergangenen 5 Jahren gerade mal 2-3 ‘Aktionen’ der Künstler gesehen, das wars. Und wenn im Frappant mal Ausstelungen stattfinden, sind diese auch noch abends. Das verstehe ich nicht unter einer Belebung!

    Mehr Verkehr ist auch ein schlechtes Argument. Denn dafür sollte man nicht den jetzigen Zustand voraussetzen, sondern was wäre wenn im Frappant noch immer ein gut gehender Karstadt wäre? Dann wäre der Verkehr auch nicht viel weniger als wenn dort jetzt ein IKEA-City-Store hinkommt. Denn dieses Konzept beruht nunmal auf der Idee, das die Leute sich den Einkauf nach Hause liefern lassen. Und da das ganze auch im Ausland sehr gut funktioniert, wird das auch hier bei uns in Hamburg-Altona kein Problem darstellen!

    • Anwohner

      Hallo,

      ich z.B. wohne im Lawaetzweg, durch den dann ab morgens 4 Uhr bis nachts um 12 die Ikea zuliefernden LKWs donnern werden. Vom zu erwartenden Verkehrsinfarkt durch zahllose Kunden-PKWs mal ganz abgesehen. Das Frapant-Gebäude ist ein Schandfleck, zweifellos, aber der geplante IKEA-Kasten ist nicht schöner. über den von Ihnen beschworenen IKEA City-Store (also ohne Großmöbel) hätten wir reden können – genauso über ein Kaufhaus im Stile von Karstadt. Zu einem IKEA mit dem üblichen Sortiment der Kette werden aber mindestens 3/4 aller Kunden mit dem Auto anreisen – niemand transportiert seinen neuen Kleiderschrank in der U-Bahn nach Hause. Dies unterscheidet ein Möbelhaus von Läden wie Alsterhaus oder Karstadt eben…

    • Goof

      Hallo,

      dann Frage ich mich aber warum genau dieses Konzept so gut London funktioniert. Auch dort wird ein Vollsortiment im City-Store angeboten, allerdings kommen dort nicht mal die hälfte der Kunden mit den Auto sondern mit Bus und Bahn. Und wenn dort jemand etwas großes kauft, lässt er es sich eben nach Hause liefern.
      Warum sollte das dann nicht genauso gut in Altona funktionieren?

      Abgesehen davon, soll der Verkehr über die Altonaer Poststraße geführt werden, somit würde bei Ihnen nicht mehr Verkehr vorbeikommen als heutzutage.

      • Anwohner

        Hello again,

        die Altonaer Poststraße beginnt in der Jessenstraße und die führt halt genau hier vorbei. Der Vergleich mit London hinkt total, da dort schon allein das Einfahren mit einem PKW in die Innenstadt hohe Mautgebühren kostet bzw teils verboten ist. Es bleibt also den Menschen da nichts anderes übrig als liefern zu lassen. Würde bei einem “Voll-Ikea” Altona z.B. auf alle Waren für Selbstabholer ein Preisaufschlag in Höhe der Frei-Haus-Lieferungs-Kosten erhoben, könnte man mit mir reden. Ohne so etwas wird aber fast jeder Möbelkäufer mit dem eigenen PKW kommen, um die Lieferkosten einzusparen.

  34. Johann Pühringer

    Es gibt immer welche, die nach dem Motto reden: Egal was du sagst – ich bin dagegen. Die meisten Gegner wohnen gar nicht hier.Wer Taubendreck und die plakatierten Pissecken liebt, kann es sich doch zuhause einrichten und dieser braucht auch keine IKEA Möbel. Diese gehen sowieso in die Ottenser Hauptstr. weil es ihnen hier stinkt. Die Wirtschaftlichkeitsrechnung eines Kunsthauses ist nicht gegeben. Spätestens in einem Jahr würden sie nach staatlicher Unterstützung schreien und Hamburg hätte noch eine Kulturkrücke am Hals.

    Wie Herr Thomas sagt: Wo ist denn das wirklich ernsthafte Gegenkonzept zu diesem von Ikea ? Dann reden wir weiter!!

    • altonaer poststrasse

      geehrter herr pühringer, bevor sie hier die gegner dieser monopol-kaufhausansiedlung als plakat- und taubendreckliebhaber bezeichnen, sollte sie doch mal schauen wer eigentlich für den zustand verantwortlich ist. der bisherige eigentümer immo-trading hat sein geld wohl lieber in spekulationsgeschäfte gesteckt als sich um das gebäude zu kümmern. übrigens eine 100%tige tochter der deutschen pfandbrief ag (ehemalige hyporealestate), die der deutsche staat durch übernahme der aktien vor der pleite retten musste.
      zur zeit wird überdeutlich wer nach staatlicher unterstützung schreit, und in diesen fällen geht es um milliarden. als direkter anwohner kann ich ihnen versichern, das die meisten gegner dieses kaufhausklotzes sehr wohl aus der direkten umgebung stammen, und sehr um die lebensqualität in diesem viertel besorgt sind. streit und meinungsverschiedenheiten gehören zu einer lebendigen echten demokratie und sollten mit argumenten ausgetragen werden.nicht durch beschimpfungen, wie ich dieses sogar von einem politiker im technischen rathaus erleben musste.
      zur entwicklung eines gegenkonzeptes sind wir alle aufgerufen.entdecke die möglichkeiten! darüber reden wir weiter!

  35. Susanne

    nun macht doch mal halblang – Altona ist eben nicht Schnelsen oder Moorfleet! Ich jedenfalls freue mich auf IKEA!! Als Karstadt noch da war und die Gr. Bergstraße vor Leben strotzte, hat sich auch keiner aufgeregt. Es wird Zeit, daß dieser Trümmerhaufen ein Ende hat und die Gr. Bergstraße zu neuem Leben erwacht – davon haben dann nämlich alle ‘was.
    Es ist zwar ärgerlich und kontraproduktiv, daß Ottensen mit Shopping-Malls zugeknallt wird – da muss man sich nicht wundern, wenn auf der â€anderen Seite” nix mehr los ist. Ich brauche die ganzen langweiligen Modeketten auch nicht. Was aber zu beobachten ist: im Ottenser Unterholz eröffnen mehr und mehr kleine Geschäfte und Cafes mit besonderem Charme. Wenn IKEA das in Altona-Altstadt bewirkt, ist viel gewonnen.
    Hej, wir leben hier mitten in einer Großstadt! Wer lieber Kühe & Schafe sehen will – Nordfriesland ist groß genug ; )

  36. Friedrich

    Ich denke, die positiven Aspekte einer IKEA-Ansiedlung in Altona überwiegen. Ich möchte dies gern ausführen.

    Es großartig, was in dem grauen Klotz seit Karstadts Schließung alles passiert ist und welche Nutzungen dort Platz gefunden haben. Gerade der temporäre Zwischennutzungscharakter mit Endzeit-Gefühl im Abbruchhaus machte es spannend, die Kreativität, die in einem solchen Umfeld entstehen kann, ist immens – doch das Viertel drum herum kämpft ums überleben.

    Erst das aufblühende Ottensen, dann Karstadts Pleite und auch die Affenfelsen-Architektur der Neuen Großen Bergstraße auf der Frappant-Seite – ich bewundere die Einzelhändler, die in der zugigen, menschenleeren Betonschlucht so lange tapfer durchgehalten haben. Kunstgalerien und 1-Euro-Shops sind nicht die Art von Nutzung, die Menschen von draußen ins Viertel bringen, und genau das ist es, was das Viertel dringend braucht.

    Mit IKEA kommen viele Leute ins Viertel, vor allem Familien. Die spannende Umgebung lädt zum Ausflug ein vor oder nach dem Billy-Regal-Einkauf. Die kleinen Geschäfte, Cafes und Restaurants drum herum werden davon sicher profitieren. Natürlich ist ein IKEA nicht der rettende Heiland, sondern eine neue Konsumkathedrale, die der Karstadt-Architektur in seiner waschbetonalen “Eleganz” nur wenig nachsteht. Aber es ist dafür ein lebendiger Klotz – mit dauerhafter Perspektive.

    Sicher bringt der große Andrang auch neue Probleme, das steigende Verkehrsaufkommen wird auf jeden Fall eine Herausforderung und wird zu Spannungen führen. Mehr Menschen im Viertel bedeutet eben auch mehr Verkehr. Aber mehr Menschen bedeutet auch mehr Leben!

    Ich hoffe, dass die Entscheidung zum besten für Altona fällt, wie auch immer sie aussehen mag.

  37. Gregor

    Letztens gab es Probebohrungen in der Großen Bergstraße. Die wurden wohl von IKEA in Auftrag gegeben. Ich war gerade vor Ort, als eine jüngere Frau auf den Arbeiter zustürmte und ihn ankeifte, ob das für IKEA sei und ihn auch noch beschimpfte. Der wusste gar nicht wie ihm geschah. Schließlich ist er selber nur einfacher Angestellter. Ich fand das Verhalten nicht besonders witzig.

  38. knüppelmaster

    ikea muss kommen ansonsten haben die ganzen kleinen läden echt die arschkarte gezogen.dreizehn jahre hat keinen menschen interessiert was aus dem frappant wird aber jetzt wo es endlich einen investor gibt,regen sich irgendwelche leute auf die morgen wieder im schicken ottensen sitzen und ihren macciato schlürfen. ist naturlich auch einfacher zum shoppen nach ottensen zu latschen und sich dann zu wundern das die kleinen läden in der bergstrasse kaputtgehen. sich dann über konzerne aufregen und das damit verbundene verkehrsaufkommen aber keine vernünftigen alternativen liefern.
    also wie gesagt aus sympatie für mein viertel und weil ich mir wünsche das die kleinen läden überleben bin ich für ikea.

  39. Hannes

    Jetzt mal im Ernst Liebe Ikea-Fans,

    Redet doch nicht immer von Bausünden der 70er Jahre, wenn Ihr nun eine Bausünde der 2000er hinhaben wollt. Das ist wie “den Teufel mit dem Teufel austreiben”. So ein Bauklotz gehört in einen Industriepark und nicht in ein Wohngebiet, egal ob Ikea oder sonstwas! Zum Einzelhandel-Argument: Wie wärs denn wenn da Wohnungen gebaut werden, die es sowieso zu wenig gibt? Die Leute die da einziehen, wollen sicher eine gute Grundversorgung und nicht ein Möbelhaus. Ehrlich, tut doch nicht so als wäre IKEA der Heilsbringer, das ist wirlkich ziemlich blauäugig.

  40. Carsten

    Hallo *,

    man kann bestimmt darüber streiten, ob das geplante Ikea Gebäude nun schön wird oder nicht – aber auf jedenfall wird es deutlich schöner und deutlich ansehnlicher als der bestehende Frapant-Bau!
    Und was wird eigentlich, wenn Ikea nicht kommt? Dann gehe ich stark davon aus, dass die Fußgängerzone weiter verkommt: Foto Lammers hat geschlossen, Kräuter Kühne macht in kürze dicht… Wer kommt danach? Vielleicht das Reisebüro Sydow oder Siego Sicherheitstechnik? Klar ist: seit Karstadt aus dem Frapant raus ist, ist es für viele Händler in der großen Bergstraße schwer geworden, zu überleben. Und wer kommt danach? Ein neuer Spielsalon? Ein neuer Cent-Laden? Oder ein neuer Second-Hand-Laden? Das sind nicht die Aussichten, die ich mir für meine Wohngegend wünsche! Und klar ist: Wenn IKEA nicht kommt, werden noch mehr Einzelhändler in der Großen Bergstrasse verschwinden… Das wären ja tolle Aussichten!
    Ich, als Anwohner (und ich bin nicht alleine!), freue mich auf jedenfalls auf IKEA!

  41. Thomas Demuth

    Problem ist denke ich, wenn jetzt Ikea abgesagt wird, oder noch selber abspringt, wer soll dann noch als Investor einspringen und das Risiko eingehen ?
    Der Effekt des Scheiterns durch die öffentliche Ablehnung wäre so nachhaltig, dass dann auch keiner mehr den Unterschied macht ob man sich eigentlich gegen den Investor (in diesem Falle Ikea) gerichtet hat oder das Frappant nur erhalten wollte.

    Wo ist denn das wirklich ernsthafte Gegenkonzept zu diesem von Ikea ? Ich sehe keines. Dann erst könnte man wirklich vergleichen.

  42. Sven

    Ich bin leider aus Altona weggezogen, aber die Jahre die ich dort gewohnt habe, hatte ich mir immer eine Belebung der großen Bergstrasse gewünscht – Ganz ehrlich dieser häßliche Klotz geht gar nicht. Ob es nun Ikea sein muss- sei dahingestellt aber letzendlich geht es darum, dass die große Bergstrasse endlich aktraktiver sein muss – es kann nicht sein, dass hier alles verödet, sich ein Ramsch Laden nach dem nächsten ausbreitet und ab 18 Uhr die Kantsteine hochgeklappt werden, obwohl nur wenige Meter weiter auf der anderen Seite das Leben tobt. Bezüglich der Mietpreise, die sich durch Ikea erhöhen – ist völliger Quatsch. In Altona gibt es so oder so kaum bezahlbare Wohnungen – Deshalb musste ich aus Altona wegziehen, weil ich eifnach keine 600,00 für 45 m2 zahlen kann/will. Ich glaube eine baldige Veränderung der großen Bergstrasse tut allen gut. Beste Grüsse eines EX Altoneraners ;-)

    • Kit Walker

      Hat mal jemand die Aussage von Frau Settergren/ Ikea Deutschland im hier veröffentlichten Artikel zum Pro- Begehren gelesen? Sie sagt “der Kunde ist bequem, und möchte die Ware auch mitnehmen wenn er an der Kasse steht……” Soviel mal zu der Theorie, der Großteil der Kunden käme mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich habe auch bei en bisherigen Sonderausschusssitzungen nicht den Eindruck gewonnen, dass sich Ikea oder Teile unserer Bezirkspolitiker über den anzunehmenden Verkehrsinfarkt in klarem sind. Und die Absicht den Bahnhof Altona zu verlegen erweckt in mir den Eindruck in naher Zukunft könnte hier, vor unserer Haustür, ein Autobahnzubringer entstehen….
      Eine Belebung der Großen Bergstraße ist absolut wünschenswert, ich behaupte aber das dies nicht ausschließlich über privatwirtschaftliche, und diesem Fall über ein weltweit einmaliges Experiment von Ikea, Instrumente geschehen darf.
      Was die Hoffnungslosigkeit einiger Läden in der Strasse betrifft: Beim True Rebel Store hab ich mich von Anfang an gefragt, wie es zu dieser Standortwahl kam…schöne Ware, falsche Strasse. Und die Umsatzrückänge in einem Reisebüro hängen doch auch von Faktoren wie 9/11 oder der Tatsache das viele Menschen ihre Reisen heutzutage selbst buchen ab? Daran kann auch Ikea nix, ändern, eher kleine Geschäfte, Galerien, Cafes und Wohnungen aus denen die Leute in die Straße heraustreten. Was in dieser Strasse in den letzten Jahren passiert ist, ist ein weiteres Paradebeispiel für Kaputtsanierung und anschließender Aufwertung, und das auf Kosten der langjährigen Anwohner und Gewerbetreibenden.
      Ich habe keine Patentlösung, aber die hat Ikea offensichtlich auch nicht! Mein Vorschlag daher: Ikea eine Absage erteilen ,die Politiker mal an ihre alten Aussagen erinnern (Herr Classen z.B.sprach im Oktober 07 noch von Wohnungen, zu finden auf seiner SPD- Seite im Netz), einen öffentlichen Diskurs mit Bürgern, Gewerbetreibenden und Bezirkspolitkern führen! Denn die Öffentlichkeit ,die es betrifft, ist doch wohl bisher noch nicht ausreichend informiert oder gefragt worden….oder warum wissen die meisten immer noch nicht, dass Ikea ein Vollsortiment plant?Und nur ca. 900 Parkplätze zu Verfügung stellt?
      Ich geh zur Öffentlichen Anhörung am 16.9. -das sollen die mir mal erklären, die Ikea- Leute und die Wahlkampfgeplagten Politiker!

  43. Jonha

    Hallo Karsten,

    es ist ein absoluter Irrglaube, dass ein inhouse Konzept wie Ikea das Umfeld beleben könnte. Natürlich soll, kann, darf und muss in dieser Straße was geschehen und keiner ist dagegen wenn es ein gutes Konzept dafür gibt. IKEA ist es meiner Meinung nach nicht. Die Ansiedlung von IKEA wird kurzfristig für eine “emotionale” Attraktivierung des Gebietes und zu allererst für die Steigerung der Gewerbemieten sorgen. Baut IKEA hier, werden Eigentümer auf einen positiven Aspekt setzen und ihre Mieten in Erhoffung sprudelnder Quellen erhöhen, unabhängig von tatsächlichen Verhältnissen. Der Prozess ist in Hamburg und vielen anderen Städten schon längst hundertfach so vollzogen. Steigende Gewerbemieten haben aber sich nicht zur Folge das kleine Geschäfte wie der “Rebel Store”, Kleinfotografieanbieter oder Friseure sich mit ihren Geschäften halten können. Der kurzfristige Effekt wird sein dass genau die, die sich eine Verbesserung erhoffen ihre Läden aufgrund der hohen Preise aufgeben müssen, oder alternativ aufgrund der erhofften Ansiedlung kapitalkräftigerer Gewerbetreibender rausgeschmissen werden. Der Prozess ist altbekannt. Mittel- und langfristig wird wieder Leerstand erzeugt weil IKEA eben nicht das Gebiet beleben kann. IKEA Kunden kaufen keine Fotos, Frisuren, Lederjacken oder in der Nachbarschaft. IKEA Kunden fahren mit Billy, Hera, Tundström nach Hause.
    Ich finde, es gibt andere weit positivere Konzepte aus 2003 denen selbst der Bezirk 100% zugestimmt hat. Diese Konzepte basieren darauf den Einzelhandel und das Wohnen in diesem Stadtteil zu günstigen Preisen und lebenswert zu ermöglichen.
    Ein anderes Konzept ist es das Gebäude eben nicht abzureißen, vor allem und auch weil nichts häßlicher ist als ein noch größer Klotz. Ein exceptionelles Kultur-, Kunst- und ANwohnerzentrum kann diese Bezirk zu einem lebenswerten Stadteil machen an dem alle teilhaben und ihn als ihren empfinden können. DAS ist Stadtpolitik die auch und als Nebeneffekt eine Kultur schafft in der auch die Alltagsbedürfnissgeschäfte überleben können. Positv und mit allen Zusammen. Und ohne steigende Mieten die irgendwann keiner mehr bezahlen kann.

  44. Karsten

    wenn ihr gegen ikea seid dann seid ihr auch gegen die kleinen läden, die sich ohne ikea nicht mehr lange halten können.wir brauchen ikea, damit die bergstrasse nicht noch weiter vor die hunde geht. meine sympatien gelten den ganzen kleinen läden und insbesondere dem true rebel store, der auch akut von der pleite bedroht ist und dem es wie allen anderen läden zu wünschen ist, dass ikea kommt.

  45. Anwohner

    - Es taucht immer wieder das Argument Arbeitsplätze in Altona auf. Das ist absurd. Warum sollte sich IKEA auf Arbeitnehmer aus dem Stadteil beschränken?
    - Es taucht das Argument Belebung von Altona-Nord auf. IKEA ist kein Außenkonzept, IKEA basiert darauf das Kunden in den Markt fahren und mit Möbeln wieder abreisen. Da gibt es keine Effekte auf das umliegende Gewerbe. Außer vielleicht jenes was Einkaufszentren und Supermärkte auf Kleingewerbe haben. Sie vernichten es, oder reduzieren es auf die wenigsten die grade noch durchhalten.
    - Das Frappant abreißen und IKEA dafür einen noch hässlicheren aber um vieles größeren Klotz dort hinsetzen lassen? So wurde für das Frappant/Forum vor 40 Jahren argumentiert.
    - Welchen Effekt wird wohl ein solcher Riesenbau auf die direkt anliegenden Geschäfte haben, auf die Cafes, Restaurants und die Händler deren Produkte IKEA ebenfalls verkauft, nur viel billiger?
    - Der Baumarkt dessen Produktpalette in vielem der IKEAs gleicht wird es auch nicht leicht haben
    - IKEA vergleicht sich gern mit dem MERCADO, da beide Märkte in etwa die gleiche Verkaufsfläche haben. Das Mercado hat tägl. 35000 bis 55000 Besucher.
    Die kommen großteils nicht mit dem Auto. IKEAs Produktpalette ist anders und das meiste ohne Auto nicht zu transportieren. Wieviele PKW jeden Tag sind da zu erwarten? Von 9.30 bis 22.30 ?
    Die Anfahrtsstrecke? 4spurig Harkortstraße, 4spurig Präsident-Krahn-Straße
    über den Bahnhofsplatz auf die Max-Brauer/Jessenstraße/Altonaer Poststraße.
    Die Anwohner in den Häuserneubauten an der Harkortstraße werden großen zusätzlichen Lärm zu ertragen haben. In der Altonaer Poststraße wird sich der Verkehr, wenn nicht schon auf der Max-Brauer stark zurückstauen.
    - Im Forum wird zudem Supermarkt ein weiterer entstehen, ALDI. ALDI, der Supermarkt, IKEA, POST, das sind jeden Tag ab 3-5 Uhr morgens und nachts ab 21.00 Uhr zusätzliche 20 bis 30 Großlaster und Sattelzüge und außenliegendes Ein-und ausladen. Wer mal über einem Supermarkt gewohnt hat, oder in der Nähe weiß was ich meine. Und das sind 2 Laster jeden Tag.

    Es gab und gibt eine Menge Vorschläge. Einen den der Bezirk 2003 angenommen hat war der Abriss des Frappant/Forum und die Kleinteilige Errichtung von Naaherholung, Wohnraum und bedarfsgerechtes Kleingewerbe.
    Genau so, vor dem Frappant war es hier einmal als es funktioniert hat.

    Das Konzept der innerstädtischen Monopolkaufhäuser ist überlebt.
    Das Konzept des Mercardo geht, zumindest wirtschaftlich, noch auf weil es vorspiegelt kleinteilig geblieben zu sein und VORALLEM weil es offen konzipiert ist und ALLTAGSbedarf deckt.
    Trotzallem hat es den Stadtteil Ottensen mit zu einem der teuersten Hamburgs gemacht.
    Ich möchte nicht noch mehr Lärm in meinem Stadteil, ich möchte keinen lärmenden und stinkenden Klotz direkt vor meiner Tür. Ich möchte auf keinen Fall noch mehr Menschen die von überall her in meinen Stadteil kommen.
    Ich möchte Platz und Leben für uns.

    • Paulinchen

      Hallo Nachbar,

      ich verstehe garnicht warum Du Dich so aufregst, wir können doch froh sein wenn vor unserer Haustür endlich wieder gut einkaufen können. Schlißlich sind wir hier ja nicht aufm Dorf. Aber konkret zu Deinen Punkten:

      - Kurze Wege zur Arbeit sind für Arbeitgeber attraktiv. In Altona-Altstadt gibt es genug Leute die Arbeit suchen.
      - Wir sind in Altona-Altstadt und bevor ich bei IKEA tatsächlich Möbel kaufe schaue ich mich erstmal um und nehme dann erst beim zweiten oder dritten Mal das Möbel mit (vorher aber schon mal was zur Deko ;-)).
      - Wo gibts denn hier was was auch IKEA verkauft, vielleicht bei Woolworth. Und was die Gastro angeht, so klasse ist die nun auch nicht. Aber ein weiterer Laden für Taschen oder Schuhe, dass wär super.
      - Endlich Supermarkt und Aldi vor der Haustür? Perfekt, auf Toom und Aldi an der Blücher habe ich eh keine Lust mehr.

      Und außerdem: wem es bei uns zu laut ist kann auch nach Lurup oder Osdorf ziehen. Ich freue mich auf IKEA!!

    • Christian

      Also das Argument mit dem Baumarkt zieht überhaupt nicht. Wenn man sich IKEA-Neubauten (u.a. Moorfleet) anschaut fällt einem auf, daß nahezu IMMER ein Baumarkt neben dran steht. Und wenn man dann weiß, daß die Fläche des Baumarktes auch IKEA gehört, und der Baumarkt Mieter bei IKEA ist, müsste man sich ja nach deiner Argmentation wundern, das die Baumärkte so doof sind, sich neben IKEA niederzulassen. Aber nein, die sind nicht doof, die haben sich das gut überlegt. Und zwar von beiden Seiten. Kunden, die zum Baumarkt wollen, schauen vielleicht noch kurz bei IKEA rein und andersrum… Winwin. Und so wird m.E. auch für Altona sein. Wo wart ihr denn mit euren Vorschlägen in den letzten Jahren? Jeden Tag am Frappant vorbeigelaufen und gedacht “Hach, wie hübsch, ich will dich nicht missen”?

  46. Maria Müller

    Ich arbeite seit april diesen jahres im frappant gebäude und freue mich, endlich einen arbeitsplatz als künstlerin zu haben. Ich würde diesen arbeitsplatz gerne behalten und glaube, damit für alle anderen 140 mieter zu sprechen. Wir haben sehr viele anfragen, ob noch ateliers frei sind, das haus könnte also noch viel mehr künstler aufnehmen, wenn die flächen freigegeben würden. Das frappant gebäude steht uns erst seit april zur verfügung und die renovierung der atelier- und ausstellungsräume (strom-/licht-/wasserversorgung/internet/wände/ fußböden neu) hat einige zeit in anspruch genommen, zumal die meisten von uns ‚nebenbei‘ noch einem (bezahltem) broterwerb nachgehen. Seit 1.8. bieten wir aber nun ein alle 1-2 wochen wechselndes ausstellungsprogramm. Auch dafür haben wir viele anfragen von gästen und auswärtigen künstlern und würden es gerne weiter ausbauen. Mit der gründung eines bürgernahen kulturzentrums ist es uns also sehr ernst, und für ein wenig unterstützung und förderung wären wir sehr dankbar, vor allem wenn auch die fassade neugestaltet werden soll (dies ist uns momentan auch gar nicht offiziell gestattet).
    die errichtung einer ikea-vollsortiment-filiale auf dem frappantareal kommt mir vor wie eine raubrodung, die – nach einer kurzlebigen blüte von vielleicht 10 jahren – wieder einen leerstehenden, und diesmal noch grösseren klotz in der fußgängerzone hinterlässt.
    es ist sehr schade, dass politiker aus der geschichte andere altonaer gebäude wie z.b. dem bahnhof oder dem bismarckbad, die entgegen dem willen der anwohner abgerissen wurden, nichts lernen wollen. Neu ist nicht immer gleich schöner/besser und einkaufszentren kein ersatz für erfüllende beschäftigungen oder kommunikationsfördernde freizeitangebote. Seit ich täglich durch die grosse bergstrasse gehe, finde ich sie sehr belebt und glaube, dass ein kulturzentrum ein sinnvolles gegengewicht zu mercado, mediamarkt, conrad und weiteren ketten darstellen kann und kleinere einzelhandelsgeschäfte in die bergstrasse locken bzw die vorhandenen beleben könnte.
    Insbesondere schlimm für altona finde ich eine darstellung wie die von spd-politiker mark classen (vom 29.8.), der den sachverhalt meiner meinung nach einseitig und verfälscht darstellt, und die entstandene kritik an den neubauplänen nicht ernst nimmt. Provozierende und polarisierende stellungnahmen zu der derzeitigen entwicklung in der grossen bergstrasse sind wenig sinnvoll, stattdessen sollten politiker lieber die diskussion der probleme in der öffentlichkeit anregen und auch über eine mögliche fusion der unterschiedlichen interessen nachdenken.

    • Liebe Frau Müller,

      ich habe für Ihre Situation sehr großes Verständnis und weiß um die Probleme die junge Künstler und Kreative bei der Suche nach geeigneten und bezahlbaren Räumen in Hamburg haben. Aus diesem Grunde unterstützt und fördert die SPD in Altona die Kreativszene, indem wir z.B. für den Bunker an der Schomburgstraße oder den alten Güterbahnhof an der Harkortstraße eine kulturelle Nutzung fordern.
      Was jedoch den Frappant-Komplex angeht, so sind wir zu der Auffassung gelangt, dass dieser Standort vor Allem dem Einzelhandel dienen soll. Die Große Bergstraße ist als Haupteinkaufsstraße dringend auf einen Magneten angewiesen, der ausreichend Kaufkraft in die Große Bergstraße zieht, damit der Facheinzelhandel genügend Umsatz erwirtschaften kann, um die hohen Mieten in der Straße zu bezahlen und nicht nur Gastronomie, Wettbüros und Spielhallen den Besatz ausmachen.
      Eine Entwicklung der Großen Bergstraße hin zur Kultur- und Partymeile, etwa wie im Schanzenviertel wollen wir in Altona-Altstadt nicht.
      Ich versichere Ihnen auch, dass wir jegliche Kritik am IKEA Projekt ernst nehmen und alle Punkte sorgfältig geprüft und abgewogen haben, zumal wir uns seit Jahren mit dem Problem des städtebaulichen Mißstandes in der Großen Bergstraße beschäftigen und IKEA nicht der erste Interessent für diesen Standort ist.
      Aufgrund dieser Abwägung sind wir zu dem Schluss gekommen, dass ein IKEA das Ziel der Belebung der Großen Bergstraße excellent und nachhaltig erfüllen kann und die Vorteile mögliche Nachteile bei weitem überwiegen.
      Meine aus Ihrer Sicht “provozierende und polarisierende” Stellungnahme ist aus meiner Sicht nicht nur sinnvoll, sondern geradezu notwendig. Mit dem Bürgerbegehren betritt die Initiative den politischen Raum. Das Petitum ist mit einem Beschluss der Bezirksversammlung gleichzusetzen. In der Politik ist das Streiten um Inhalte und das sichtbarmachen von Unterschieden elementarer Bestandteil des demokratischen Diskurses. Ich verhalte mich also nicht anders als bei einem Antrag des politischen Gegners, den
      meine Partei ablehnt.
      Ich glaube auch, dass wir diese klare Positionierung unseren Wählerinnen und Wählern schulden, denn die Belebung der Großen Bergstraße ist eine zentrale Aussage unseres letzten Wahlprogramms und immerhin ist die SPD in Altona-Altstadt mit 41,1% mit großem Abstand die stärkste der Parteien geworden.
      Bedenken Sie bitte auch, dass sich das Frappant in Privateigentum befindet und die Politik nur über den “Umweg” der Bauleitplanung Einfluss auf Art und Umfang der Nutzung des Gebäudes ausüben kann. Insofern ist ja gerade das Petitum des Bürgerbegehrens falsch, da darin eben nicht soziale und kulturelle Zwecke, oder etwa eine Wohnungsnutzung festgeschrieben werden soll, sondern mit
      der zweifelhaften Obergrenze von 5000qm Einzelhandelsfläche JE Ladeneinheit offensichtlich nur versucht wird den Status Quo zu zementieren und eben keine strukturelle Lösung herbei zu führen. Das kann ich nicht akzeptieren, und deshalb lehne ich das Bürgerbegehren entschieden ab.

      Ich hoffe ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen die Position der SPD verständlich machen und verbleibe mit besten Grüßen.

      Ihr

      Mark Classen

  47. Shinji

    Könnte die Initiative “Kein IKEA in Altona!” gefälligst damit aufhören mit ihren Aufklebern an Häuserwände und Treppenhäuser (in dem Fall hier bei uns sogar den Fahrstuhl) zu verschandeln? Wenn schon so eine hirnrissige Diskusion um den Ikea Standort, der Arbeitsplätze, endliche eine Aufwertung der Großen Bergstraße und ganz Altona und die Möglichkeit günstig Möbel etc. zu kaufen (wer kann denn schon bei Kaabs oder im Bettenlager einkaufen gehen…wer das kann, den stören auch höhrere Mieten nicht!) enstehen muss, dann bitte sachlich geführt und nicht illegal! Es geht hier also um mehr Verkehr? 6000 Autos? Oh mein Gott, das sind 10(!!!) Autos pro Minute…UI wie schlimm! Und ob 5 Angstellte im Bettenlager arbeitslos werden sollten, wenn dafür 250 einen neuen Job bekomme wäre das auch ok! Höhere Mieten? Die Solzialwohnungen können ihre Mieten nicht einfach erhöhen! Also bitte, was soll der Mist hier?! Ich wohne in Altona, und ich nehme die Autos gerne in Kauf, vorallem wenn ich mir anschaue was es sonst da gibt, Hamburgs größtes und hässlichstes Urinal! über Kunst kann man ja streiten, aber weder sehe ich da Kunst, noch bringt die irgendjemandem was, außer einer handvoll “Künstler” die wie man sieht Altona mit illigalen Klebern verschandelt! Anhand dieses Vorgehens sieht man doch, was für Leute anscheinend gegen Ikea sind…ach was solls, verhindert doch die Ikea Ansiedlung, ich hoffe dann steigen euch die Ladenbesitzer mal in eurem “Künstler-Klo” auf den Kopf und ihr erklärt denen wieso sie dicht machen können…oder den Jobsuchenden, wieso sie keine neue Arbeit bekommen! Macht was ihr wollt, aber hört mit euren bescheidenen Initiative “Kein IKEA in Altona!” Aufklebern auf, denn die sind wirklich HÄSSLICH, EINFALLSLOS und vorallem ILLEGAL (ich hoffe da sagt mal jemand dem Ordnungsamt bescheid)!

  48. Friedemensch

    Ich halte den Widerstand gegen IKEA für falsch
    1. Die Gegner können keine vernünftige Alternative nennen.
    2. Wer das Gemeinwohl im Auge hat, muss Einkaufszentren in der Stadt ansiedeln und nicht auf der grünen Wiese. (IKEA ist ein EKZ denn da gibts alles, von der Blumenvase bis zum Restaurant)
    3. Ein Schadfleck im Herzen von Altona verschwindet (Ich würde mir für das IKEA-Gebäude ein anspruchsvolle, gegliederte Architektur wünschen).
    4. IKEA wird mit einem Verkehrskonzept gebaut, das die Anwohner möglichst wenig beeinträchtigt. (Die Innenstädte veröden zu lassen ist auch kein Konzept zur Verkehrsberuhigung).
    Schön mit Euch zu streiten. Hoffentlich kommt das Beste für Altona am Ende raus.

  49. Robert Krause

    Hier mal eine Stellungnahme zu einigen Pro Ikea Argumenten

    1) Der Autoverkehr wird nicht so schlimm 2500 zusätzliche Fahrzeuge

    Ant.: Der Autoverkehr wird sich schon durch das von Ikea erstellte Gutachten von 2600 Autos auf 7200 in der Woche und fast 11.000 am Freitag und Samstag erhöhen. Zur Weichnachtszeit dürfte es noch viel mehr werden. Freitag, Samstag sind es also 8.000 Autos (!) zusätzlich (Poststr.).
    Werden anstatt 40 % Bahnfahrer nur 15% Bahnfahrer angenommen, dann errechnet sich ein Verkehrsaufkommen von über 14.000 Autos in der Poststr.

    2) Ikea schafft Arbeitsplätze

    Ant.: Nun der Bau von Ikea mag für ein Jahr Arbeitsplätze bei den Bauarbeitern schaffen. Mittelfristig zerstört er aber Arbeitsplätze, weil bei Ikea ein Angestellter mehr Umsatz abwickelt als im Branchenschnitt. Da durch den Bau von Ikea in Altona nicht mehr Möbel, Kerzen, etc. verkauft werden und auch insgesamt der Absatz von Möbeln stagniert, kommt es nur zu einem Verdrängungswettbewerb. Die Arbeitsplätze die hier entstehen werden woanders (z.B. Möbel Kabs, Dänisches Bettenlager, etc.) abgebaut.

    3) Durch Ikea wird die Große Bergstr. wieder schön.

    Ant.: Sicherlich muss in der Großen Bergstr. etwas passieren. Aber wenn Ikea per Ausnahmegenehmigung 35 m hoch baut und über eine Ausnahmegenehmigung eine größere Fläche bebaut als zugelassen und einen Laden mit 20.000 m² Verkaufsfläche, eine Restaurant mit 700 Sitzplätzen errichtet, und eine Gebäude hinstellt, dass das doppelte Volumen des Frappants umfasst, dann werden Möbel Kabs, Woolworth und das Dänische Bettenlager sagen, dass wollen wir auch ! Und dann möchte ich die SPD und die GAL und die Anwohner in zehn Jahren höhren ob sie die Große Bergstr. immer noch so toll finden. V.a. wenn jede Firma in ihren eigenen schreienden Neonfarben die Fassade gestalltet.

    • Ökonom

      Das Argument, dass die Arbeitsplätze bei Ikea entstehen z.B. bei Kabs oder DBL abgebaut werden ist nachweislich falsch, denn nicht nur durch die zusätzliche Kundenfrequenz, sondern auch durch den sog. Clustereffekt werden die Umsätze bei den anderen Anbietern steigen und somit die Arbeitsplätze sichern. Unter dem Motto Bettgestell und Kommode bei IKEA, Lattenrost und Matraze beim DBL und Polstersessel bei Kabs wird ein Schuh drauß.
      Im übrigen bin ich es Leid, dass die IKEA-Gegner offensichtlich aus Unwissenheit mit Schreckensszenarien ihre Zweifelhafte Sache verkaufen wollen und Altona damit Schaden zufügen.

  50. Anwohner

    Der nächste Ikea Sonderausschuss tagt am 02.09.09 um 17.30 Uhr wahrscheinlich wieder im Technischen Rathaus. Zum größten Teil öffentlich.
    Dort kann man sich ein Bild davon machen, wie ernst es Ikea ist, und wie – genau – die Stadt das Verkehrskonzept prüft. Nämlich beiläufig. Lärmprognosen und Feinstaubbelastungen werden nur überflogen. Es heißt, man müsste Ikea vertrauen….

  51. Robert Krause

    Lieber Herr Wilich,

    sie haben gesagt, :

    “Speziell unter der Voraussetzung, das dies kein Mitnahmemarkt wird!”

    Aber genau das hat Ikea vor einen riesigen Mitnahmemarkt der so groß ist wie der in Schnelsen ! Und genau aus diesem Grund haben wir uns für das Bürgerbegehren entschlossen.

    Herzliche Grüße

    Robert Krause

  52. Eigentlich finde ich das total praktisch mit dem IKEA – im Ernst!
    Auf jeden Fall werde ich dann immer genug Teelichter, Handtücher etc was es da vor den Kassen immer gibt haben. :-) Und sonnabends mittag mal schnell Köttbullar find ich auch gut.

    Aaaber – der Punkt mit dem Autoverkehr ist berechtigt – zumindest kann ich mir nicht vorstellen, wieviel das ist: 2.300 mehr Autos über den Tag verteilt im Altona!

    Deswegen find ich die Idee der einer Flash-Aktion: “Testfahrer für IKEA” o.ä. ganz sinnvoll. Jetzt muss nur jemand 1-2 Grafiken/PDFs machen, die sich jeder Teilnehmer ans Autop babbt, und dann an einem Samstag ab 10h gehts los (so bis 12h, danach Bier+Grillen am Altonaer Balkon oder so :-) )

  53. Thomas Wilch

    Ikea muss kommen!!!!

    Künstler und speziell “Die Linke” werden sich immer gegen alles was den Hauch von Kommerz beinhaltet wehren. Das liegt in der Natur der Dinge. Diese Gruppen würden sich auch wehren, wenn hier ein neues z.B. “Mercado” gebaut würde.

    Hier ist es eher die Kurzsichtigkeit die die Gegner von Ikea antreibt.

    Argument Verkehrschaos
    Mal ganz ehrlich – Ich müsste doch mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn ich in Altona, Pauli, Eimsbüttel, Othmarschen, Neustadt, Altstadt, St.Georg Rothenbaum Hoheluft, Havesterhude, Uhlenhorst oder Eppendorf wohnen würde, und dann mit dem Auto zu Ikea-Altona fahre. Für den Rest der Stadt liegen die beiden anderen Ikea Filialen eh wesentlich günstiger. Speziell unter der Voraussetzung, das dies kein Mitnahmemarkt wird!

    Argument Mieten
    Diese werden sowieso steigen – egal welche Lösung gefunden wird. Zu glauben das dem nicht so ist, beruht auf Wunschdenken. Wer von den Ladenbesitzern Umsatzabhängige Miete zahl und Angst davor hat mehr zahlen zu müssen sollte sich auch bewusst sein das er dann mehr Umsatz gemacht hat!

    Argument Kunst und Soziales
    Eines vorweg: Ich finde es auch Schade, das die Künstler weichen müssen – aber: Ich wohne 300m Luftlinie vom Frappant weg – Von Künstlern und Kunst oder ähnlichem bekomme ich nichts mit!!!! Mir ist in den letzten 10 Jahren nicht aufgefallen das sich an dem Gebäude (äusserlich) was tut. Ich meide den Weg von Zuhause zum z.B. Bahnhof durch diesen Teil der Bergstraße (obwohl der kürze Weg). Ich gehe dort nur durch, wenn ich zur Post muss. Und alles was mir dann auffällt sind “angepisste und stinkende” Gebäudeteile, angesprüte und hässliche Wände. Dreck und nochmals Dreck – ich sehe nicht das sich das ändert weil Ikea nicht kommt.

    Blauäugig wer glaubt das sich das durch den Verzicht auf einen Investor wie IKEA ändert.

    • Robert Krause

      Hallo Herr Willich,

      oben sagten Sie noch: â€Speziell unter der Voraussetzung, das dies kein Mitnahmemarkt wird!”

      Jetzt fangen an zu polemisieren. Linke und die Künstler hätten prinzipiell etwas gegen Kommerz – nun falls sie es noch nicht bemerkt haben, Jetzt findet im Frapant “Kommerz” statt. Es gab mehrere Kunstaustellungen (7. Stock) Ein Schneideratelier hat im EG eröffnet. Und viele andere nutzen des Frapant. Ich meine, Sie haben sich 10 Jahre nicht darum gekümmert was mit der Großen Bergstr. geschieht. Sie haben nichts unternommen. Auch Ihr Einzelhandelsverband hat dem tatenlos zugesehen.
      Und jetzt möchten Sie Menschen vertreiben die hier Aktivitäten entfalltet haben ?
      Warum säubern sie die stinkenden Pissecken nicht oder haben kein Strassenfest organisiert? Keinen Laden eröffnet? Ich meine: Sie haben 10 Jahre gepennt!
      Nörglern wie Ihnen kann niemand etwas recht machen.

    • Thomas Wilch

      (zu Robert Krause vom 07.09.09)

      Hallo Herr Krause,

      wenn hier jemand “polemisiert”, dann sind es wohl eher Sie. Ich nörgle nicht – ich stelle lediglich fest. Es ist ja nun eine Tatsache das sich im Frapant etwas entwickelt hat – kein Zweifel. Aber bitte erklären Sie mir doch wo genau ich dies am Gebäude (aussen) erkennen kann?

      Und seinen sie doch mal ehrlich – wer von derzeitigen Nutzen sollte dies auch finanzieren oder mitfinanzieren? Und wer bitte (wenn es nach Ihnen geht) soll dies zukünftig bezahlen und damit den Verfall stoppen? Die derzeitigen Mieter siedeln sich im Frapant an “weil es günstig ist”. Nicht mehr und nicht weniger. Wäre das Gebäude intakt und “brauchbar”, könnte sich von den derzeitigen Nutzern wohl kaum einer die Miete leisten – oder? Und wir hätten diese Diskussion gar nicht! (Dies ist bitte nicht als Vorwurf an die Mieter/Nutzer zu verstehen).

      Und noch eine “Wahrheit”: Wenn es einen anderen Investor gäbe der so solvent ist sich dieses Gebäudes anzunehmen – und egal in welcher Form – er würde immer versuchen wollen das investierte Geld wieder einzufahren. Schließlich hat niemand etwas zu verschenken – schon gar nicht in dieser Größenordnung. Damit ist auch klar das diese, egal welche Investition, zu lasten der derzeitigen Mieter und Nutzer gehen würde. Und damit hätte ein möglicher Investor die Mieter/Nutzer und Leute wie Sie gegen sich. Fakt!

      Ich möcht dort niemanden vertreiben und mir muss man auch nichts recht machen. Meine Aufgabe besteht und bestand auch sicher nicht darin Straßenfeste zu organisieren, Pissecken zu säubern oder einen Laden zu eröffnen (das übrigens ist Polemik). Und ich habe die letzen 10 Jahre auch sicher nicht gepennt, denn der Verfall des Gebäudes ist ja nicht zu übersehen – oder möchten sie dies bestreiten?

      Der “Kommerz” der derzeit im Frapant stattfindet (so wie sie ihn beschreiben), findet dort statt weil es derzeit möglich ist und nicht weil es so gewollt oder geplant war.

      Unterm Strich finde ich, als direkter Anwohner und als Bewohner des Stadtteils Altona, dass die Ikea den Stadtteil Altona deutlich weiter bringt (auch auf längere Sicht) als die von Ihnen angestrebte Lösung.

  54. AltAltona

    Man kann diese “Bürger”-Intiative doch nur müde belächeln. Ikea wäre endlich ein Magnet (wie früher Karstadt, Aldi,Kaufhof) um die Große Bergstrasse zu beleben. Nur einige wenige alteingesessene Geschäfte haben bisher den Untergang dieser Strasse überlebt. Und wer die alte Bergstrasse aus den 70er Jahren noch kennt, weint dem Frappant – und Forumgebäude im heutigen Zustand keine Träne nach. Die Linke tanzt auf allen Hochzeiten wo es etwas zu meckern gibt Und die Künstler mit ihren amüsanten Werken brauche ich als Anwohner nicht wirklich. Da ist es mir doch lieber dass um das EKZ herum neuer Wohnraum entsteht und neue Geschäfte Einzug halten.

  55. Dringend benötigte Arbeitsplätze in Altona dürfen nicht ausgebremst werden! Mit der Ansiedlung von Ikea in der Großen Bergstraße würden dort mindestens 250 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstehen. Außerdem trägt ein Kundenmagnet wie Ikea zu einer Belebung des übrigen Einzelhandels in Altonas Haupteinkaufsstraße bei und ergänzt das vorhandene Angebot auf der Ottensener Seite des Bezirkszentrums sinnvoll. Endlich mal ein großer Einzelhändler dirket im Zentrum, und trotzdem gibt es populistische Angriffe gegen diese dringend benötigte Ansiedlung. Stichwort Verkehr: Im Vergleich zu der alten Karstadt-Nutzung werden lt. Verkehrsgutachten gerade Mal 250 KFZ/Tag mehr das Objekt ansteuern. Ein durchaus zu verkraftendes Verkehrsaufkommen. Stichwort Gentrifizierung: IKEA ist weder ein szeniger Luxusladen, noch gibt die Siedlungsstruktur in Altona-Altstadt (30% SAGA/ Wohnungen und viele weitere Genossenschaften) Anlass zu der Sorge das die Mieten deshalb steigen würden. Kurzum: Niemand sollte sich auf Kosten der Menschen in Altona profilieren.

  56. Ay Caramba

    Die gesamten zentralen oder elbnahen Stadtteile werden Stück für Stück umstrukturiert. Mit Ottensen und der Schanze hat es angefangen; Dort kann man die Mieten kaum noch bezahlen. Mit St.Pauli und Altona-Altstadt geht es nun offenbar weiter.
    Davon kann man halten, was man will, jedoch sollte man sich als Wähler der jetzigen Senatskoalition nicht übermäßig wundern.

  57. Stefan Leers

    Ikea in Altona?
    Als spontane Reaktion der meisten dürfte wohl eine Art “(Ikea) ist doch gut” kommen. Als Anwohner der Eulenstraße in Ottensen ein paar Gedanken dazu:
    1. Seit Jahren beobachten wir eine Zunahme des Verkehrs und “dank” der Navigationsgeräte auch des Durchgangsverkehrs in kleineren Straßen. Dies wird zweifellos ebenso zunehmen wie die Parkplatznot.
    2. Dies widerspricht der Idee von Verkehrsberuhigung und Lebensqualität, die besonders in Ottensen einst hart erkämpft wurde.
    3. Es geht mir nicht um Ikea. Es geht mir um die (falsche) Idee eines kompletten Ikea in einem Zentrum wie Altona.
    4. Die vermeintliche Aufwertung (sprich mittel- und langfristig auch höhere Mieten in der Umgebung) “verspricht” eine Entwicklung, die bereits auch in anderen Stadtteilen passiert ist. Wollen wir das in Altona? Besonders in Ottensen ist es jetzt schon tragisch zu beobachten, wie sich der Stadtteil in Richtung Konsum und Geld verändert. Nach dem Bismarckbad werden das Blaue Haus und das Subotnik die nächsten traurigen Beispiele (stattdessen teurer Wohnraum)…
    5. Es wurde schon angesprochen: Mit der S-Bahn zu Ikea (ein gern gehörtes Argument…)?? Für wie naiv hält man uns?
    6. Idee, um einfach mal zu testen, wie die Verkehrsauswirkungen sich anfühlen könnten: Ikea selbst rechnet mit 6000 PKW in der Woche und der doppelten Menge an Samstagen (60% PKW-Kundschaft). Wie wäre es, wenn wir mal mit dieser Menge Autos an einem Samstag für zwei Stunden in Altona umherfahren, mit Schildern “Testfahrer Ikea Altona” oder so ähnlich am Auto?
    7. Wer glaubt, das Ikea-Kunden dann auch umliegende Geschäfte nutzen, sei daran erinnert, dass Ikea selbst stets für eine (gut angenommene) rundum-Versorgung sorgt, inklusive Restaurant.
    8. Lange Öffnungszeiten: Wenn so ein Markt bis 21 geöffnet ist, rechne ich mit Verkehr bis 21:30, plus Anlieferungsverkehr für die Ware natürlich… Mein Schlafzimmer geht nach hinten raus aber den Fernseher kann ich schon jetzt nicht bei offenem Fenster nutzen.
    9. Das jetzige Gebäude ist in der Tat keine Augenweide, besonders aber weil es leer steht. Ist denn ein Ikea-Block das einzige Ergebnis phantasievoll denkender Verantwortlicher?

    Besorgte Grüße, mit der Vorfreude auf Rückmeldung
    Stefan Leers

    • Christian

      Zu Punkt 5:

      Schon mal mit der S-Bahn nach Moorfleet gefahren? Würde gerne mal ein Gutachten lesen, wieviele Leute mit der S-Bahn dorthin fahren. Ich bin jedesmal erstaunt, was die Leute alles transportieren. Nicht jeder Student hat ein Auto oder kann sich einen Mietwagen leisten, also ja: Ich fahre mit der S-Bahn zu IKEA und fände es klasse, wenn ich nur einmal umsteigen müsste (Eimsbüttel).

    • thomas

      Danke Stefan!
      Mal eben sehr sehr viel Dinge richtig und knackig formuliert.

      zu Punkt 5:
      ca. 95 % der Kunden reisen bei Ikea Moorfleet und Schnelsen!

      zu Punkt 8:
      Laut Ikea würden dann die ersten Anlieferung ab 4.00 Uhr in der Früh passieren!
      Grüße

  58. Monsieur

    IKEA bedeutet eine große Aufwertung der Großen Bergstrasse – und es ist genau das Investment, dass dieser leider so heruntergekommene Stadtteil mit den so ziemlich häßlichsten Gebäuden Hamburgs braucht. Auch die anderen Geschäfte werden davon profitieren. Und: Von Ottensener Verhältnissen wird die Große Bergstrasse dennoch weit entfernt sein. Also eigentlich alles ok.
    Und die Künstler? Sorry, das kann kein Argument sein. Deren Miete war/ist so günstig, w e i l es ein v o r ü b e r g e h e n d e s Domizil ist. Eine gute überbrückungslösung, aber letztlich braucht dieser Stadtteil eine attraktive Einkaufsstraße. Sieht so aus, als bekämen wir sie endlich wieder. Ich freu mich drauf.

  59. Max

    Zuerst wurde händeringend nach einem Investor für das Objekt gesucht und jetzt wo einer da ist, muß wild über den Investor diskutiert werden. Gehts noch? Was ist das für eine Chance für Altona, endlich diesen Schandfleck zu beseitigen und aus der Großen Bergstraße mal wieder eine richtige Einkaufstraße zu machen!
    Und im übrigen macht hinne oder wie lange muß ich denn noch auf meinen Hot Dog und die Köttbüller warten. Segnet es ab!

  60. Denk_doch_mal_nach

    Es ist sehr schade, dass nur durch die Aussicht, dass endlich ein Investor für die Fläche des Frappant in Aussicht steht, sämtliche kritische Auseinandersetzung mit dem Ikea-Projekt verstirbt. Es sprechen einfach mehrere Gründe gegen die Umsetzung der aktuellen Planung:

    1. Es ist ein städtebauliches Desaster: Ein hässlicher Klotz wird durch einen noch hässlicheren Klotz ersetzt (Blockform, Aluminiumhaut, blaue und gelbe Außenfarbe)

    2. Der Ikea wird fast dieselbe Höhe wie das Frappant haben, jedoch viel mehr Volumen (Blockform) = Die Gr. Bergstraße wird kaum wiedererkennbar sein.

    3. Das Verkehrskonzept sieht vor, dass ca. 8300 Verkehrsbewegungen Freitags und Samstags durch die Altonaer Poststraße und den Lawetzeg müssen. Leider hat keiner der anwesenden Politiker gefragt, wie viel Verkehr in den Spitzenstunden dann durch dieses Nadelöhr hindurchmüssen.

    4. Es ist sehr schade, dass die aktuellen, zahlenden Mieter des Frappant nicht im Konzept vorkommen.

    Insgesamt bin ich zutiefst enttäuscht, wie blauäugig und abnickend die von mir gewählten Politiker dieses übermäßig aufgeblasene Projekt begleiten. IKEA kann gern in die Gr. Bergstraße, aber bitte mit einem echten innenstädtischen Konzept und einer Architektur, die nicht nur vom Prinzip Kostenminimierung ausgeht sondern stadtplanerischen Gestaltungsmerkmalen entgegenkommt!

    • Stefan

      zu 1. Geschmackssache
      2. das soll auch so sein! So, wie sie jetzt aussieht, kräuseln sich einem die Fussnägel
      3. Was haben denn die Leute gedacht, die da hingezogen sind? Das da nie wieder etwas entstehen wird? Aber Hauptsache günstig wohnen…
      4. Den Mietern werden Alternativen angeboten. Es geht um einen wichtigen kommerziellen Standort (ja, Geld ist leider wichtig, LEute leben davon und arbeiten dafür), der leider jahrelang komplett brach lag.

      Was Ihren Wunsch nach GEstaltungsmerkmalen betrifft, bin ich voll und ganz bei Ihnen, da ist immer mehr drin, als es die Pläne angeblich erlauben. Wenn Frau Fischer und die anderen HHer Milliardäre für diese Ecke genauso intensiv Geld sammeln würden wie für die neue Oper, dann wär das alles keine Frage….

  61. Roland van Ipenburg

    Mehr Arbeitsplätze = mehr Autofahrten
    Und innerstädtisch dürfte eigentlich gar kein neuer Verkehr generiert werden?

  62. Das Leben ist kein Möbelhaus

    Das passt ja hervorragend zusammen: Rechtsspießer mit sozialdarwinistischer Grundeinstellung (“Weg mit den Assis!”) lassen den blond-blauäugigen Konzern (IKEA) Strassen und “hässliche Architektur” von arbeitsfeindlichem Gesindel freiräumen um ihre ökofreundliche Vorstellung von Profitmachen in der Innenstadt durchzusetzen.

    Wenn Ihr euch die Mieten in der Gegend nicht mehr leisten könnt möchte ich von euch aber kein Gejammer hören.

    • Stefan

      Genau so seht’s aus. WIR können uns eben alles leisten. Gesindel und Nein-Sager müssen dann eben etwas anderes finden. Eine ganz ganz ganz ganz neue Angelegenheit. Und die gutverdienenden Paragraph-5-Wohnungsmieter, die sich über Busse in der kleinen Reainstr. beschweren, die müssen dann wohl auch bald “echte” Miete zahlen…
      Ich warte nur daruaf, dass die Mieten endlich steigen und hier endlich Leute wohnen, die der Gegend auch etwas zurückgeben.

  63. Steven

    Ich bin für einen IKEA in Altona. Der Beton Klotz kann ruhig weg!
    Mehr Besucher = mehr Umsatz = mehr Arbeitsplätze

  64. Marijan

    Dazu fällt mir gerade ein, daß bei mir in den Schubkästen noch mindestens 2 kg Imbusschlüssel rumfliegen!!! ahhhh

  65. Coolomat

    Seit 1991 wohne ich in Ottensen, die Große Bergstrasse ist mit seit Mitte der 70er
    bekannt. Ich bin zwar kein Ikea Freund (ganz im Gegenteil, was ich von den Produkten halte sage ich lieber nicht öffentlich), allerdings birgt das Kommen von Ikea ein enormes Chancenpotential. Ladeninhaber, die Ihre Strasse jahrelang haben verkommen sehen (99 Pfennig Läden & Assis) können nun auf ein etwas zahlungswilligeres Publikum hoffen. Den selbsternannten “Künstlern”, welche sich in den Räumen des Frappants angesiedelt haben sei gesagt: Sucht Euch einen anständigen Job!

  66. Friedemensch

    Ich finde Ikea ist eine große Chance für Altona. Es gibt immer einige, die gegen alles Neue sein müssen oder Politiker, die sich im Widerstand gegen solche Projekte profilieren wollen. Natürlich muss ein schlüssiges Verkehrskonzept her, aber Einkaufszentren gehören in die Stadt und nicht auf die Grüne Wiese. Das Frappant-Gebäude ist ein hässliches Bauwerk, für dessen Erhaltung man sich nicht stark machen sollte. Die dort befindlichen Künstler werden ein schöneres Atelier woanders in der Stadt finden.

    • Robert Krause

      Hallo Friendensmensch,

      unser Bürgerbegehren richtet sich gegen Ikea – nicht für den Erhalt des Frappants.

      Ikea ist kein Einkaufszentrum, sonder ein Möbelabholmarkt und die gehören nicht in die Innenstadt sonst sieht es hier bals aus wie auf der Möbelmeile Halstenbek
      Das hier was passieren muss ist doch jedem klar.

      Wenn Du erschwingliche Ateliers für die Künstler kennst dann meld dich doch einfach mal bei denen.

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