Hamburg (erstepresse). Vom 24. September bis zum 3. Oktober 2009 werden in Hamburg wieder Filme aus aller Welt gezeigt. Die Premieren aus Deutschland, Europa und  der Welt werden mit Spannung erwartet. Bislang wurden 142 Filme aus 42 Ländern bestätigt.

Filmfest Hamburg
In Hamburg wird demnächst wieder der rote Teppich ausgerollt, wenn das 17. Filmfest Hamburg startet. Foto: Filmfest Hamburg

Bekannte Namen, aber auch ungewöhnliche Entdeckungen präsentieren sich auf dem internationalen Filmfest Hamburg, das sich durch sein breites Spektrum aus anspruchsvollem Film und internationalem Glamour auszeichnet. Darunter finden sich Namen wie die US-amerikanische Regie-Ikone Woody Allen und die chinesische Locarno-Gewinnerin Xiaolu Guo. Nach Bekanntgabe der Filmauswahl von Neuseeland Deluxe, dem jungen Kino aus der Türkei und dem Fokus „Pulsierende Metropolen“ veröffentlichte das 17. Filmfest Hamburg nun noch weitere Programmhighlights.

Filmfest-Leiter Albert Wiederspiel freut sich, „in diesem Jahr so viele Vorstellungen wie nie zuvor zeigen zu können.“ Neben der starken Präsenz weiblicher Regisseure sei diesmal auch eine inhaltliche Tendenz zu beobachten. Programmchefin Kohlstedde berichtet uns, „viele Geschichten erzählen sehr persönliche, individuelle Schicksale aus verschiedensten Mikrokosmen. Dabei sind die Filme ganz nahe an ihren Figuren und zeichnen sich durch eine hohe Intimität aus.“

Hier nun ein kleiner Ausblick auf das diesjährige Programm des Hamburger Filmfestes. Zu Zeit sind 142 Filme aus 42 Ländern akkreditiert:

Once Upon a Time
Once Upon a Time

Agenda 09
Die diesjährige Locarno-Gewinnerin Xiaolu Guo ist mit gleich zwei ihrer Filme vertreten. Die Doku „Once Upon a Time Proletarian – 12 Tales of a Country“ (China) ist eine in zwölf Kapiteln erzählte, subjektive Analyse des heutigen Chinas. Mit dunkler Poesie zeigt der Film scheinbar triviale Begebenheiten, verzweifelte Seelen, einsame Jugendliche und wirft einen ungeschönten, kritischen Blick auf ein Land im Umbruch und eine junge Generation mit ungewisser Zukunft. Guos zweiter Film, der in der Sektion Nordlichter läuft, ist die mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnete Hamburger Koproduktion „She, a Chinese“ (Deutschland, Großbritannien, Frankreich).

Max Manus
Max Manus

eurovisuell
Der Zweite-Weltkrieg-Action-Film „Max Manus“ (Norwegen/Dänemark/Deutschland) von Joachim Rønning und Espen Sandberg folgt dem titelgebenden norwegischen Widerstandskämpfer vom Ausbruch des zweiten Weltkriegs bis zum Sommer 1945. Der zweite Spielfilm der als „Roenberg“ bekannten erfolgreichen Werbefilmer ist nicht nur die teuerste norwegische Filmproduktion aller Zeiten, sondern auch die erfolgreichste: über eine Million Zuschauer sahen den Film innerhalb von sechs Wochen.

Coco Chanel
Coco Chanel & Igor Strawinsky

Voilà!
In „Coco Chanel & Igor Strawinsky“ (Frankreich/Japan) entführt Jan Kounen auf der Basis von Chris Greenhalghs Buch „Coco & Igor“ in das Paris der 10er und 20er Jahre. Mit aufwändiger Ausstattung und einem grandiosen Soundtrack erzählt er von der leidenschaftlichen Affäre zweier kreativer Giganten, der Modeschöpferin Coco Chanel und dem verheirateten russischen Komponisten Igor Strawinsky.

Tourists
Tourists

Vitrina
Eine kaputte Beziehung, ein abgehalftertes Pop-Idol, ein skandinavischer Tourist und eine ganze Sammlung von Insekten sind die Ingredienzien von „Tourists“ (Chile), der bereits auf den Festivals von Los Angeles und Rotterdam mit großem Erfolg lief. Alicia Schersons zweiter Spielfilm erzählt leichthändig und dennoch tiefgründig von emotionalen Desastern und davon, dass wir im Leben letzten Endes vor allem eines sind: Touristen.

Soul Kitchen
Soul Kitchen, der neue Streifen von Fatih Akin.

Nordlichter
Neben Fatih Akins „Soul Kitchen“, Xiaolu Guos „She, a Chinese“, indem der lange Weg einer lebensgierigen, jungen Frau aus einem chinesischen Dorf in den Westen nachgezeichnet wird, ist auch „Eyes Wide Open“ (Israel/Deutschland/Frankreich) von Haim Tabakman in der Sektion für Filme aus Hamburg und Schleswig Holstein zu sehen. Das zurückhaltende, intensive Drama nähert sich einem absoluten Tabuthema, der homosexuellen Liebe in der orthodoxen Glaubensgemeinschaft Jerusalems: Als der tief religiöse Metzger Aaron, Familienvater und angesehenes Mitglied der Gemeinde, sich in einen Mann verliebt, gerät er unter ungeheuren gesellschaftlichen Druck und muss sich zwischen seiner Liebe und seinem Glauben entscheiden.

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