Die öffentliche Anhörung dient dazu, Fragen der Bürgerinnen und Bürger zum geplanten IKEA in der Großen Bergstraße aufzunehmen.
Die öffentliche Anhörung dient dazu, Fragen der Bürgerinnen und Bürger zum geplanten IKEA in der Großen Bergstraße aufzunehmen.

Hamburg/Altona (erstepresse). Der Sonderausschuss IKEA der Bezirksversammlung Altona veranstaltet eine öffentliche Anhörung in der Aula der Louise Schroeder Schule. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind vom Bezirk herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen.

Die Geschäftsführung von IKEA ist bei diesem Termin anwesend und will sich den Fragen der Einwohner des Stadtteils stellen, aber auch aktuelle Planungen vorstellen.

Zuletzt berichtete altona.INFO über die Gründung der beiden Bürgerbegehren Pro und Contra IKEA in Altona. Einen heftigen argumentativen Schlagabtausch liefern sich indes unsere Leserinnen und Leser in unserem Diskussionforum zu IKEA Altona.

Statements aus Poltik und Verwaltung sind klar: IKEA soll kommen. „Man nehme die Interessen der Bürgerinnen und Bürger sehr, sehr ernst“, beteuerte IKEA unserer Redaktion mehrfach. Doch noch ist das Verfahren offen. Eine Rücktrittsfrist bis Dezember 2009 hat der Verkäufer des Frappant-Gebäudes, die Hypo Real Estate, dem schwedischen Möbelhaus aus Hofheim-Wallau eingeräumt. Auf Anfragen der Redaktion, ob man in Betracht ziehe den Termin nach hinten zu verschieben, durfte uns der Pressesprecher der HRE leider keine Auskunft erteilen.

Ikea in Altona ...

  • ... ist willkommen! Freue mich drauf. (49%, 562 Stimmen)
  • ... soll Altona fernbleiben - brauchen wir nicht. (48%, 550 Stimmen)
  • ... ist mir egal. Interessiert mich nicht. (3%, 32 Stimmen)

Gesamt Stimmen: 1.144

Der Hase liegt im Pfeffer und alle, insbesondere auf Seiten der Bezirksverwaltung, sind nach Insiderinformationen äußerst angespannt. Denn sollte das Bürgerbegehren „Contra Ikea“ das sogenannte „Moratorium“ für das Begehren schaffen, wäre die Verwaltung des Bezirkes gezwungen, einen dreimonatigen Planungsstopp einzuhalten. Die Rücktrittsfrist käme in diesem Fall für IKEA vor den abschließenden Planungen und damit sehr früh. Ob IKEA dann die Reißleine zieht, ist unklar. Politiker, wie zuletzt der Bundestagsabgeordnete Marcus Weinberg (CDU), betrachten IKEA als „letzte Ausfahrt“ für die Große Bergstraße. Und auch der Bezirksabgeordnete  Marc Classen (SPD) verurteilte das Bürgerbegehren Contra IKEA in Altona als „scheinheilige Eselei“, machte zugleich auch auf die Planungsgefahren durch einen ersten Erfolg des Bürgerbegehrens aufmerksam. Auch die Fraktionen der GAL und die FDP sprachen sich klar für das Verfahren aus. Kurz nach dem ersten Bürgerbegehren startete auch der Einzelhandel in der Großen Bergstraße das Begehren „Pro IKEA“ und stärkte dem Investor damit demonstrativ den Rücken.

Die Redaktion von altona.INFO berichtet tagesaktuell und umfangreich in einem Dossier zu dem geplanten Neubau von IKEA in der Großen Bergstraße.

Der Termin zu Bürgerdiskussion:
Ort: Aula der Louise Schroeder Schule, Thedestraße 100, 19.30 Uhr

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