Buecherhalle-Iserbrook-Altona

Altona/Iserbrook (erstepresse). Die Bezirksversammlung Altona ist einstimmig dem Bürgerbegehren „Erhalt einer Bücherhalle Iserbrook“ beigetreten. Dazu Wolfgang Kaeser, Mitglied im Fraktionsvorstand der SPD: „Ich freue mich ganz besonders, dass nun, wenn auch sehr spät, sich die CDU und die GAL zum Erhalt der Bücherhalle in Iserbrook bekannt haben und dem Bürgerentscheid beigetreten sind.

Es bleibe abzuwarten, ob dieser Schritt aus Einsicht getan wurde oder nur reine Parteitaktik ist. Die SPD hatte den Vertrauensleuten des Bürgerbegehrens schon im Vorfeld der Bezirksversammlung versprochen, dem Bürgerbegehren beizutreten, so Kaeser. Die Bürgerinitiative zum Erhalt der Bücherhalle in Iserbrook war mit ihrem Bürgerbegehren erfolgreich und hatte mit weit über 7000 Unterschriften die Stufe des Bürgerentscheids erreicht. Der einstimmige Beschluss der Bezirksversammlung Altona tritt nun gleichwertig anstelle des Bürgerentscheids – das heißt de facto, dass die Bürgerinnen und Bürger Altonas die Bücherhalle in Iserbrook erhalten wollen. Nach Ansicht von Kaeser zu Recht: „Die derzeitige Bildungsdiskussion verlangt über die schulische Bildung hinaus dringend ergänzende Bildungsangebote. Diesem Anspruch kommen traditionell in Hamburg insbesondere öffentliche  Bücherhallen nach. Dafür ist ein dezentrales Angebot zwingend erforderlich.“

Die Iserbrooker Bücherhalle mit ihrer vergleichsweise sehr großen Leserschaft entspreche genau dieser Forderung eines dezentralen Angebots. Durch ihren Erhalt werden für die Iserbrooker und Sülldorfer Bevölkerung unzumutbar lange Wege und Fahrkosten vermieden. Die SPD-Fraktion wolle mit dem Beitritt in das Bürgerbegehren erreichen, dass durch den Erhalt der Iserbrooker Bücherhalle auch weiterhin ein Angebot, insbesondere von den hier lebenden jungen Familien und den älteren Mitbürgern, genutzt werden kann. „Kurze Wege für kurze Beine ist die notwendige Forderung“, spitzt Kaeser zu. Nicht zuletzt sei auch die „Ankerfunktion“ für die ansässigen Geschäftsleute wichtig und jede Bücherhalle sei auch ein ortsnaher Bürgertreff.

Jetzt gehe es darum, dass die Fraktionen in der Bezirksversammlung vor dem Hintergrund des Bürgerwillens der Altonaer Bevölkerung „Pro Erhalt Bücherhalle Iserbrook“ gemeinsam verhindern, dass der 17. Oktober 2009 nicht, wie von Kulturbehörde und der Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhalle beschlossen wurde, zum „Todestag“ der Iserbrooker Bücherhalle wird. Gemeinsam mit den anderen Fraktionen der Bezirksversammlung Altona müsse die SPD-Fraktion der Kultursenatorin, Karin von Welck, und der Leiterin der Hamburger Öffentliche Bücherhallen (HÖB), Hella Schwemer-Martienßen, Druck machen, um diese unverzichtbare Bildungseinrichtung zu retten. „Die SPD-Fraktion wird dies tun – ohne Wenn und Aber!“, verspricht Kaeser.

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