Hamburg (erstepresse). Die Handelskammer Hamburg fordert den Senat der Freien und Hansestadt auf, gemeinsam mit der Universität Hamburg sowohl den Verbleib des Uni-Standortes in Eimsbüttel als auch den Umzug eines Großteils der Uni-Gebäude auf die Flächen des heutigen Großmarktes im Bereich Klostertor intensiv zu prüfen. Die Verlagerung der Universität auf den Kleinen Grasbrook muss dagegen aufgegeben werden, weil dieser nach diversen Standortkriterien deutlich schlechter abschneidet und für den Universalhafen unverzichtbar ist.

Mit der Vorstellung der Ergebnisse ihrer eigenen Untersuchung zur baulichen Entwicklung der Universität zeigt die Vertretung der Hamburger Wirtschaft auf, wie im Rahmen der Standortfrage die Chancen für die Universitäts-, Hafen-, und Stadtentwicklung optimiert werden können. Präses Frank Horch sagte: “Die Hamburger Wirtschaft hat ihr existenzielles Interesse an einer herausragenden Universität in unserer Stadt seit ihrer Gründung nicht nur mit zahlreichen Anregungen und Angeboten der Zusammenarbeit unterstrichen, sondern immer auch mit tatkräftiger, ja zählbarer Unterstützung unterlegt.” In der bisherigen Debatte um die Exzellenz der Universität hätten nicht alle Akteure immer glücklich und richtig agiert. Es sei unglücklich gewesen, zunächst eine Bauplanung vorzulegen und erst ein halbes Jahr später mit einer inhaltlichen Vorstellung in Form eines Struktur- und Entwicklungsplanes aufzuwarten. Fragen der Hafen- und Stadtentwicklung seien ins Spiel gebracht worden, ohne solide ausgearbeitet zu sein. Die Vorschläge der Handelskammer würden dies nachholen, so Präses Horch weiter.

Der mögliche Standort Klostertor. Foto: Handelskammer Hamburg/Maack
Das Gelände des Großmarktes und des ehemaligen Huckepackbahnhofes im Bereich Klostertor/Rothenburgsort sei wesentlich attraktiver als der insulare Standort Kleiner Grasbrook, so Handelskammer Hauptgeschäftsführer Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz. Der an Hamm-Süd angrenzende, am Eingang der City liegende Standort Klostertor eröffne technologiepolitisch neue Chancen, in Aachen und Baden-Württemberg längst realisierte Konzepte von Technologieparks zu entwickeln, während er den “Sprung nach Süden” im gleichen Maße unterstütze.













