Hamburg (erstepresse). Wirtschaftsexperten des Kieler „ifw“ sowie des „HWWI“ erwarten für Deutschland 2010 wieder ein leichtes Ansteigen des Bruttoinlandsproduktes. Während das „ifw“ im Bund erst gegen Jahresende 2010 voraussagt, dass sich die Konjunktur wieder von allein trägt, prognostiziert das HWWI diese Wende für Hamburg bereits zur Jahresmitte.

Für die Hansestadt wiesen die Experten auf die überraschend robuste Arbeitsmarktsituation in Hamburg im Vergleich zum Bund hin. Dennoch werde infolge nachlaufender Effekte auch in der Hansestadt mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit gerechnet. Auf dem zweiten Zusammentreffen des Konjunkturbeirates sei  zugleich deutlich geworden, dass die „Hamburger Konjunkturoffensive 2009/2010“ sowie das Konjunkturprogramm II des Bundes sich 2010 monetär am stärksten auswirken.

Wirtschaftssenator Axel Gedaschko: „So wird passgenau die sich langsam abzeichnende konjunkturelle Erholung gestützt. Öffentliche Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle werden jetzt dafür sorgen, dass die Hamburger Konjunktur auf diese Weise Schwung bekommt. Der Hamburger Senat wird trotz aller Sparvorgaben nicht bei den geplanten Investitionen kürzen oder streichen. In der Hansestadt steht der Einzelhandel aktuell überdurchschnittlich gut da und auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist besser als im Bund. Das macht Mut für das nächste Jahr. Klar ist auch: Die Risiken der vor einem Jahr als Finanzkrise gestarteten weltweiten Wirtschaftskrise sind noch nicht komplett ausgestanden. Vor allem im Bankensektor wird sich 2010 die Frage der möglichen Regulierung der Institute stellen.“

KOMMENTAR / LESERBRIEF

Antwort hinterlassen