SPD kritisiert Fusion der Polizeikommissariate von Osdorf und Stellingen

Hamburg/Altona. Der Senat plant, das Polizeikommissariat (PK) 26 in Osdorf mit dem PK 27 in Stellingen zu einer Riesenwache zusammenzulegen.

Uwe Grund und Anne Krischok, die beiden SPD-Bürgerschaftsabgeordneten für den Hamburger Westen kritisieren diese Maßnahme aufs Schärfste.  “Ich befürchte, dass der Senat damit weiteres Personal abbauen wird”, sagt Uwe Grund. “In den vergangenen Jahren sind mehrfach benachbarte Polizeikommissariate  in Hamburg zusammengelegt worden. Fast immer ist dadurch die Präsenz der Beamten im Stadtteil dramatisch zurückgegangen.”

Anne Krischok bemerkt zu der drohenden Zusammenlegung: “Die Fusion wäre ein Offenbarungseid der Innenbehörde. Im Wahlkampf 2001 hatte Ole von Beust versprochen, dass jeder  Stadtteil seine eigene Polizeiwache bekommen werde. Davon sind wir weiter entfernt als je zuvor.” Die Fusion der beiden Kommissariate würde die Polizeipräsenz im Hamburger Westen weiter reduzieren. Seit Anfang des Jahres ist die Zahl der Stunden von Polizisten, die im Stadtteil Streifendienst tun, bereits um 20 Prozent gesunken. Zudem will die Innenbehörde die Dienstgruppe Präsenz streichen, was eine weitere Reduzierung der Beamten vor Ort um rund 18 Prozent befürchten lässt. Anne Krischok: “Insbesondere vor dem Hintergrund der Serien von Brandstiftungen wäre die Fusion der Polizeikommissariate bereits die dritte Hiobsbotschaft für die Sicherheit in unseren Stadtteilen.” Uwe Grund ergänzt: “In den Polizeidienststellen herrscht heute schon starker Personalnotstand. Die Beamten können schon jetzt die anstehende Arbeit kaum noch bewältigen. Die neuesten Sparpläne des Senats bedrohen massiv die Sicherheit in unseren Stadtteilen.”

Kurz-URL: http://www.altona.info/?p=9512

geschrieben von bei Nov 6 2009. abgelegt unter Politik, SPD, Verwaltung. Antworten verfolgen RSS 2.0. Zum Ende gehen und eine Reaktion schreiben.

Reaktion

Bitte unterstützen Sie unsere redaktionelle Arbeit.

Leserspende ALTONA.INFO



TOP-Partner