Hamburg/Altona. Wann könnte die Stadtbahn wieder im Hamburger Westen fahren – und was kostet dieses Projekt eigentlich? Diese und viele andere Fragen standen am 29. Oktober auf der Tagesordnung des Stadtentwicklungsausschuss, in dem die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok Mitglied ist.

Stadtbahnlinie-Bramfeld-Altona

An diesem Tage stellte die Hamburger Hochbahn ihre Planungen zum Streckenabschnitt von Bramfeld bis Altona vor.
Unbestritten sei zwischen allen Parteien die Sinnhaftigkeit von deren Einführung. Umstritten sei jedoch im Ausschuss die Frage der Kosten geblieben: Diese könnten laut Aussage von Senatorin Hajduk noch nicht seriös geschätzt werden – daher erbete der Senat eine grundsätzliche Zustimmung zur Einführung der Stadtbahn, um Rechtssicherheit bei künftigen Planungen und etwaigen Gerichtsauseinandersetzungen zu erhalten.  „Grundsätzlich wollen wir die Stadtbahn, jedoch können wir als Opposition dem Senat doch keine Blankovollmacht ausstellen, sondern hätten schon gerne gewusst, welche Kosten auf Hamburg grob zukommen werden“ erläutert Anne Krischok die Bedenken der SPD-Bürgerschaftsfraktion. „Aus diesem Grunde haben wir uns im Ausschuss enthalten“ führt die Abgeordnete aus.

Wie die Stadtbahn nach der Fertigstellung der Strecke zwischen Bramfeld und Altona weiter ausgebaut wird, werde sich erst mit der Fertigstellung der Verbindung nach Altona entscheiden. Erst dann soll nach Schwarz-Grünem Beschluss debattiert werden, welche Optionen des Zielnetzes verwirklicht werden sollen.

Dazu zählen
1.) die Weiterführung nach Lurup und Osdorf (vielleicht bis Schenefeld), 2.) die Verlängerung nach Rahlstedt, 3.) eine neue Linie vom Hauptbahnhof bis Niendorf oder 4.) eine neue Linie von Steilshoop bis zum Hauptbahnhof. Was wichtig zu beachten ist: Diese 4 Linienentwürfe sind lediglich unverbindliche „Planungskorridore“ – und noch keine endgültigen festgelegten Strecken.

Bezüglich der internen Beratungen über Einsparungen sei von den Senatsvertretern nicht ausgeführt worden, ob – und wenn ja, wie – die Stadtbahn hiervon betroffen sein könnte. „Lassen wir uns überraschen“ führt Anne Krischok aus.

1 KOMMENTAR / LESERBRIEF

  1. Vorausschauend könnte es schlau sein darüber nachzudenken, ob nicht die Anbindung des neuen Fernbahnhofes am Diebsteich prioritär zu betrachten wäre. Von dort könnten die Arenen und dann Osdorf viel einfacher angebunden werden. Und die Straßenbahn könnte das neu entstehende Güterbahnhofs-Viertel an den öffentlichen Nahverkehr anbinden und durch dieses zum (jetzigen) alten Altonaer Bahnhof geführt werden.

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