Hamburg (erstepresse). Angesichts des massiven Drucks der schwedischen Regierung auf Vattenfall-Konzernchef Lars Göran Josefsson fordert der BUND Hamburg einen grundsätzlichen Wandel in der Konzernstrategie Vattenfalls.

„Es reicht nicht, den Konzernchef zu demontieren, um „šverlorenes Vertrauen“™ in Deutschland wieder herzustellen. Wenn Vattenfall tatsächlich seinen Ruf wieder aufmöbeln will, muss der Konzern ein zukunftsfähiges Energiekonzept vorstellen – ohne Kohle und Atom und auf einer schnell wachsenden Basis erneuerbarer Energien“, fordert Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg. Dazu gehöre die endgültige Abschaltung der Skandal-Reaktoren Krümmel und Brunsbüttel ebenso wie der Verzicht auf das klima- und umweltschädliche Kohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg. Vor allem müsse die milliardenschwere Klage Vattenfalls gegen die Stadt – und damit zu Lasten der Hamburger Steuerzahler – vor dem Schiedsgericht der Weltbank zurückgezogen werden.

Setzen Sie auf Strom aus erneuerbaren Energien?

Ergebnis

Der BUND sehe derzeit außer der Kritik an Joseffson und einer Imagekampagne allerdings keine ernsthaften Absichten Vattenfalls für eine neue Firmenphilosophie. Bereits im Februar habe Schwedens Regierung den vor 30 Jahren per Volksentscheid getroffenen Beschluss zum Atomausstieg gekippt und Vattenfall prüfe bereits den Bau für neue Kernkraftwerke im Land.

Der BUND fordere deshalb alle Hamburger Bürgerinnen und Bürger auf, zum stadteigenen Ökostrom-Lieferanten Hamburg Energie oder zu anderen vertrauenswürdigen Anbietern für alternativen Strom zu wechseln. Gleichzeitig entlarve der Umweltverband die „aktuelle Anzeigenkampagne Vattenfalls, in welcher der Konzern mit zum Teil irreführenden Aussagen für sein Angebot“ werbe und „gezielt auf Verwechslung mit dem städtischen Versorger Hamburg Energie“ setze. Mit verfälschten Vattenfall-Anzeigen auf seiner Internetseite zeige der BUND deutlich auf, „dass die Stromerzeugung von Vattenfall besonders klimaschädlich und gefährlich“ sei und außerdem „die nachfolgenden Generationen „tonnenweise“ mit Atommüll“ belaste.

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