BUND: Elbvertiefung ist keine Lösung » Hamburg, Rotterdam, Bund, Hafen, Jahren, Lage, Hafenwirtschaft, Fehleinschätzungen, Mängel, Elbvertiefung » altona.INFO
Rss Feed
Tweeter button
Facebook button
Delicious button
Digg button
Stumbleupon button
Youtube button

BUND: Elbvertiefung ist keine Lösung

Verfasst von Simone Wendorff am Donnerstag, 12. November 2009 abgelegt in Hamburg, Norddeutschland, Politik Wirtschaft Gesellschaft, Wirtschaft. Alle Antworten zu diesem Beitrag verfolgen RSS 2.0. Zum Ende des Beitrages und Feedback hinterlassen.

Hamburg (erstepresse). Die erneute Forderung der Hafenwirtschaft nach einer Vertiefung der Tideelbe stößt auf deutliche Kritik der norddeutschen Landesverbände des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

hafen-hamburg

Anstatt die Wachstumsdelle für zukunftsfähige Konzepte zu nutzen und eine insbesondere tiefgangsbezogene Arbeitsteilung der norddeutschen Häfen zu organisieren, würden von der Hafenwirtschaft überholte Wachstumsparolen ausgerufen. Nach Einschätzung des BUND sei es ohnehin unmäßig, sich mit dem Hafen von Rotterdam zu messen. „Wer die Ausbaudimensionen von Rotterdam kennt, muss einsehen, dass Hamburg Rotterdam nicht übertrumpfen kann. Der Ausbau von Maasvlakte II mit ca. 1000 ha zusätzlicher Fläche zeigt, dass Hamburg aufgrund seiner Lage und des Zuschnitts des Hafens nichts Vergleichbares entwickeln kann. Es ist an der Zeit, dies zu erkennen und eine ökologisch und ökonomisch tragfähige Perspektive für den Hamburger Hafen aufzubauen“, so Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg.

Die momentane Wirtschaftskrise zeige, dass Hamburgs Lage weit im Binnenland dazu führt, dass der so genannte Transshipmentverkehr schneller und kostengünstiger über seewärtige Standorte wie Rotterdam – oder demnächst über den JadeWeserPort in Wilhelmshaven – abgewickelt werden. Nicht die Tiefgangsrestriktionen auf der Elbe seien das entscheidende Hemmnis, sondern der über 200 Kilometer lange Umweg (hin und zurück) über Hamburg für Verkehre in den baltischen Raum.

Die realen Tiefgänge der Containerschiffe zeigten, dass sogar die heute bestehenden Fahrwassertiefen i. d. R. nicht ausgenutzt werden. Einlaufend sei ein Tiefgang von bis zu 15,10 m auf der Hochwasserwelle möglich, bislang habe nur ein einziges Containerschiff in den letzten Jahren diesen Spielraum ausgeschöpft. Die Rentabilität eines solchen Vorhalteprojekts sei ökonomisch absurd und ökologisch katastrophal.

Fakt sei zudem, dass das Verfahren zur geplanten Elbvertiefung seit fast drei Jahren wegen eklatanter Mängel und Fehleinschätzungen in der Sackgasse steckt. Unabhängige Experten hielten das Projekt nicht mit den Vorgaben des Europäischen Naturschutzes vereinbar. Auch die Kosten für die Unterhaltungsbaggerung liefen aufgrund der ständigen Eingriffe in den Fluss völlig aus dem Ruder und die künftige Finanzierung der HPA scheint unklar.

„Wir sehen hier insbesondere die GAL in Hamburg in der Pflicht, für eine kritische Überprüfung des mehr als 400 Millionen teuren Schildbürgerstreichs zu sorgen. Laut Koalitionsvertrag sind sich die Regierungsparteien uneinig über die „Sinnhaftigkeit“ des Projektes. Bessere Argumente als die realen Entwicklungen im Zuge der Weltwirtschaftskrise wird es nicht mehr geben“, so die BUND-Landesverbände Hamburg, Kiel und Niedersachsen.

Kommentar / Ergänzung / Leserbrief

Artikel als E-Mail weiterleiten
Werbepartner

Umfrage

Sind Sie für den Bau der Moorburgtrasse?

Ergebnis

Umfrage

Die gefühlen Preise für Wohnraum in Altona ...

Ergebnis

Eindrücke aus Altona

Publikum der IKEA-Bürgeranhörung Vorbehaltsgebiet_A7Deckel_Altona-bahnhof_altona OTTO LINNE PREIS Lageplan Ankauf Kupgisch Lageplan zur IKEA-Filiale Bild des ermordeten Taxifahrers Peter Lüchow Vorstudie_ASTOC-Bahnhof_Altona_2010 Besucherandrang an den IKEA-Kassen Rainvilleterrasse 1. Preis – OTTO LINNE PREIS Neumühlen Altona