Hamburg (erstepresse). Laut Angaben von NDR Info gerate die HSH Nordbank im Zusammenhang mit der Zahlung von 45 Millionen Dollar an die US-Investmentbank Goldman Sachs erneut in Erklärungsnot.

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HSH Nordbank erneut in Erklärungsnot. Foto: HSH

Nach Informationen von NDR Info und der Süddeutschen Zeitung belegen neue Dokumente, dass Goldman Sachs aus einem Geschäft mit Kreditversicherungen rechtlich keinerlei Ansprüche mehr gegen die HSH Nordbank hätte. In einem internen Papier der Landesbank heiße es: „Es ist klar, dass Goldman Sachs vor einem englischen Gericht keine Chance haben wird.“ Anfang November 2008 habe die HSH Nordbank dennoch 45 Millionen Dollar an Goldman Sachs gezahlt.

Bisher hätte die HSH Nordbank stets erklärt, die Rechtslage sei unklar gewesen. Die Landesbank habe einen Rechtsstreit vor einem britischen Gericht gefürchtet. Bis zur endgültigen juristischen Klärung hätten Marktgerüchte der HSH schweren Schaden zufügen können.

Hintergrund seien Geschäfte mit Kreditversicherungen, die Goldman bei der HSH Nordbank abgeschlossen hatte. Nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers hätte die Landesbank eigentlich die Versicherungssumme auszahlen müssen. Goldman Sachs habe aber eine international bindende Frist verpasst, um die Ansprüche geltend zu machen.

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