Hamburg/Altona. Das Ende Februar 2009 eröffnete Festland-Bad in Altona sei ein voller Erfolg. Das ginge aus der Antwort des Senates auf eine Große Anfrage der Altonaer Bürgerschaftsabgeordneten Robert Heinemann, Hans-Detlef Roock und Hanna Gienow hervor.

FestlandKinder_Altona

Bereits ohne das erst im August gestartete Schulschwimmen seien im ersten Halbjahr 190.000 Besucher in das neue Bad gekommen- und damit fast so viele, wie das geschlossene Bismarck-Bad zuvor im ganzen Jahr erreichte. 44 Prozent der Besucher seien dabei Kinder und Familien gewesen, im Bismarck-Bad waren es zuletzt nur 20 Prozent. Für erwachsene Gäste sei das Frühschwimmangebot des Festland-Bades besonders interessant, welches im ersten Halbjahr von rund 8.000 Schwimmern genutzt worden sei. Das Bismarck-Bad hatte in den letzten Jahren kein Frühschwimmen mehr angeboten. Heinemann: „Mich freut besonders, dass das neue Bad nicht nur offenbar sehr gut angenommen wird, sondern dass es auch in Sachen Nachhaltigkeit neue Standards setzt. Trotz einer Verdreifachung der Wasserfläche konnte der Wasserverbrauch um ein Drittel gesenkt werden, der Verbrauch an Heizenergie ist um ein Viertel niedriger.“

Dafür wurden nach Angaben des Senates u.a. folgende Maßnahmen getroffen:

– Ein Füllwassermanagementsystem sorgt dafür, dass die Füllwassermenge stets an das Besuchsaufkommen angeglichen wird.
– Es sind wassersparende Duschen mit elektronischer Zeitbegrenzung installiert worden.
– Um den Frischwasserverbrauch bei der Wasseraufbereitung zu senken, sind Pulveraktivkohleanlagen installiert worden.
– Die installierten Kreuzstromwärmetauscher zählen zu den gegenwärtig effizientesten Wärmerückgewinnungsanlagen.
– Die gesamte Gebäudetechnik ist an ein Gebäudeleitsystem angeschlossen, durch das die Anlagen optimal aufeinander abgestimmt werden.

Der Bau des Festland-Bades für insgesamt 18,9 Millionen Euro sei zugleich auch eine Initialzündung für das ganze Stadtquartier gewesen. Auf dem im Südwesten angrenzenden Gelände entstand die neue Grundschule Louise Schroeder Schule (vormals Schule Chemnitzstraße) mit Sporthalle und Hort. Auf dem alten Schulgelände an der Chemnitzstraße werden 160 familiengerechte Wohnungen gebaut.

Darüber hinaus sei das Grundstück des ehemaligen Bismarck-Bades am Altonaer Bahnhof deutlich aufgewertet worden und bilde heute einen attraktiven Eingang in die Ottensener Hauptstraße. Heinemann: „Ich habe selber im Bismarck-Bad schwimmen gelernt und dem Bad daher ein wenig nachgetrauert. Die Entwicklung an beiden Standorten zeigt aber, dass die Entscheidung für den Ersatz des Bismarck-Bades durch das Festland absolut richtig war. Wie ich nicht nur aus den Zahlen, sondern auch aus eigener Erfahrung weiß, ist es gerade für Familien mit Kindern eine riesige Attraktion.“

Heinemann, Roock und der CDU-Bezirksfraktionsvorsitzende Uwe Szczesny hatten sich in der letzten Legislaturperiode gemeinsam dafür eingesetzt, dass das Festland an seinem heutigen Standort realisiert werden konnte.

1 KOMMENTAR / LESERBRIEF

  1. Es wäre noch viel besser, wenn das alte System der 10-er Karte noch gelten würde.
    Ich glaube nicht, dass die Bäderland AG mit der neuen Preis-Ticket Strategie
    mehr Besucher erhält.
    Wir vermissen sehr die Möglichkeit, als Geschenk eine 10-er Karte zu erwerben,
    so dass der Beschenkte dann ohne Zusatzzahlung ins Schwimmbad kommt.
    Schade, schade!!

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