Hamburg / Altona (erstepresse). Ab heute können interessierte Bürgerinnen und Bürger auf altona.INFO in ein Onlineforum rund um das Projekt IKEA in Hamburg-Altona gelangen. „Wir möchten damit die Diskussion unterstützen und Fragen oder Anregungen der Menschen vor Ort gerne in unseren internen Diskussionsprozess aufnehmen“, sagt Armin Michaely, Expansionschef von IKEA Deutschland.

Die Maßnahme des Online-Bürgerforums sei als eine von mehreren Maßnahmen der Bürgerbeteiligung geplant, berichtet Simone Settergren von IKEA Deutschland. IKEA setze ansonsten auf Zurückhaltung in der Phase vor dem Bürgerentscheid am 19. Januar 2010. Nach eigenen Angaben möchte man das Ergebnis des Bürgervotums akzeptieren und nur nach Altona kommen, wenn eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung für das Projekt stimmt.

Protest gegen die Ansiedlung von IKEA gibt es derweilen genügend. Die Initiative „Kein Ikea in Altona“ und auch das Bürgerbegehren „Contra Ikea“ werben mit einem per Postsendung verbreiteten Flyer im IKEA-Design gegen die Ansiedlung des City-IKEA und hängen Plakate in der Stadt.

Viele Bürgerinnen und Bürger kritisierten im Vorwege die stark-werbliche Forumulierung in den Wahlunterlagen. Im Originalton lautet sie: „Sind Sie dafür, dass in Altona – Altstadt ein IKEA Möbelhaus gebaut wird und der Stadtteil dadurch nachhaltig belebt und attraktiver wird?“ Diese Formulierung entstammt dem bereits vor Monaten gestartetem Bürgerbegehren Pro-IKEA und musste auch in dieser Form übernommen werden. Derweilen zeichnet sich eine erfreulich hohe Wahlbeteiligung ab. „Zum heutigen Zeitpunkt sind bereits knapp 30.000 Wahlumschläge bei uns eingegangen“, berichtet Kerstin Godenschwege von der Bezirksverwaltung Altona.

Nach einem positiven Bürgerentscheid würde die Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern in Altona weiter vorangetrieben werden, verspricht IKEA. Zum einen solle dies über das Onlineforum passieren, zum anderen mit Hilfe von Ideen-Workshops in kleinerem Kreis, an dem sowohl Befürworter als auch Gegner teilnehmen würden.

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