Altona / Ottensen (erstepresse). Die Motte e.V. lädt zum Neujahrempfang, die lokale Prominenz folgt auf dem Fuße. Geschäftsführer Michael Wendt erinnert an das zurückliegende Jahr und gibt einen Ausblick auf kommende Zeiten. Das tut auch Bezirksamtsleiter Jürgen Warmke-Rose in seiner kurzen Rede und bereitet die versammelten Kulturschaffenden auf härtere Zeiten und Einschnitte vor.

Nun, so tragisch ist das alles nicht. Die Stimmung ist gut. Altona – das wiederholt auch Warmke-Rose –  das ist eine sehr lebendige Stadt, ein Bezirk. KULTUR wird hier groß geschrieben. Und die „Motte“ steht in Altona für eine der erfolgreichsten Kultureinrichtungen. So lauschen auch die Gäste der Rede von Wendt, der eine lange Liste von Danksagungen an Stiftungen, Förderer, Spender verliest: Projektgelder kommen von der EU, Bund und Land. Da wird es plötzlich still, als die Rede von einer Million Euro ist. Für viele unvorstellbar viel Geld. Doch „versenkt“ wird das schon – da sind sich alle sicher – für Kultur.

Zeit für Smalltalks über das lokale Treiben, das Geschäftliche und Politische in Ottensen und Umzu. Und das von einer Jugendgruppe angerichtete Buffet ist nach kurzer Zeit bereits restlos geplündert. Kultur macht halt hungrig.

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