“Hamburg Energie” spart der Stadt 20% Gaskosten

Ein Prestigeprojekt für Hamburg Energie ist auch die kürzlich eingeweihte Photovoltaik-Anlage auf der ehemaligen Mülldeponie in Hamburg- Georgswerder. Foto: Hamburg Energie
Hamburg (erstepresse). Die Freie- und Hansestadt Hamburg stellt die Gasversorgung für seine rund 2.200 Abnahmestellen auf den hauseigenen Betrieb “Hamburg Energie” um. Eine “Kostenersparnis von rund 20%” könne realisiert werden, teilt das Unternehmen mit, das erst 2009 gegründet wurde. Hinter dem Energieversorger verbirgt sich “Hamburg Wassser”, eine 100%-Beteiligung der Stadt Hamburg.
Seit Anfang Januar und für zunächst drei Jahre versorgt “Hamburg Energie” die rund 2.200 öffentlichen Abnahmestellen in Hamburg mit Gas. Ab 2012 sollen zudem bis zu 20 Millionen kWh Bioerdgas eingespeist werden. Die Hansestadt kann über “Hamburg Energie” einen direkten Einkauf im Großhandelsmarkt realisieren und ist nicht mehr auf die Versorgung durch andere Energiekonzerne auf dem Endkundenmarkt angewiesen. Dies zahle sich aus, schreibt “Hamburg Energie” da das Unternehmen den bestehenden Wettbewerb unter den Gasanbietern nun effizient nutzen könne. Begünstigt durch ein allgemein sinkendes Preisniveau auf dem Gasmarkt konnten im Vergleich zum letzten Jahr Kostenersparnisse von über 20 Prozent erzielt werden. Der Preisvorteil sein vor allem auch dem gefallenen Ölpreis geschuldet, an die der Gaspreis gebunden ist, berichtet Carsten Roth, Pressesprecher.
Umweltstaatsrat Christian Maaß meint: “Für das Klima, den Wettbewerb und den städtischen Haushalt zahlt es sich aus, dass wir Hamburg Energie gegründet haben. Die zuverlässige und kostengünstige Belieferung eines so großen Kunden wie der Stadt zeigt, dass Hamburg Energie bereits im ersten Geschäftsjahr zu einem leistungsfähigen Unternehmen geworden ist.”
Die Freie und Hansestadt Hamburg benötigt eine Gasmenge von rund 500 Millionen kWh pro Jahr für die Versorgung öffentlicher Gebäude und angeschlossener Einrichtungen, wie beispielweise Schulen oder Museen. Dafür hat Hamburg 2009 knapp 30 Millionen Euro ausgegeben. Für die Neuordnung der Gasversorgung wurde der bestehende Gasliefervertrag mit der E.ON Hanse AG 2008 fristgerecht zum Ende des Jahres 2009 gekündigt.
Die Versorgung durch “Hamburg Energie” basiere auf einem Senatsbeschluss vom Mai 2009. Das Bioerdgas wird auch in Anlagen von Hamburg Wasser erzeugt. Ein Teil davon soll aus der Klärschlammverwertung des Klärwerks Köhlbrandhöft stammen.
Kurz-URL: http://www.altona.info/?p=12552












