Moorburgtrasse: BUND legt Beschwerde gegen Urteil ein

Hamburg / Altona (erstepresse). Nachdem das Verwaltungsgericht Hamburg vor wenigen Tagen die Eilklage des BUND als  “nicht antragsbefugt” zurückgewiesen hat, legt der Umweltverband jetzt Beschwerde ein. Die Plangenehmigung für die Moorburg-Fernwärmetrasse sei sehr wohl zu beanstanden, schreibt der BUND Hamburg und geht gegen den Beschluss beim Oberverwaltungsgericht Hamburg (OVG) vor.

Das Verwaltungsgericht hätte in der ersten Instanz ganz offensichtlich eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts nicht genügend gewürdigt und komme daher aus Sicht des BUND zu einer falschen Entscheidung. “Der BUND ist weiterhin der Auffassung, dass aufgrund des vereinfachten Plangenehmigungsverfahrens die Beteiligungsrechte des Verbandes und der Anwohner ausgehebelt wurden und die Abwägung der zuständigen Fachbehörde fehlerhaft war”, so Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg.

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“Das Fällen von 400 Bäumen, die mögliche Zerstörung von Fledermausquartieren, Bauarbeiten im Bereich von Hamburgs größter Sturmmöwenkolonie sowie die nachhaltige Beeinträchtigung des Grünzugs Altona” sind laut BUND als “erhebliche Umweltauswirkungen” zu sehen. Entsprechend hätte eine so genannte Umweltverträglichkeitsprüfung mit einer formalen Beteiligung der Naturschutzverbände durchgeführt werden müssen, so die Argumentation.

Der BUND hat ergänzend zur Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht auch einen so genannten Hängebeschluss beantragt, um bei Beginn der Fällarbeiten eine kurzfristige Entscheidung des Gerichts über einen Baustopp zu erwirken. Unterstützung für die Beschwerde erhält der BUND nach eigenen Angaben von vielen Anwohnern und Aktivisten an der Trasse, der Bürgerinitiative “Moorburgtrasse stoppen”, von attac hamburg und ROBIN WOOD.

Die Kirchengemeinde Altona-Ost lädt für Donnerstag, den 28. Januar, zu einer Podiumsdiskussion mit Vertretern der Anwohner und Verbände sowie der BSU und von Vattenfall in die Friedenskirche ein. Ob die Diskussion ähnlich verläuft wie auf der letzten Infoveranstaltung von Vattenfall (altona.INFO berichtete), bleibt zu erwarten. Die Redaktion hat einen kurzen Film mit der Baumbesetzung im Gählerspark zusammengestellt.

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