Hamburg / Altona (erstepresse). Das Votum des Bürgerentscheids soll umgesetzt werden, heißt es in einer Mitteilung des Hamburger Senats. Wie erwartet, zieht der Senat das Verfahren zum Bau von IKEA in Altona jetzt an sich. Nach der deutlichen Entscheidung der Altonaer für den Bau eines Ikea-Einrichtungshauses in Altona hat der Senat in seiner heutigen Sitzung das weitere Genehmigungsverfahren zum Bau des Einrichtungshauses damit evoziert.

Um der Entscheidung der Bürger Geltung zu verschaffen und den weiteren Planungen die nötige Sicherheit zu geben, sei es erforderlich, dass der Senat die Genehmigungsentscheidungen an sich zieht. Andernfalls würde durch das Bürgerbegehren gegen den Bau von IKEA das weitere Verfahren aufgehalten und letztlich in Frage gestellt. Die klare Entscheidung der Altonaer könnte sonst nicht umgesetzt werden. Die weiteren Schritte werden jetzt eng mit dem Bezirk Altona abgestimmt.

Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk zeigt sich froh über die klare Entscheidung: „Es ist gut, dass sich die Altonaer bei einer beeindruckenden Wahlbeteiligung mit einer so deutlichen Mehrheit entschieden haben. Dies schafft Klarheit und macht den Weg frei für eine Neubelebung der früheren Haupteinkaufsstraße in Altona. Mit der heutigen Senatsentscheidung kann dieser deutliche Wille der Altonaer nun auch tatsächlich umgesetzt werden. Ohne Evokation wäre der Bezirk trotz des klaren Votums von 62.412 Bürgern zur Untätigkeit verurteilt, wenn auf Basis von 5.700 Unterschriften ein weiteres gegenläufiges Begehren zustande kommt. Durch die Evokation schaffen wir Klarheit für das weitere Vorgehen.“

Den Künstlern von Frappant e.V., die als Zwischennutzung die Räume im ehemaligen Frappant-Gebäude nutzen konnten, hatte die Stadt schon Ende letzten Jahres die Viktoria Kaserne als Ausweichquartier angeboten. In den vergangenen Gesprächsrunden hatten die Künstler bereits signalisiert, dass die Kaserne eine denkbare Alternative sei. Senatorin Prof. Dr. Karin v. Welck: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Viktoria Kaserne eine passende Lösung für die Künstler bietet. Die Flächen dort sind ausreichend groß und für eine künstlerische Nutzung ausgesprochen geeignet.“
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