Hamburg/Altona (erstepresse). Der Streit um die Ausweitung der Außengastronomie in der Susannenstraße (altona.INFO berichtete bereits) geht in eine neue Runde. Im Zusammenhang mit den Nutzungskonflikten hatte die Bezirksversammlung Altona das Bezirksamt mehrheitlich aufgefordert „“¦den Gastronomiebetrieben die Möglichkeit zu bieten, eigenfinanzierte Flächen für Außengastronomie in den vorhandenen Parkbuchten zu errichten.“

„Angesichts des großen Bürgerprotestes gegen die Aufpflasterung der Parktaschen in der Susannenstraße hat die schwarz-grüne Koalition in der Bezirksversammlung Altona versucht, den Konflikt um die geplante Ausweitung der Außengastronomieflächen mit einem eilig gestrickten Alternativantrag zu begraben.“ heißt es in einer Pressemitteilung von Mark Classen, Mitglied der Bezirksversammlung (SPD). Dieser hatte den Bezirksamtsleiter in einer kleinen Anfrage nach der Flächenbilanz der Außengastronomie in der Susannenstraße gefragt.

Laut Angaben des Bezirksamts sei den in der Susannenstraße ansässigen Gastronomen unter Berücksichtigung der Vorschriften des Hamburgischen Wegegesetzes vor dem Rückbau der Parktaschen zur Außenbewirtung eine Fläche von insgesamt 141,5 m² erlaubt worden. Aufgrund der beengten Gehwegverhältnisse und unter Beachtung des Umstandes, dass jeder Gastronom nur die Fläche unmittelbar vor seinem Lokal für sich nutzen darf, entspreche dies in etwa auch der Fläche, die den Gastronomen maximal zur Verfügung steht. Nach Ausbau der Parktaschen erweitere sich die Nutzfläche für die Außenbewirtung der Gastronomen auf insgesamt 407,5 m². Hierbei sei allerdings die Größe der maximal zu erlaubenden Außengastronomiefläche von der Schankraumgröße abhängig.

Die sich dadurch ergebende Differenz von 266,0 m² erkläre sich mit dem Rückbau der Parktaschen und der damit verbundenen Vergrößerung der Gehwegfläche, führt das Bezirksamt weiter aus. Dadurch werde den Gastronomen eine größere Außengastronomiefläche zur Verfügung stehen, die beim Verbraucherschutzamt jährlich neu beantragt werden müsse.

Wie geht es jetzt weiter?

Dazu Mark Classen (SPD): „Wir werden den weiteren Prozess im Regionalausschuss kritisch und konstruktiv begleiten, die Bewohnerinnen und Bewohner der Susannenstraße haben auf der letzten Sitzung der Bezirksversammlung Altona bereits eindrucksvoll ihren Willen zum Widerstand demonstriert. Die Verantwortung für die weitere Entwicklung liegt jetzt alleine bei der schwarz-grünen Koalition in Altona.“

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