Werkstatt 3: “Das Echo der Migration”

Nur 70 Millionen der Migranten und Migrantinnen weltweit wandern in die OECD-Staaten ein. Schätzungen zufolge gibt es etwa eine Milliarde Menschen auf der Welt, die ihr Land oder ihre Heimatregion verlassen. Die meisten von ihnen leben im globalen Süden.

Die Veranstaltung mit Niklas Reese nimmt die Folgen der Auslandsmigration für die Gesellschaften in den Blick, aus denen Menschen weggehen: Inwieweit verändern sich dort die Geschlechterverhältnisse? Und wie wirken sich die Geldüberweisungen aus? Welche Schwierigkeiten haben MigrantInnen, die in ihr Land zurückkehren? Und nicht zuletzt soll auch die Frage eine Rolle spielen, welche Bedeutung Auslandsmigration für politische und gesellschaftliche Emanzipation “zu Hause” haben kann. Trägt Migration zur Demokratisierung der Herkunftsländer bei oder schwächt sie sogar die politische Organisation?

Der Autor beleuchtet diese Phänomene insbesondere anhand der Länder Philippinen, Mexiko und Ecuador. Nach der Buchvorstellung soll auch diskutiert werden, ob sich Migration als soziale Bewegung begreifen lässt (“Autonomie der Migration”), in der die Menschen die Verwirklichung ihrer Rechte selbst in die Hand nehmen und sich nicht auf Staat und Wirtschaft verlassen, die ihre Rechte oft mit Füßen treten.

Der Hintergrund der Veranstaltung ist die Buchveröffentlichung im Frühjahr 2010 “Das Echo der Migration: Wie Auslandsmigration die Gesellschaften des globalen Südens verändert” von Niklas Reese und Judith Welkmann (Hg.) im Horlemann-Verlag.

Mit Niklas Reese. Der Buchautor (Südostasienkunde, Universität Bonn, Autor)

Do, 11.3.2010
18.30 h
Eintritt frei
Lesung und Diskussion

Kurz-URL: http://www.altona.info/?p=14650

geschrieben von bei Feb 4 2010. abgelegt unter Events. Antworten verfolgen RSS 2.0. Zum Ende gehen und eine Reaktion schreiben.

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