Altonaer Museum: “Das Wolkentheater Eidophusikon”
Hamburg/Altona. Das “Eidophusikon” (griech.: Nachahmung der Natur) wurde 1781 von dem englischen Landschaftsmaler Philippe-Jacques de Loutherbourg erfunden und war charakteristisch für die damalige Naturbegeisterung. Es stellte “Landschaften in Bewegung” mit Bildern, Licht und Ton getreu nach.
Eine Vorführung des Wolkentheaters umfasste ursprünglich fünf Szenen. Die Verwandlungspausen wurden mit Cembalomusik und bemalten Vorhängen überbrückt. Jede Szene gab den Ablauf einer Tages- bzw. Nachtzeit und deren Wetter- und Lichtphänomene wieder. Die Beleuchtung erfolgte mit Hilfe von Kerzen, vor die farbige Seidenstreifen oder Gläser gehalten wurden. Eine mechanische Geräuschmaschine simulierte Blitz, Donner, Regen etc.
Im Altonaer Museum wird das Eidophusikon als Nachbau in leicht vergrößertem Maßstab gezeigt. Zu sehen sind die erste und letzte Szene der ersten Spielzeit 1781. Da Abbildungen der Szenenbilder nicht mehr existieren, wurden Landschaftsgemälde de Loutherbourgs sowie zeitgenössische Beschreibungen als Vorbild gewählt. Ein Tonband und elektrisches Licht ersetzen die Mittel des Originals.
Eintritt: Museumseintritt
Dauer: 20 Minuten
Kurz-URL: http://www.altona.info/?p=4794











