Beim ersten IKEA-Workshop kamen schon einige Ideen zusammen. Foto: erstepresse

Hamburg/Altona (erstepresse). Ikea hatte ausgesuchte Teilnehmer zu einem Workshop in Altona eingeladen – ca. 30 Personen erschienen. Ziel dieses Termins war es, in einer konzentrierten Runde gemeinsam Ideen und Anregungen für den Bau und die Gestaltung der Ikea-Filiale in der (neuen) Großen Bergstraße zu sammeln.

Geschäftsführer Michaely begrüßte die bunt gemischte Runde im „Aquarium“-Raum des Endokrinologikums. „Wir haben uns bemüht, sowohl Befürworter als auch Kritiker zu diesem Termin einzuladen“, sagte Michaely zu Beginn des Workshops. Vertreten waren unter anderem die beiden Vertrauensleute des Bürgerentscheids „Pro IKEA“ und auch zahlreiche Gegner von Ikea, Verantwortliche aus dem Bezirk, als auch Anwohner.

Ikea zeigte sich während des gesamten Workshops gegenüber den Teilnehmern offen und gesprächsbereit, verwies aber gleich zu Beginn darauf, dass man noch auf den Bauvorbescheid warte. Grundsätzlich sei man bereit für ein völlig neues Konzept und das eine stehe fest: Man betrete Neuland, denn dies sei das weltweit erste City-Ikea-Konzept, das man umsetze. Aber eines stünde fest  „Es wird ein Klotz“, wiederholt Armin Michaely.

Nach ein wenig Beschnuppern der Teilnehmer untereinander geht es ungleich konstruktiver in die Diskussion, als bei der Bürgeranhörung im vergangenen September in der Louise-Schroeder-Schule. Teilnehmer werfen dem Möbelhaus vor, bislang eher defensiv mit Informationen umzugehen, statt diese öffentlich zu machen. Trotz des eindeutigen politischen Willens der überwiegenden politischen Mehrheit habe man z.B. Informationen aus dem Bauvorbescheidsantrag bislang nicht veröffentlicht, merkt ein kundiger Rechtsanwalt an. Aber genau wüsste man natürlich nicht, wer hier mit was hinter dem Berg halte.

Offenkundig ist, dass die Versammelten unterschiedlichste Interessenslagen haben. Die einen sind Betriebe der umliegenden Marktstände in der Großen Bergstraße, die befürchten ihren derzeitigen Platz räumen zu müssen. Die anderen sind Architekten, Ökologen, Stadtplaner, Verwaltungsangestellte, Geschichtsforscher, Pressesprecher oder Aktivisten. Letztere sind u.a. durch Christoph Twickel von der Initiative  „Recht auf Stadt“ vertreten, der einmal mehr daran appelliert, dass man die Hosen runterlassen solle.


Der aktuelle Informationsstand ist kein neuer: Anfang März soll der Bescheid kommen

Ikea will erst beim nächsten Workshop die Fakten auf den Tisch legen und Manager Michaely ist um das Verständnis der Teilnehmer bemüht. Man rechne schon bald, Anfang März, mit dem Bauvorbescheid. Dann hätte man ob des Projektes endlich Planungssicherheit und könne die nächsten Schritte angehen. Bislang sei man darum bemüht gewesen, den Rahmen für das Bauvorhaben zu klären. Ein nächster Schritt wäre nach Erteilung des Baubescheides zunächst der Abriss des Frappants, der ca. fünf-sechs Monate in Anspruch nehme, da man etagenweise abtragen werde.

Skeptisch schauen diejenigen in die Runde, die nicht daran glauben möchten, dass man dann noch viel Einfluss auf die Planung nehmen kann. Im Spätherbst wolle man mit dem Bau beginnen. Spätestens bis dahin müssen alle Vorschläge aus der Bevölkerung, von Anwohnern und Experten für die Mitgestaltung des City-Ikea auf den Tisch. Solange sind bereits einige Vorschläge (wie auf dem Bild zu sehen) gemacht – die nächsten Wochen werden intensive Wochen in der Diskussion. Mit Spannung wird die nächste „Workshop“-Runde  erwartet. Insbesondere aber auch, wie Ikea mit den bislang eingebrachten Ideen umgeht. Wie wir gerade erfahren, soll der nächste Workshop am 21. April stattfinden.

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