
Facebook schlägt in Hamburg auf. Gründer und CEO Mark Zuckerberg (25) hat sein Unternehmen in das Hamburger Handelsregister eingetragen. Foto: facebook Montage: erstepresse
Hamburg (erstepresse). Die weltweit größte Social-Media Community Facebook hat ihre Deutschland-GmbH in Hamburg eingetragen, das berichtet der Branchendienst Werben & Verkaufen (WuV). Direkt am Rathausmarkt hat das Netzwerk mit weltweit mehr als 350 Mio. Nutzern die “Facebook Deutschland GmbH” eingetragen.
Die VZ-Netzwerke (SchülerVZ, StudiVZ, MeinVZ) aus Berlin dürften dies als direkten Angriff auf ihr Geschäftsmodell verstehen. Gerade gab jene VZ-Community den Abgang ihres Chefs, Markus Berger-de León, bekannt.
Beobachter warteten schon lange darauf, dass das kalifornische Unternehmen massiv in den lukrativen deutschen Markt einsteigt. Nun scheint ein weiterer Grundstein mit dem Handelsregistereintrag gelegt.
Die Hamburger dürfen sich freuen, waren doch in den letzten Jahren einige Medienunternehmen aus der Hansestadt nach Berlin abgewandert. In einem ersten Statement begrüßt die Behörde für Kultur, Sport und Medien, das US-Unternehmen. Man freut sich über die Ansiedlung: “Der Medien- und IT- Standort Hamburg bietet dafür sehr gute Voraussetzungen”, sagt Pressesprecherin Ilka von Bodungen.
Die gewählte Adresse spricht für sich. In Nachbarschaft zu Senat und Bürgerschaft “Am Rathausmarkt 5″ eröffnet Facebook seine Niederlassung. Mit der Innenstadtlage scheint das Unternehmen ein Signal für den direkten Publikumsbezug setzen zu wollen. Entwicklung und Programmierung wird auf einer solchen Adresse allerdings kaum funktionieren können, die Ablenkung wäre zu groß. Bei Starbucks um die Ecke gepflegte Marketingdeals eintüten, passt schon eher in den Workflow. Im Handelsregisterauszug heißt es auch wörtlich “Angebot von Anzeigenakquise (die Akquise von Anzeigen) und (die Bereitstellung) von Marketingfunktionen für die Internetseite eines sozialen Netzwerks”, sei der Gegenstand des Unternehmens.
Facebook, allen voran der Commercial Director Germany, Scott Woods, halten sich indes über Details noch bedeckt. Auf eine Interviewanfrage an den Facebook-Grunder und CEO wurde bis dato auch nicht reagiert. Mark, das kann doch nicht so lange dauern. Der Hamburger Teil der ingesamt 5,7 Millionen deutschen User könnte ihn bitte solange mal hier begrüßen. Auch wir sind der Meinung: Welcome to Germany! Welcome to Hamburg, Mark Zuckerberg!
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