Hamburg (erstepresse). Um den Wohnungsbau für preiswerten Wohnraum in Hamburg zu aktivieren, haben die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) und SAGA GWG gemeinsam Ziele für den Bau neuer Wohnungen verabredet. Dies erklärte die Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Anja Hajduk, bei einem gemeinsamen Pressegespräch heute mit dem Vorstandsvorsitzenden von SAGA GWG, Lutz Basse.

Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) und SAGA GWG haben gemeinsam Ziele für den Bau neuer Wohnungen verabredet. Foto: erstepresse

„Der Senat wird die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau weiter verbessern. Dazu wird unter anderem ein städtischer Wohnungsbaukoordinator beitragen, der zur Beschleunigung der Umsetzung von Wohnungsbauvorhaben beitragen soll. Zudem wird die Stadt künftig bei der Vergabe städtischer Grundstücke die Konzeptqualität der Bauvorhaben stärker gewichten als den zu erlösenden Preis“, kündigte Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk an. Mit diesen Maßnahmen gebe der Senat wichtige Anreize zur Förderung des Mietwohnungsbaus.

SAGA GWG werde in den kommenden Jahren verstärkt in den Bau neuer Wohnungen investieren. Senatorin Hajduk präsentierte folgende Zielzahlen für insgesamt 1.230 Baubeginne durch SAGA GWG: 2010: rund 230 Wohnungen, 2011: rund 450 Wohnungen, 2012: rund 550 Wohnungen.

Zur Unterstützung des Engagements der Umwelthauptstadt für den Klimaschutz will SAGA GWG künftig möglichst nur noch im Passivhausstandard bauen. Bereits im Herbst 2010 sollen Neubauten im Wilhelmsburger „Weltquartier“ im Passivhausstandard begonnen werden. Ab 2011 sei beabsichtigt, weitere Neubauten im Passivhausstandard zu errichten. Außerdem trage die SAGA GWG mit seit Jahren kontinuierlich durchgeführten, energetischen Modernisierungen der Bestände für jährlich rund 70 Mio. Euro und den daraus resultierenden CO2-Einsparungen zu Hamburgs Klimaschutzzielen bei.  „SAGA GWG wird immer wichtiger bei der Versorgung der Hamburger mit preiswerten Wohnungen und leistet damit einen wichtigen Beitrag  bei der sozialen Quartiersentwicklung. Ich freue mich sehr, dass das Unternehmen dies mit einem großen Engagement im Klimaschutz koppelt“, so Hajduk.

Der Vorstandsvorsitzende Lutz Basse begrüßte das Vorhaben, die Durchlaufzeiten in der Planungsphase von Bauvorhaben zu verkürzen: „Beschleunigte und vereinfachte Genehmigungsverfahren werden unter Ausschöpfung der Förderwege mehr Neubauten ermöglichen.“ Gemeinsam sprachen sich Hajduk und Basse für die Einsetzung eines Wohnungsbaukoordinators aus.  Basse stellte das bisherige Neubauvolumen seines Unternehmens dar. SAGA GWG habe in den vergangenen 10 Jahren (1998 bis 2008) rund 2.690 Wohnungen, also durchschnittlich pro Jahr 270 Wohnungen, überwiegend im geförderten Wohnungsbau, errichtet. Drei Viertel davon würden das Segment der familiengerechten Wohnungen bedienen.

Fünf aktuelle Neubauvorhaben von SAGA GWG wurden heute präsentiert. Auch in Altona-Altstadt sei ein Bauvorhaben geplant.  Gebaut werde nach den verbindlichen Energiestandards.

Anmerkung zur Mietenentwicklung
Im Hinblick auf die öffentlich geführte Mietendiskussion stellte Basse dar, dass die Mietenentwicklung von SAGA GWG sich unverändert dämpfend auf den Mietenspiegel auswirke Das Unternehmen orientiere sich am Mietenspiegel, treibe aber diese Richtwerte nicht.  Die Mieten von SAGA GWG im frei finanzierten Wohnungsbestand seien an den jeweiligen Mittelwerten des örtlichen Mietenspiegels orientiert und damit vergleichsweise günstig. Die Mieten im preisgebundenen, öffentlich geförderten Bereich lägen noch darunter.
Die durchschnittliche Miete aller SAGA GWG Wohnungen betrage derzeit 5,42 Euro pro m2 netto kalt zuzüglich Betriebskosten. Zum Vergleich liegt der Durchschnittswert aller Mittelwerte im aktuellen Hamburger Mietenspiegel bei 6,76 Euro pro m2 ohne Betriebskosten.

4 KOMMENTARE / LESERBRIEFE

  1. 1. Das Bild zeigt (sehr) teure Eigentumswohungen und scheint für den Artikel nicht sehr geeignet. :)

    2. Neuvermietungen bei der SAGA in Altona kosten gerne mal 8Euro den m² kalt. Gerne auch mal mehr. Es sind doch immer nur Zahlenspiele die veröffentlicht werden.

    3. Wette ich, dass eine Neubauwohnung der SAGA in Altona mindestens 3500Euro den m² kosten wird.

    4. Traurig aber wahr: Eine Wohnung im Umland kostet zwar bei weitem weniger aber das ganze wird von den Benzinkosten aufgefressen.

    5. Man muss ganz schön arbeiten um die monatlichen Unkosten zu begleichen. :) Blos nicht arbeitslos werden/bleiben!

    Cheers!

    • Ist absolut geignet, denn nichts anderes ist von Seiten der SAGA gemeint….
      Wie sagte doch der neue „Wohnungsbaukoordinator“:

      „Aufwertung finden wir alle gut“, und wer nicht schnell was in Ottensen findet solle doch nach Bahrenfeld ziehen, als ob es da einfacher wäre.

      Eine Frechheit, aber von einem ehemaligen SAGA Vorstand nicht anders zu erwarten……………….

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