Hamburg / Chile (erstepresse). Das U.S. Geological Survey National Earthquake Information Center (USGS) meldet mehrere schwere Erdbeben in Chile. Die Beben ereigneten sich am heutigen Tag der Amtseinführung des gewählten chilenischen Präsidenten Sebastian Pinera.
Mittlerweile wurde auch ein zweites Nachbeben mit einem Wert von 6.7 gemeldet. Das Epicenter der Beben lag knapp 150km südwestlich von Santiago de Chile, berichtet die Erdbebenwarte USGS.
Nach aktuellen Informationen rief der in Valparaiso vereidigte Präsident Pinera nach einer Tsunami-Warnung der Marine zunächst die Küstenbewohner auf, umgehend höhere Regionen aufzusuchen. Der Kongress wurde evakuiert. Von offizieller Seite wurde eine Entwarnung für Hawai ausgegeben, allerdings wurde auch auf die Möglichkeit von “lokalen Tsunamis” im Umfeld von ca. hundert Kilometern rund um das Epicenter hingewiesen. Die Behörden sollen wachsam bleiben.
Vor knapp zwei Wochen erst erschüttete ein heftiges Beben der Stärke 8.8 das Land, bei dem mehrere hundert Menschen (497) starben. Das heutige erste Beben wurde zunächst mit einer Stärke von 7.2 gemessen, später wurde es auf 6.9 korrigiert. In dem gefährdeten Gebiet sind immer wieder schwere Beben zu verzeichnen, da sich das Land am Rand der Südamerikanischen Platte befindet, die wiederum an die sogenannte Nazca-Platte grenzt.
Die Nazca-Platte schiebt sich unter die Südamerikanische Platte und durch die diese spannungsgeladenen Bewegungen werden in regelmäßigen Abständen plötzliche Erdbeben ausgelöst. In den Küstenregionen von Chile sind solche Erdbeben deshalb nicht ungewöhnlich. Eine Liste der aktuellen Erdbeben seit dem 03 März in Chile kann beim USGS eingesehen werden. Laut Angaben der Behörden wurden in Chile seit Anfang März bereits über 80 Erdbeben gemessen. über die dramatischen Auswirkungen des letzten schweren Bebens hält die US-Internetseite boston.com eine umfangreiche Bildreportage bereit.














