Hamburg (erstepresse). Ermittler haben am Donnerstag erneut Wohnung und Büros des Altonaer SPD-Bürgerschaftabgeordneten Bülent Ciftlik durchsucht. “Es geht um den Verdacht der Verleumdung von Personen des politischen Lebens”, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers gegenüber dem NDR seien Hintergrund der Durchsuchungen “gefälschte Polizeivermerke”, die im November aufgetaucht seien. In diesen Vermerken würden Parteikollegen des ehmaligen Hamburger SPD-Sprechers bezichtigt, für Ermittlungen gegen Cilftlik verantwortlich zu sein. Gemeint sind damit die Genossen Petersen und der Bürgerschaftsabgeordnete Böwer, die zuletzt Strafanzeigen gegen Unbekannt eingereicht hätten. Im Laufe der Ermittlungen habe sich ein Anfangsverdacht gegen Ciftlik ergeben, sagte Möllers dem Norddeutschen Rundfunk.
Bis zur vollständigen Aufklärung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe lässt der Altonaer Abgeordnete Ciftlik derzeit sein Mandat ruhen. Prozessbeginn in der Anklage “Scheinehe” (altona.INFO Bericht) ist Anfang April. Aus juristischen Gründen könne er dazu vor Prozessbeginn keine Angaben machen. Dafür bittet er um Verständnis, teilte der Beklagte Ciftlik in einem Gespräch mit altona.INFO mit.
“˜In dubio pro Auflage”™, könnte man meinen, wenn man sich die bisherige Berichterstattung zum Thema anschaut. Hätte ihn Brigitte damals nicht zum “Obama von Altona” gekürt, wäre das Interesse an dem Fall längst nicht so groß. Die bisherige Berichterstattung ist Boulevard. Sachliche Aufklärung und Berichte sind vor Prozessbeginn (zu Recht) nicht zu erwarten.














