Je älter eine Sache ist, umso wertvoller wird sie. So ist es auch mit dieser Luftaufnahme vom Altonaer Hafenrand aus dem Jahre 1960. Wertvoll ist diese Luftaufnahme der Hamburger Baubehörde schon deshalb, weil in der Zwischenzeit fünfzig Jahre vergangen sind, in denen sich der Hafenrand unglaublich verändert hat.

Hier einige wichtige Veränderungen
Beginnen wir mit der Fischauktionshalle unten rechts. Hier fällt Kennern sofort auf, dass das Dach damals nur provisorisch war und die heutige Kuppel mit Turm vollkommen fehlte. Die herrliche Kuppel mit Turm kam erst um 1983 durch den Architekten Talkenberg auf das nun fertig restaurierte Dach. Bei der Restaurierung der Fischauktionshalle verschwand gleichzeitig auch die links davon befindliche ehemalige Fischhalle. Schauen wir weiter hoch, werden noch zahllose „Krieglücken“ sichtbar. Die Grundstücke waren vom Schutt geräumt worden, die 2010 hier befindlichen Gebäude wurden erst nach Anfertigung dieser Aufnahme errichtet. So wie die Treppenanlage hin zur Breitestraße.

Weiter oben ist von der Schule Königstraße noch nichts zu sehen, da diese Einrichtung erst 1962 geschaffen wurde. Ebenso sucht man an der Ecke König- / Kirchenstraße  – selbst mit einer Lupe – das Margareta-Rump-Haus des damaligen ATV von 1845  vergeblich, da es erst vor 20 Jahren dort hinkam. Rechts neben der Bildmitte sieht man noch die alte Lucien-Schule. Sie wurde später abgerissen und durch die Carsten-Rehder-Schule ersetzt, deren Baugrundstück jedoch schon leer geräumt war. Ebenso fehlten damals noch die heute in der Buttstraße stehenden Neubauten des Altonaer Spar- und Bauvereins.  Der damalige Elbspeicher – Mitte unten – bekam erst mehr als 30 Jahre später sein „Lofthaus“.

Schaut man 2010 die Große Elbstraße links hinaus, wird man entdecken, dass sich auf der 50 Jahre alten Aufnahme noch links der Mitte ein hoher Schornstein befindet, der jedoch 2009 abgerissen wurde, um einem weiteren Neubau am Hafenrand Platz zu machen.  Ach, ja und noch etwas, an eine „Perlenkette“ oder an ein modernes Gebäude, wie dem „Dockland“ war um 1960 noch gar nicht zu denken. Denn beim Hamburger Senat schien die Weiterentwicklung des Altonaer Hafenrands in dieser Zeit für lange Jahre etwas in Vergessenheit geraten zu sein. Doch eines ist klar, solche Luftaufnahmen helfen ungemein bei der Suche nach stadtgeschichtlichen Veränderungen. Oder? Viel Spaß beim Weitersuchen.

Das Altonaer Stadtarchiv e.V. informiert auf altona.INFO in der regelmäßigen Rubrik „Ein Stück Altona“ zur Stadt- und Stadtteilgeschichte Altonas. Ein Besuch lohnt sich sehr, auch unter

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