Hamburg (erstepresse). Nächste Woche debattiert die Bürgerschaft über Atomtransporte durch Hamburg. Hintergrund sei ein verrosteter Container mit Uranhexafluorid, der Anfang März auf der A1 von der Polizei gestoppt wurde.

Hierzu erklärt die GAL-Landesvorsitzende Katharina Fegebank: „Es ist ein Unding, wenn Atommüll ungehindert in Schrottcontainern durch die Stadt kutschiert werden kann und nur der Zufall entscheidet, ob es jemand mitbekommt. Wir lehnen Atomtransporte ab – in Hamburg und auch anderswo. Aber wenn wir die Transporte schon rechtlich nicht verhindern können, so müssen wenigstens die bestmöglichen Schutzvorkehrungen getroffen werden. Wir fordern deshalb, dass künftig ausnahmslos alle im Hafen ankommenden Transporte mit radioaktivem Material kontrolliert werden – statt wie bisher nur stichprobenartig. Es darf auch kein Tabu sein, einmal intensiv darüber nachzudenken, ob nicht die Stromkonzerne, die den Atommüll produzieren, die zusätzlich entstehenden Kosten übernehmen könnten.

Jeder Atomtransport ist gefährlich, und auch deshalb gehören Atomkraftwerke abgeschaltet. Statt mit Laufzeitverlängerungen den Stromkonzernen schier unendliche Geldströme zu sichern, sollte sich die Bundesregierung endlich zum Atomkonsens bekennen und dem Spuk ein Ende bereiten.“

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