Proteste um Buchenhofwald nehmen kein Ende

Altona / Iserbrook (erstepresse). Am vergangenen Samstag, 27. März, gegen 11.00 Uhr versammelten sich ca. 200 Menschen vor dem Rest des Buchenhofwaldes an der Osdorfer Landstraße. Die Initiative “Rettet den Buchenhofwald” hatte zuvor zu einer Demonstration aufgerufen, bei der Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit hatten, ihre Wut “gegen die Willkür des Senats” auszudrücken.

Mahnmal: Holzkreuze zieren die Treppen zum Verwaltungsgebäude des Bauvereins der Elbgemeinden (BVE).

Wo sich bis vor wenigen Wochen noch ein alter, zweihundertjähriger Baumbestand befand, ist heute nur noch eine große abgeholzte kahle Fläche. Sowohl der Vorsitzende des BUND Hamburg, Harald Köpke, als auch Klaus Berking vom NaBu Hamburg, hätten vor dieser Kulisse vor der Entwicklung gewarnt, “dass Naturschutz in Hamburg unter Schwarz Grün bald gar keine Rolle mehr spielen könne”. Von diesem Ort zogen die Demonstranten über die Osdorfer Landstraße zum Verwaltungsgebäude des Bauvereins der Elbgemeinden (BVE), um dort für jeden gefällten Baum über 25 cm Durchmesser ein Holzkreuz als Mahnmal aufzustellen.

Bereits Ende Februar hatte die SPD-Wahlkreisabgeordnete in der Hamburgischen Bürgerschaft Anne Krischok  in einer schriftlichen kleinen Anfrage ihre Zweifel zum Thema Buchenhofwald an den Senat gerichtet. Laut Aussagen der Bürgerschaftsabgeordneten könne der Senat nicht erklären, warum eine aufschiebende Eingabe der Bürgerinitiative “Rettet des Buchenhofwald” eine Woche lang in der Hamburger Verwaltung liegen geblieben ist, bevor sie nach Erteilung der Fällgenehmigung angeblich nicht mehr berücksichtigt werden konnte. Am 02.02. habe die besagte Bürgerinitiative eine Eingabe an den Petitionsausschuss gestellt, deren Eingang auch vom Eingabendienst am 04.02. bestätigt worden sei. Eine solche habe in Hamburg bislang grundsätzlich einen Aufschub und könne die Hamburger Verwaltung und Politik binden. In diesem Fall sei das jedoch nicht geschehen, denn die Eingabe sei der zuständigen Stelle genau eine Stunde nach  Erteilung der Fällgenehmigung übermittelt. Zu diesem Zeitpunkt seien die Kettensägen jedoch schon  im Buchenhofwald am Werk gewesen.

Diese Senatsantworten verärgern die SPD-Wahlkreisabgeordnete in der Hamburgischen Bürgerschaft Anne Krischok, die u.a. im Petitionsausschuss die Eingabe der Bürgerinitiative vertritt. “Der Senat windet sich: Zunächst mussten wir lernen, dass der Buchenhofwald rechtlich nicht als Wald geschützt sei – nach den Fällungen fällt er plötzlich doch unter die Bestimmungen des Landeswaldgesetzes”.

Terminankündigung:
Am 11. April 2010 um 15 Uhr findet vor dem Rest des Buchenhof-Waldes an der Osdorfer Landstraße ein Gedenkgottesdienst mit Pastor Zeidler statt.

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geschrieben von bei Mrz 29 2010. abgelegt unter Allgemeines, Aus Stadtteilen, Buchenhofwald, Dossier & Archiv, Gesellschaft, Iserbrook, Meldungen, News & Meldungen. Antworten verfolgen RSS 2.0. Zum Ende gehen und eine Reaktion schreiben.

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