Hamburg / Altona. Am vergangenen Donnerstag wurde der Antrag der SPD-Fraktion Altona auf Einführung eines Integrationsbeirates für Altona von Schwarz/Grün in der Bezirksversammlung abgelehnt. In einer von der SPD angestrengten Debatte habe die Fachsprecherin in der Bezirksversammlung, Josiane Kieser (CDU), unterstrichen, dass sich Altona traditionell durch eine „zielführende und passgenaue“ Integrationsarbeit auszeichne.

„In Altona liegt die Integration auf politischer Ebene in den Händen eines Bezirksausschusses. Dieser leistet in enger und guter Zusammenarbeit mit der Verwaltung und unter Einbeziehung aller Gruppen und Initiativen seit Jahren eine sehr gute und erfolgreiche Arbeit“, sagt Josiane Kieser. Ein Ergebnis dieser „guten Arbeit“ werde das Integrationskonzept für Altona sein, das im April in der Bezirksversammlung verabschiedet werden soll und in das die oppositionelle SPD ihre Vorstellungen einbringen konnte und könne. „Wenn dort in der Sache begründet steht, dass wir einen Integrationsbeirat benötigen, dann werden wir diesen schaffen. Diesen jedoch einen Monat vorher als populistisches Kaninchen aus der eingestaubten Houdini-Kiste zaubern zu wollen, erinnert eher an die Tricks von Hütchenspielern als an seriöse Politik“, so Kieser weiter.

Öghan Karakas, integrationspolitischer Sprecher der SPD-Bezirksfraktion, dazu: „Mit unseriösen und inhaltslosen Phrasen, die sich thematisch nicht auf den eigentlichen Antrag bezogen, versuchte die CDU-GAL-Koalition die unnötige Ablehnung zu begründen.“ Im „Handlungskonzept zur Integration von Zuwanderern“ des Hamburger Senats werden verschiedene Handlungsschritte zur Umsetzung einer besseren Integration gefordert. über die Aufgabe der Bezirke für die Umsetzung des Konzeptes hieße es dort:
„Die Umsetzung des Handlungskonzepts in der Stadt entscheidet sich nicht zuletzt vor allem dort, wo die Menschen im Alltag zusammen leben: in der Nachbarschaft und im Stadtteil, d.h. in den Bezirken. Notwendig ist deswegen eine räumlich differenzierte Integrationsförderung, die die besonderen Ausgangsbedingungen der Stadtteile berücksichtigt und zielgenau auf die örtlichen Bedarfs- und Problemlagen eingeht.“

„Der Altonaer Integrationsbeirat, der sich aus Vertretern verschiedener migrantischer Organisationen und religiösen Gemeinden zusammensetzen würde, hätte genau diese Aufgabe übernehmen sollen“, erläutert Kakakas. „Der Bezirk Wandsbek geht hierbei mit sehr gutem Beispiel voran. Zusammen mit dem zuständigen Ausschuss und dem Bezirksamt Altona hätte dieser Integrationsbeirat die Umsetzung der Ziele des Altonaer Integrationskonzeptes, das sich kurz vor der Fertigstellung befindet, begleiten und gestalten können“, so Karakas weiter.

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