Am 110. Geburtstag des Denkmals wird der letzte Wunsch des Stifters erfüllt. Foto erstepresse

Altona / Ottensen (erstepresse). Im Jahre 1900 wurde der Stuhlmann-Brunnen, erst 28 Jahre nach dem Tode seines Stifters Günther Ludwig Stuhlmann, auf dem Kaiserplatz (heute Platz der Republik) aufgestelllt und eingeweiht. Bei der Aufstellung wurden zwei bedeutende Wünsche des Stifters jedoch nicht berücksichtigt, nämlich eine „Gasbeleuchtung“ einzurichten und ein Altonaer Stadtwappen am Brunnenrand anzubringen. Letzterer Wunsch wurde heute, genau 110 Jahre nach Aufstellung des Brunnens, erfüllt.

Die Realisierung hat knapp zehn Jahre gedauert, berichtet Wolfgang Vacano, Leiter des Altonaer Stadtarchivs. Bis das letzte Baustück am Stuhlmann-Brunnen angebracht werden konnte, sei er einen langen Weg durch die Instanzen gegangen, doch es habe sich gelohnt. „Am Beispiel des Stuhlmann-Brunnens lässt sich darstellen, wie lebendig ein Denkmal sein kann, wenn es Menschen gibt, die sich dafür einsetzen“, sagt Carsten Butenschön, kommisarischer Leiter des Fachamtes Management des öffentlichen Raumes.

Gefertigt wurde das neue Wappen von Auszubildenen des „Brunnenpaten“ Aurubis in einem aufwendigen Verfahren. Neben dem Kupfer-Konzern gibt es weitere „Brunnenpaten“, jüngstes Mitglied ist seit vergangenem Jahr die 9-jährige Susi Kurzwelly.

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