Setzen sich für die Umgestaltung des Ottenser Marktplatzes ein. Pastor der Christianskirche, Frank Howaldt, die Betreiber der Bürgerplattform Nexthamburg Julian Petrin und Rajiv Patwardhan, sowie PR-Berater und Marktplatzanwohner Susanne und Ion Linardatos. Foto: erstepresse

Altona / Ottensen (erstepresse). Eine Initiative mehrerer Ottenser wünscht sich die Umgestaltung des „Ottenser Marktplatzes“, nahe der Christianskírche und des Kundenzentrums Altona.  Der Platz soll kein „Ort zum Durchqueren“, sondern vielmehr einer zum „Verweilen“ werden. Eine Ideenbörse ist nun geplant während unabhängig  davon auf der am Wochenende beginnenden Kunst-Altonale auch schon ein Projekt auf dem „Ottenser Marktplatz“ präsentiert wird.

Pastor Frank Howald von der Christianskirche sieht dort keinen Ort zum Verweilen. „Der Ottenser Marktplatz ist ein Ort, den man schnell durchqueren möchte“, so Howald, der zur Zeit selbst an einem Neubau im unmittelbaren Umfeld plant. Auch der Anwohner und PR-Agentur-Chef Ion Linardatos äußert seine Frustration: „Trotz einer angestrebten Verschönerung vor einigen Jahren änderten auch die gepflanzten Kastanien und der nicht funktionierende Brunnen nichts an seiner öden Anmutung.“ Die Initiatoren zu denen auch die Betreiber der aus Bundesmitteln finanzierten Plattform „Nexthamburg“ Julian Petrin und Rajiv Patwardhan gehören,wollen das ändern und dem Platz „bis zur Altonale 2011″ wieder zu einem lebendigen Dasein verhelfen.

In der Diskussion ist bereits, dass der Platz uneben sei, keine Sitzmöglichkeiten, z.B. durch anliegende Geschäfte oder die Gastronomie bietet. Die von vielen Bäumen verdunkelte und kaum sichtbare Rasenfläche wurde bisher lediglich von den Hunden der Nachbarschaft genutzt. „Ja, auch das Thema Baum und die Glascontainer wollen wir zur Diskussion stellen“, berichtet  Petrin, der selbst Stadtplaner ist. Im Anschluss an die Ideenfindung sei natürlich noch eine Finanzierung zu klären und der Politik soll das Thema bei nächster Gelegenheit und nach Sammlung der Vorschläge präsentiert werden.

Wie auch immer der ansonsten recht unauffällige Platz mit dem vielversprechenden Namen „Marktplatz“ umgestaltet werden soll, eines scheint schon sicher: Der zentrale Marktplatz in Ottensen ist natürlich der Spritzenplatz und der soll es auch bleiben. Die Initiative plant jetzt mehrere Aktionen und Events, um die Anwohner für die Initiative zu gewinnen sowie die zuständigen Politiker zu informieren.  Mehr Infos: www.ottensermarktplatz.de

Ottenser Marktplatz: Hier ist noch reichlich Platz. Foto: erstepresse
Ottenser Marktplatz: Hier ist noch reichlich Platz. Foto: erstepresse


Ottenser Marktplatz wird „Gastraum“ während der Kunst-Altonale

Auftakt der Bewegung war auch das Kunst-Projekt „Gastraum Ottenser Marktplatz“ der Hamburger Künstlerin Ute Kühn im Rahmen der diesjährigen Altonale. „Mit der Installation und Kunstprojekt nehme ich Bezug zur Wirtshausgeschichte Ottensens, die hier einen besonderen Standpunkt und Stellenwert für die Bewohner Ottensens hatte“, schreibt sie. Hintergrund für die künstlerische Arbeit sei auch der anstehende 700. Geburtstag Ottensens.

Die historischen Bezüge, das „Zeitenübergreifende“, sowie die“ Umkehrung von Innen und Außenraum“ sind wesentliche Themen für die Arbeit. Prof. Heinz Lohmann, Kunstsammler und Förderer experimenteller Gegenwartskunst, wird das Kunstprojekt „Gastraum Ottenser Marktplatz“ gemeinsam mit dem „Wortfindungsamt“ von Sigrid Sandmann am 4. Juni um 19 Uhr auf dem Ottenser Marktplatz eröffnen. Interessenten und natürlich Anwohner sind dazu herzlich eingeladen.

2 KOMMENTARE / LESERBRIEFE

  1. Klar einer der wenigen ungeschliffenen Orte die es hier noch gibt müssen auch noch aufgehübscht werden.

    Die Immohaie die hier billig ein Haus nach dem anderen abgegriffen haben müssen schliesslich mal bedient werden.

    Das sich Herr Pastor an dieser dringendst notwendigen Massnahme beteiligt ist traurig aber nicht weiter überraschend…..vieleicht hat man auch was zu verkaufen…..

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