Umzug “Stay Alive” und “ABC” – Bezirksversammlung soll Ende Juni entscheiden
Hamburg / Altona (erstepresse). Auf Grund des geplanten Umzuges der Suchtberatungs – und Behandlungsstellen Stay Alive und ABC hatte der Ausschuss für Gesundheit, Soziales und Senioren der Bezirksversammlung Altona am Dienstag, 1. Juni, zu einer Bürgeranhörung in den Kollegiensaal im Rathaus eingeladen. Ziel war es, die Bevölkerung über den Umzug zu informieren und auf Fragen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger einzugehen.
Der Verein Jugendhilfe e.V. möchte in einem leer stehenden Gebäudekomplex in der Virchowstraße 15 in Altona-Altstadt eine Suchthilfeeinrichtung ansiedeln. Es handele sich dabei nicht um ein neues und zusätzliches Angebot, sondern um die Verlagerung des bereits bestehenden ABC in der Großen Bergstraße 219 und des Stay Alive in der Davidstraße 30. Ein Umzug sei deshalb notwendig geworden, weil die alten Räumlichkeiten zu klein geworden seien und eine optimale Beratung und Betreuung nicht mehr zuließen. Das ABC (Assessment- und Behandlungscenter) werde täglich von etwa 25, das Stay Alive von etwa 75 Klienten besucht.
“Wir haben den Anspruch, unsere Planungen im Sinne einer guten Zusammenarbeit im Stadtteil von Anfang an offen zu legen und hoffen auf Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung”, heißt es in einem Anschreiben an die Teilnehmer der Anhörung. Nach einer kurzen Vorstellung der anwesenden Experten kam es schnell zu den ersten Fragen aus den Reihen der Bürgerinnen und Bürger. Ängste vor Beschaffungskriminalität und Drogenhandel im Umfeld wurden deutlich, aber auch die Sorge um die Entwicklung des Staddteils Altona-Altstadt, der laut Aussagen einer Bürgerin durch die Ansiedlung der Suchtberatungsstelle an Wert verlieren könnte.
Hinweise darüber, dass die Standortnähe einer Suchtberatungsstelle zu einer Schule Einfluss auf das Konsumverhalten haben könnte, gebe es nicht, sagt Theo Baumgärtner, Leiter der Hamburgischen Landesstelle für Suchtfragen e.V. “Wenn Jugendliche erste Erfahrungen mit Rauschmitteln machen, dann aus Neugier”, so Baumgärtner. Dies sei Ergbenis einer “Schulbus-Studie”. Aus Sicht der Polizei gebe es bislang keine Beschwerden betreffend Stay Alive in der Davidstraße: ” Aus Sicht der Polizei haben wir keine dramatischen Zustände”, sagt Ulrich Wagner, Leiter des Polizeikommissariats 15.
Um weiterhin mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu bleiben und ihnen einen weiteren Austausch zu ermöglichen könne noch vor der Bauphase ein Runder Tisch mit Vertretern der verschiedenen Institutionen wie beispielsweise den Schulen, den Kirchen, der Polizei und dem Sozialdezernat des Bezirks eingerichtet werden. Noch sei jedoch nichts entschieden – diese Aufgabe habe die Bezirksversammlung Altona in ihrer nächsten Sitzung.
Kurz-URL: http://www.altona.info/?p=19566















Wieso St.Pauli`? Hier gehts doch um die neue Altonaer Mitte.
Wenn die Ikea aushält, warum dann nicht Drogenhilfeeinrichtungen?
Billy Käufer, die in dunklen Ecken herumlungern um an ihre nächste Dosis Kötbullar heranzukommen sind sicherlich auch nicht nach jedermanns Geschmack. Ausserdem ist das ein prima Abwertungskit…Junkies sind eben wenig glamourös…oder ist das der wahre Hintergrund?
Die üblichen Totschlagargumente “Die Kinder” ziehen ja in dieser von Gewerbe geprägten Ecke nunmal nicht. Und irgendwo müssen sie nunmal hin, warum nicht ins angeblich so integrative Altona?
In Ottensen und St. Pauli wäre auch Platz für Junkies, nur gibt es da eben auch Leute wie Sie, die das Elend lieber vor der Haustür der anderen sehen. Deshalb zieht das Stay alive wahrscheinlich nirgendwo hin und die Junkies bleiben weiter auf der Strasse, es gibt nämlich keinen einzigen Drogenabhängigen weniger, nur weil Sie sie nicht sehen wollen, übrigens auch in Altona, Sie erkennen sie nur wahrscheinlich nicht…
Die Virchow- und Mörkenstrasse liegen zwar im Gewerbegebiet, sind jedoch für viele Kinder der direkte Schulweg zur Königstrasse!!! Das Stay alive dort zu platzieren ist ein Unding. Warum soll diese Einrichtung wieder einmal nach Altona-Altstadt kommen? Wir haben hier zur Genüge Hilfsangebote für Drogensüchtige und es reicht langsam. Als direkter Anwohner mit Kind möchte ich keine Junkies und entsprechendes Klientel vor der Haustür haben. Aber mir scheint, unsere Politiker sorgen sich mehr um die armen Junkies als um Familien und deren Wohnumfeld :(
In Ottensen und St. Pauli wäre auch Platz für Junkies, nur gibt es da eben auch Leute wie Sie, die das Elend lieber vor der Haustür der anderen sehen. Deshalb zieht das Stay alive wahrscheinlich nirgendwo hin und die Junkies bleiben weiter auf der Strasse, es gibt nämlich keinen einzigen Drogenabhängigen weniger, nur weil Sie sie nicht sehen wollen, übrigens auch in Altona, Sie erkennen sie nur wahrscheinlich nicht…
Es werden keine Drogenkonsumräume eingerichtet, wie auf Ihren tendenziösen Flugblättern behauptet wird, sondern Einrichtungen für die Suchtberatung-und Behandlungsstellen, also ist Stay Alive und ABC gerade richtig in der Virchowstraße.
Ein mitfühlendes und unterstützendes Verhalten Anderen gegenüber sollte nicht immer an entfernte Orte verschoben werden. Sie sollten sich für Ihre Kaltherzigkeit schämen.
mit Grüßen von Jacob
Jakob,
es ist ganz klar ein “Druckraum” die gesamte Einrichtung “Stay Alive” ist geschaffen um die Möglichkeit zu bieten Drogen einzunehmen.
Dort wird Heroin gespritzt und Crack geraucht! Für die zweite Gruppe (Crackraucher) wird es extra ein “Raucherzimmer geben.
Bitte lese die Informationen der Jugendhilfe.
Gruß Peter
Hat eigentlich mal jemand daran gedacht, was den Nachbarn in der Virchowstr. und Mörkenstr. angetan wird? Wir wollen keine Junkies vor der Tür. Vor zwei Jahren als die Fixer schon einmal in die Mörkenstr. 12 ziehen sollten, wurde uns vom Bezirksamt gesagt, daß auf dem Gelände der Gewürzmühle und den angrenzenden Freiflächen Wohnungen gebaut werden sollen. Warum werden wir von den Politikern eigentlich immer verarscht? Ist in Ottensen oder St. Pauli kein Platz für die Junkies? Oder passen sie nicht mehr in das Umfeld des “neuen St. Pauli”? Dort wohnen wohl inzwischen zu viele Leute die sich wehren… aber wir werden auch nicht stillhalten. Und noch ein Hinweis an die Politiker: die nächste Wahl kommt bestimmt….