Foto: Fotolabor HSU HH

Hamburg (erstepresse). Die Helmut-Schmidt-Universität (HSU) wurde auf Bestreben des damaligen Bundesministers der Verteidigung, Helmut Schmidt, im Jahre 1972 unter dem Namen „Hochschule der Bundeswehr Hamburg“ gegründet. Jetzt seien Spekulationen um eine im Rahmen der Haushaltskonsolidierung des Bundes angedachte Schließung laut geworden, erklärt der Bundestagsabgeordnete Marcus Weinberg in einer Pressemitteilung.

„Der Auftrag lautet: Ruhe bewahren, prüfen, nachdenken und dann entscheiden“, sagt Weinberg (CDU). “ Reine Spekulationen über eine Schließung der HSU führen im Moment nur dazu, dass die Soldaten und zivilen Mitarbeiter der Bundeswehr verunsichert werden. Zur Klarstellung: Die Umsetzung von Sparmaßnahmen erfolgen nicht in einem Hauruckverfahren durch das Ministerium, sondern mittels eines dezidierten Prozesses, indessen Verlauf vielschichtige Abwägungen getroffen werden. Der Bundestag hat hier das letzte Wort“, führt der Bundestagsabgeordnete fort.

Auf Initiative Weinbergs erklären die Hamburger CDU-Bundestagsabgeordneten Dirk Fischer, Jürgen Klimke und Rüdiger Kruse in einem gemeinsamen Brief an den Bundesminister der Verteidigung Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg:

„Jeder Bereich des Bundeshaushalts muss – mit Ausnahme der Zukunftsfelder Bildung und Forschung – zur notwendigen Konsolidierung beitragen, so auch das Verteidigungsressort und damit auch die Helmut-Schmidt-Universität. Aber aus der Not der Einsparungen könnte gleichzeitig ein Gewinn über Neujustierungen gezogen werden.  Die Helmut-Schmidt-Universität gilt als eine der besten Universitäten des Landes, die Arbeit in Lehre und Forschung als wegweisend. Aber nicht alle Leistungspotentiale sind aus unserer Sicht im Moment ausgeschöpft und müssen daher fortentwickelt werden. Deswegen sollte perspektivisch über eine größere Vernetzung und mehr Kooperationen ein Gesamtkonzept erstellt werden, welches die hohen Exzellenzen sichert, aber auch Einsparpotentiale schafft.“

Zu nennen wäre zum Beispiel eine „vertiefte Vernetzung und Kooperation in Fragen der Sicherheitsforschung“. Die Führungsakademie der Bundeswehr könnte exemplarisch Lehrgangsinhalte in den akademischen Betrieb der Universität einbinden und so wissenschaftliche Ressourcen effektiv nutzen. Ein weiterer in dem Brief genannter Vorschlag sei die breitere Öffnung für „zivile Studenten“. Bislang steht die HSU im Allgemeinen ausschließlich Offizieren und Offizieranwärtern der Bundeswehr zur Verfügung. Seit 2002 ist eine geringe Anzahl ziviler Studenten ebenfalls an der Universität eingeschrieben. Eine mögliche Zielsetzung könne die Steigerung der Anzahl der Studierenden durch weitere Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen sein.

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