"heartmob" gegen die Kita-Gebührenerhöhung in Hamburg. Foto: LEA

Hamburg (erstepresse). Am Mittwoch, 9. Juni 2010, haben Vertreter des Landeselternausschusses Kindertagesbetreuung (LEA) gemeinsam mit Hamburger Eltern eine Volkspetition gegen die geplante Kita-Gebührenerhöhung der Hamburger Bürgerschaft übergeben. LEA hatte Eltern und Unterstützer zu einer großangelegten Unterschriftenaktion aufgerufen, die insgesamt 42.500 Unterschriften zur Folge hatte.

In der Volkspetition mit dem Titel „Bildung fängt in der Kita an -gegen Gebührenerhöhungen!“ fordert LEA Senat und Bürgerschaft auf, die Erhöhungen der Elternbeiträge und des Essensgeldes sowie die Kürzung von Rechtsansprüchen für die Kinderbetreuung in Hamburgs Kitas zurück zunehmen. In einem Brief, der zusammen mit der Petition im Rathaus übergeben wurde heißt es:

„Zigtausende Hamburger unterstützen diese Petition mit ihrer Unterschrift, denn bezahlbare Kitas sind ein Schlüssel zur gleichberechtigten Teilhabe beider Eltern am Erwerbsleben und Bestandteil einer familienfreundlichen Stadt. Frühkindliche Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen, sie sollte wie andere Bildung auch solidarisch finanziert werden. Schon jetzt sehen wir an den vermehrten Abmeldungen von Kindern aus Kitas und Horten die Folgen dieser Sparpolitik. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gerät hier zur Farce. Und man sieht: Gebühren sind und bleiben Zugangsbarrieren. Eltern entscheiden sich jetzt zugunsten kostengünstigerer Alternativen gegen den Bildungsort Kita.“

Vor der offiziellen Petitionsübergabe hatten rund 100 Demonstranten auf dem Rathausmarkt mit einem so genannten “ heartmob“ ein Herz aus Menschen gebildet, um so ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen.

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