BV muss entscheiden: “Ja” zum Radfahrstreifen Große Elbstraße?

Bislang müssen die Radfahrer in der Großen Elbstraße das vorhandene Großpflaster der Straße nutzen. Foto:erstepresse
Hamburg / Altona. Dass der Zustand des Radverkehres in der Großen Elbstraße eine Verbesserung nötig hat, darüber war man sich im Verkehrsausschuss bereits nach der Sitzung im April einig. Jetzt hat es eine erste öffentliche Bürgeranhörung gegeben, in der das vom Bezirk Altona beauftragte Planungsbüro Argus eine Machbarkeitsstudie zu den möglichen Radverkehrsanlagen vorstellte.
Vertieft wurden dabei drei Möglichkeiten der Radverkehrsführung: Schutzstreifen, Radweg und Radfahrstreifen. Bislang müssen die Radfahrer in der Großen Elbstraße das vorhandene Großpflaster der Straße nutzen, deren Qualität zum Radfahren ungeeignet sei, führt Frau Leicht vom Planungsbüro Argus aus. Viele würden deshalb verkehrswidrig den schmalen Gehweg nutzen und damit Fußgänger und sich selbst in Gefahr bringen.
Grundsätzlich wolle man die Fahrbahn und einen möglichst großen Anteil der Nebenflächen erhalten. Durch die vorgestellte Studie wurde deutlich, dass die bauliche Ausbildung eines Radfahrstreifens die meisten Vorteile hätte: Fahrkomfort und Schnelligkeit könnten gut gewährleistet werden und auch die Parkraumbilanz von einer Verringerung von insgesamt 27 Parkplätzen sei vertretbar. Einziger Nachteil dieses Konzeptes sei der Preis, der mit grob geschätzten 1,8 Mio Euro zu Buche schlagen würde.
Aus den Reihen der Anwohner und in der Großen Elbstraße ansässigen Geschäftsleuten gab es Zustimmung zu dem von Argus vorgestellten Konzept. Anregungen wie die Einführung von Anwohnerparkplätzen oder speziellen Anlieferzonen für den Zulieferverkehr wurden von den Mitgliedern des Verkehrsausschuss aufgenommen. Seitens der Bezirkspolitik favorisiere man ebenfalls den Radfahrstreifen. Das geht aus einem Antrag der Fraktionen CDU und GAL hervor, der am Donnerstag, 24.06., in der Sitzung der Bezirksversammlung zur Abstimmung steht. “Aus Sicht der CDU macht ein Radfahrstreifen Sinn. Es ist notwendig, dass dieses Gebiet eine sichere Radwegeführung bekommt, nicht zuletzt als ein touristisches Ziel”, sagt Tim Schmuckall.
Machbarkeitsstudie Radverkehr Große Elbstraße
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