Gerda Georgens, Integrierte Stadtteilentwicklung (Bezirksamt Altona), Ludger Schmitz und Julia Dettmer, steg Hamburg, Jonna Schmoock, Integrierte Stadtteilentwicklung (Bezirksamt Altona),Nadia Fritsche und Eva Koch, steg Hamburg. Foto: erstepresse

Altona / Altona-Altstadt. Etwa 35 Teilnehmer fanden den Weg bei sommerlich heißen Temperaturen am 1. Juli in die Aula der Louise-Schroeder-Schule. Nach einer kurzen inhaltlichen Einführung wurden in kleinen Gruppen Ideen zu verschiedenen Themenbereichen entwickelt. Dabei wurde zu den Themen Bildung und Ausbildung, Soziale und kulturelle Infrastruktur, Wohnen, Freiraum und Verkehr, Gesundheit und Sport sowie Lokale Ökonomie und Beschäftigung gearbeitet und diskutiert. Im Folgenden ein paar Eindrücke.

3 KOMMENTARE / LESERBRIEFE

  1. Hallo,

    wozu diente der Workshop? Wer hat die Themenbereiche festgelegt? Was sind die Ausgangspunkte? Wurden die Teilnehmer darüber informiert? Wurde, wie üblich bei verfehlter Stadt(teil)entwicklung, nur diskutiert oder werden „Ergebnisse“ verbindlich in das Projekt übernommen? Wird dieser Workshop als Bürgerbeteiligungsinstrument verstanden? Wer waren die 35 Teilnehmer? Anwohner und/oder Institutionen? Kann ich als Anwohner mein Quartier mitentwickeln, wenn das Leitbild bereits vom Senat vorgeschrieben ist? Inwieweit ergänzen oder widersprechen sich Entwicklungsziele für dieses Gebiet mit denen des Zukunftsplan Altona oder den Sanierungszielen in der Großen Bergstraße (die mitten im ausgewiesenen Gebiet liegt)? Wie wird gewährleistet die bisherigen Bewohner des Stadtteils in den Prozess einzubeziehen oder zielen die Entwicklungen eher darauf ab das Gebiet für neue Bewohner interssanter zu machen? Wer ist die Zielgruppe?

    Zum Teil habe ich diese Fragen bereits während der inhaltlichen Einführung beim Workshop gestellt. Leider bekam ich keine oder nur unzureichende Antworten. Im Gegenteil: ich wurde darauf hingewiesen unter welchem Zeitdruck man „arbeiten“ müsse und es sei ohnehin nicht notwendig die Rahmenbedingungen zu kennen. Daraufhin habe ich den Workshop verlassen…… in meinem Demokratieverständniss hat das nichts mit verbindlicher und nachhaltiger Stadt(teil) entwicklung zu tun, wenn ich als Bürger und Bewohner nicht über Rahmenbedingungen und Hintergründe aufgeklärt werde.

    • Hallo,

      sämtliche von Ihnen angeführten Fragen wurden auf der Auftaktveranstaltung am 15. Juni ausführlich präsentiert. Dort wurden Interessierte auch über die Rahmenbedingungen und Hintergründe informiert. Zu wirklich jeder Frage von Ihnen wurde auf der Veranstaltung Stellung genommen.

      Der Workshop diente nicht zur Information. Dafür war von Anfang an die Auftaktveranstaltung vorgesehen, sodass auf dem Workshop ausreichend Zeit zur Diskussion und zur Erarbeitung von Ideen blieb.

      Für diejenigen, die diese Auftaktveranstaltung verpasst haben, steht die Präsentation mit ausführlichen Daten und Rahmenbedingungen zudem noch auf der Internetseite altona-altstadt.de.

      • Hallo Alt- Alt,
        na dann is ja alles super! Ganz klar mein Fehler/ Problem das ich nix von der Auftaktveranstaltung mitbekommen habe, zum Glück finde ich Antworten im Internet. Dann wurde auf der Auftaktveranstaltung ja auch sicherlich gesagt, dass weder ein Sanierungsbeirat noch ein Quartiersforum ( diese werden als Beteiligungsintrumente genannt) einen verbindlichen Charakter haben, sondern lediglich eine empfehlende Funktion. Insofern muss solch ein Workshop ja auch gar nicht der Information dienen. Er muss lediglich eine Alibifunktion erfüllen. Etwas anderes kann ja, logisch betrachtet, gar nicht möglich sein… denn es ist ja nicht besonders logisch wenn 35 Teilnehmer ein Konzept für 26160 Bewohner im Entwicklungsgebiet erarbeiten…. Schließlich finde ich auf der genannten Seite auch den Hinweis, dass ALLE Beteiligten ein umsetzungsfähiges Konzept erarbeiten sollen:
        „Gemeinsam müssen alle Beteiligten ein umsetzungsfähiges Konzept erarbeiten, das sich an den Strukturen des Stadtteils und an den Problemen und Talenten der Menschen in den unterschiedlichen Quartieren orientiert.“

        Außerdem weiß man ja auch als Bewohner dieser Stadt wer das letzte Wort hat….der Senat, die Finanzbehörde und die BSU. Und auch aus jüngerer Vergangenheit kann man sehr gut ablesen was mit gemeinsam erarbeiteten Visionen und Vorschlägen passiert, man erinnere sich nur mal an die Planungsempfehlungen zur Großen Bergstrasse, welche einstimmig vom Bezirksamt angenommen worden sind. Funktioniert ganz wunderbar!

        Vielen Dank für die Rückmeldung, Alt- Alt. Für einen Moment hatt ich den Eindruck es sei sinnlos Fragen zu stellen… ich wurde eines Besseren belehrt!

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