Hamburg Port Authority: Schwimmen im Hafenbereich lebensgefährlich

Baden im Hafenbereich der Elbe bei Strömungen bis zu 8 km/h? Das schaffen nicht mal Profis. Foto: erstepresse
Hamburg (erstepresse). Die Wasserschutzpolizei und Hamburg Port Authority weisen eindringlich auf die Gefahren hin, die Schwimmern in der Elbe im Bereich des Hamburger Hafens drohen. Wer an Anlegestellen wie St. Pauli Landungsbrücken, überseebrücke, City Sporthafen oder an Fähranlegern ins Wasser springe, begäbe sich in Lebensgefahr. Zudem stellen Personen im Wasser auch immer eine Gefährdung des Schiffsverkehrs dar, da plötzliche Ausweichmanöver zu Schiffskollisionen führen könnten.
Die Fließgeschwindigkeit der Elbe im Bereich der St. Pauli-Landungsbrücken beträgt nach Abgaben bei mittleren Tideverhältnissen bis zu fünf, in der Flutphase sogar bis zu acht Stundenkilometern. Auch Weltklasseschwimmer seien nicht in der Lage, die auftretende Spitzengeschwindigkeit zu meistern. Der normale Durchschnittsschwimmer sei bereits mit den niedrigsten Strömungsgeschwindigkeiten der Elbe überfordert.
Die St. Pauli-Landungsbrücken lägen in einem Bereich, wo die Fließgeschwindigkeit der Elbe am größten sei. Da es sich bei den St. Pauli-Landungsbrücken um eine schwimmende Pontonanlage handelt, würde ein großer Teil der Wassermassen unter der Anlage hindurchgedrückt, lautet die Warnmeldung. Daher bestünde die Gefahr, dass Schwimmer unter die vier Meter tiefen Pontons gezogen werden und dort ertrinken. Zudem ragten die Anlagen im Bereich St. Pauli Landungsbrücken, überseebrücke sowie Altona so hoch aus dem Wasser, dass es unmöglich sei, ohne fremde Hilfe dort aus dem Wasser zu kommen.
Eine weitere erhebliche Gefahr geht von der durchgehenden Schifffahrt aus. Das Fahrwasser des gesamten Hamburger Hafens geht von Ufer zu Ufer. Das bedeutet, dass sich Schwimmer immer im Fahrwasser aufhalten. Das Verkehrsaufkommen ist gerade an Wochenenden im innerstädtischen Bereich sehr hoch. Neben der See- und Binnenschifffahrt sind insbesondere Fahrgastschiffe, Barkassen und Fähren im Bereich der St. Pauli Landungsbrücken anzutreffen. Für die Fahrzeugführer aller Schiffe sind Schwimmer sehr schwer zu erkennen, zumal auch nicht mit Menschen im Fahrwasser gerechnet wird. Die Gefahr, von einem Schiff überfahren zu werden, ist somit sehr groß.
Kurz-URL: http://www.altona.info/?p=21253












