Hamburg (erstepresse). Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) hat die Stadtreinigung Hamburg (SRH) beauftragt, im kommenden Winter neue Aufgaben bei der Schnee- und Eisbeseitigung auf Gehwegen von den Bezirken zu übernehmen. Damit soll der städtische Winterdienst weitestgehend in einer Hand liegen und effektiver werden. Für den Winterdienst auf Gehwegen vor und auf dem eigenen Grundstück bleiben die Anlieger verantwortlich.

Senatorin Anja Hajduk: „Der vergangene Winter hat Schwächen des bisherigen Winterdienstkonzepts offensichtlich gemacht. Um die Zersplitterung der Zuständigkeiten zu beenden, will ich die städtischen Winterdienstaufgaben bei der Stadtreinigung bündeln. Die Stadtreinigung organisiert seit Jahren erfolgreich den Winterdienst auf den Fahrbahnen der Hauptverkehrsstraßen und hat die nötige Erfahrung im Management privater Winterdienstfirmen. Ich bin froh, dass über die Entscheidung Einvernehmen mit den Leitern aller Bezirksämter besteht. Damit die Umstellung rechtzeitig und reibungslos klappt, benötigen wir die Mithilfe aller Bezirke.“

Mit dem Auftrag an die SRH ist eine wichtige Weiche für spürbare Verbesserungen im Winterdienst schon in der bevorstehenden Winterdienstsaison gestellt. Parallel erarbeitet die Umweltbehörde gemeinsam mit den Bezirksämtern, der SRH und der Hochbahn weitere Verbesserungen im Winterdienst. So sollen Eis und Schnee im Bereich der Haltestellen von Bus und Bahn wirksamer als bisher bekämpft werden. Außerdem sollen die Anliegerinnen und Anlieger besser über ihre Pflicht zum Räumen und Streuen auf dem eigenen Gehweg informiert werden.

Über Einzelheiten soll die Bürgerschaft im Herbst informiert werden. Die BSU wird zur Verbesserung des Winterdienstes auch rechtliche Anpassungen im Hamburgischen Wegegesetz vorschlagen, die allerdings erst zum Winter 2011/2012 wirksam werden können. Senatorin Hajduk: „Entscheidend ist, dass wir schon im kommenden Winter zu spürbaren Verbesserungen kommen. Die Stadtreinigung bereitet sich deshalb in enger Abstimmung mit uns und den bislang zuständigen Bezirken mit Hochdruck auf ihre neuen Aufgaben vor.“

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