Hamburg / Altona (erstepresse). Am frühen Sonntag Morgen, gegen 01.32 Uhr nahmen Bundespolizisten drei vermeintliche HSV- Fans" nach einem Angriff auf eine friedlich aussteigende St .Pauli – Fangruppe nach Rückkehr aus Freiburg vorläufig fest, so ein Bericht der Bundespolizei. Die Polizei geht von einem “geplanten Anriff” aus.

Zuvor stiegen ca.50 friedliche St. Pauli Fans aus dem ICE 292 aus Freiburg aus. Ca 20 Personen, darunter auch ein Kind begaben sich am Bahnhof Altona zum Ausgang Paul – Nevermann Platz. Am Ausgang wurde diese Gruppe aus einem Hinterhalt heraus von ca. 15 teilweise vermummten Personen lautstark und massiv mit Schlägen und Tritten bedrängt. Es stellte sich im Nachhinein heraus, dass es sich um Anhänger des Hamburger SV handelte. Auch schon am Boden liegende Personen wurden weiter getreten und geschlagen. In diese Personengruppe befand sich auch ein Kind, dass aber nicht verletzt wurde. Die eingesetzten Bundespolizisten drohten den Einsatzschlagstock an und setzten Augenreizstoff ein. Ein jugendlicher Angreifer (16 Jahre) nahm einen ca. 10 kg. schweren Absperrpfosten und warf diesen in Richtung der eingesetzten Beamten. Nach einigen Minuten trafen weitere alarmierte Bundespolizisten vor Ort ein.

Als die Landespolizei sich mit sieben ‘Steifenwagenbesatzungen’ vor Ort einfand, verließen die Angreifer fluchtartig den Bahnhof. Drei Personen aus dieser Gruppe wurden im Nahbereich vorläufig festgenommen und zur Wache verbracht. (16,19,26 Jahre alt) Polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass diese Personen in der Datei "Gewalttäter Sport" registriert sind. Außerdem wurden bei ihnen Dauerkarten des HSV vorgefunden. Im Nachgang konnten noch 5 weitere Personen durch die Polizei Hamburg ausfindig gemacht und überstellt werden. Vier Personen dieser Gruppe wurden ebenfalls der Gruppe "Gewalttäter Sport zugeordnet. Eine direkte Tatbeteiligung konnte jedoch laut Polizei bisher nicht nachgewiesen werden.

Gegen die Täter wurden Strafanzeigen wegen Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gefertigt. Nach Abschluss aller Maßnahmen wurden die Personen aus der Wache entlassen. Drei verletzte St. Pauli Fans konnten nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen. Polizeibeamte wurden nicht verletzt und die weiteren Ermittlungen dauern an, während Videoaufzeichnungen bereits gesichert wurden. Nach Abschluss der Ermittlungen geht die Polizei von einem dreisten, geplanten Angriff aus. Die Täter mit "Hooligan typischen Verhalten" hätten dabei in Kauf genommen, dass unbeteiligte Dritte und auch Kinder verletzt werden. Der Einsatz wurde von den eingesetzten Kräften der Bundespolizeiabteilung Duderstadt tatkräftig unterstützt.

1 KOMMENTAR / LESERBRIEF

  1. Ein sehr trauriger Vorgang, der insbesondere deshalb besonders unverständlich und bemerkenswert ist, weil z. B. Frust nach verlorenem Spiel nicht als mögliche Begründung infrage kommt!
    Diese offensichtlich geplante Tat (Was machen sonst 15 HSV Hooligans um 01:30 im Altonaer Bahnhof) ist auch mit Blick auf das langersehnte Derby in 3 Wochen am Millerntor, ein sehr, sehr ernstzunehmender Vorgang und ein Hinweis darauf, was leider zu befürchten ist… Eigentlich wäre das Spiel ein Grund zum Feiern, denn Derbys sind für beide Fangruppen ein Fest! Hoffen wir auf ein faires Spiel der Mannschaften und die richtigen Maßnahmen gegen drohende Eskalationen…

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