Bildungssenatorin Christa Goetsch informiert die Autofahrer über die Aktion "Schultüte". Foto: erstepresse

Altona / Othmarschen (erstepresse). Am Dienstag, 24. August 2010, haben in Hamburg rund 14.000 Erstklässler ihren ersten Schultag. Da die “ABC-Schützen” gleichzeitig auch Anfänger im Straßenverkehr sind, sollten Autofahrer insbesondere in den ersten Wochen sehr aufmerksam sein und besondere Rücksicht nehmen. Um Autofahrer darauf hinzuweisen, verteilte Bildungssenatorin Christa Goetsch kurz vor Schulstart an der Schule Trenknerweg in Othmarschen Informations-Flyer in Form einer Schultüte. Sie fordern die Autofahrer auf, in der Nähe von Schulen besonders vorsichtig und langsam zu fahren.

Rund 30.000 Info-Schultüten sollen in der Einschulungswoche an Hamburgs Autofahrer verteilt werden. Den Anfang machte die Bildungssenatorin Goetsch gemeinsam mit den Schulkindern der Schule Trenknerweg. Die Kinder hatten zuvor bunte Plakate gestaltet, auf denen sie den Autofahrern ihre Botschaft mitteilten. “Es reicht nicht, die Kinder für den Straßenverkehr fit zu machen. Wir müssen uns auch an die Erwachsenen wenden. Die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr ist unsere gemeinsame Aufgabe und geht alle in unserer Stadt an”, appelliert Christa Goetsch, die mit dieser Maßnahme, wie jedes Jahr zum Schulanfang, ein Zeichen setzt.

Bereits zum vierzehnten Mal findet die Aktion “Schultüte” in Hamburg statt. Die Maßnahme ist eine Gemeinschaftsaktion der Behörde für Schule und Berufsbildung, der Polizei Hamburg, der Unfallkasse Nord mit den Hamburger Eltern. “Erwachsene sind mit ihrem Verhalten nicht nur für ihr eigenes Kind, sondern auch für alle anderen Kinder Vorbild. Deshalb wird die Polizei Hamburg in den nächsten vier Wochen – begleitend zur Aktion “Schultüte” – die Verkehrskontrolle bei der Schulwegsicherung verstärken”, sagt Reinhard Fallak, Vizepräsident der Polizei. Im vergangenen Jahr wurden laut Verkehrsunfallstatistik der Polizei Hamburg 799 Kinder der Verkehrsunfällen verletzt, 100 von ihnen schwer. Glücklicherweise wurde kein Kind getötet. “Jedes verunglückte Kind ist eins zu viel. Wir wollen die Verkehrsunfälle auf dem Schulweg auf Dauer senken”, so Jan-Holger Stock, Geschäftsführer der Unfallkasse Nord.

Die Schülerinnen und Schüler der Schule Trenknerweg haben bunte Plakate als Appell für die Autofahrer gestaltet. Foto: erstepresse

1 KOMMENTAR / LESERBRIEF

  1. Vielleicht sollte man die Polizei eher dazu bringen, den Widerstand gegen einen Tempo 30 Schutzbereich bei dieser Schulampel aufzugeben?!

    Prävention ist besser als Appelle!

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