Christiane Dienhold (Geschäftsführerin des AKK), Cornelia Poletto (Sterneköchin und Schirmherrin des AKK) Senator Wersich. Foto: Julian Boy, Pressestelle des Senats

Hamburg / Altona. Nicht einmal 200 Werktage sind seit der Grundsteinlegung für den „Lufthafen – Die Wohnstation am Altonaer Kinderkrankenhaus“ vergangen. Nun fand am Montag, 30. August,  das Richtfest der neuen Wohnstation statt. Gemeinsam mit 150 Gästen haben Gesundheitssenator Dietrich Wersich und Cornelia Poletto, Schirmherrin des Altonaer Kinderkrankenhauses (AKK), dieses Fest gefeiert.

Der „Lufthafen“ soll Kindern und Jugendlichen, die auf eine Langzeitbeatmung angewiesen sind, nicht nur ein neues Zuhause bieten, sondern auch ein Stück mehr Lebensqualität schaffen. Der Lufthafen wird über zwölf Betten verfügen, davon sechs Krankenhausbetten für Diagnostik sowie Therapiemaßnahmen und sechs Betten für Kurzzeit- und Langzeitpflege. Im gesamten norddeutschen Raum gibt es bislang keine derartige Wohneinrichtung. Das Betreuungsangebot soll sowohl den Bedürfnissen der betroffenen Patienten als auch deren Familien angepasst weden. In familiärer und wohnlicher Atmosphäre sowie behindertengerechter Raumgestaltung lernen Kinder und Eltern, besser mit den Folgen der Erkrankung umzugehen und gewinnen wieder ein Stück Lebensqualität.

Schätzungen zufolge seien in Deutschland rund 2.000 Säuglinge, Kinder und Jugendliche auf eine Langzeitbeatmung angewiesen. Mehr als 70 von ihnen werden derzeit im AKK betreut. Für viele betroffene Familien werde der „Lufthafen“ eine große Entlastung bedeuten. Gesundheitssenator Dietrich Wersich: „Ich freue mich sehr, dass das Projekt „Lufthafen“ nun seiner Vollendung entgegen geht. Für die betroffenen Kinder und ihre Familien ist es eine wichtige Unterstützung, vor Ort in Hamburg noch besser versorgt und betreut werden zu können. Zu diesem Zweck investieren der Bund und Hamburg auch gern drei Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm II in die Wohnstation. Zusätzlich fördert meine Behörde mit einem Betrag von 2,9 Mio Euro den Beatmungsbereich des „Lufthafens“. Ich danke allen Beteiligten für das große Engagement und wünsche für die Zukunft, dass alles gelingen möge.“„Viele Jahre bestand das Projekt ausschließlich auf dem Papier. Und heute zählen wir nur noch ein paar Monate, bis die ersten Patienten bei uns einziehen werden. Den Erfolg haben wir auch vielen großzügigen Unterstützern, wie z.B. der Hamburger Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz, dem Konjunkturpaket II des Bundes, „Bild hilft e. V.“ und vielen Hamburger Unternehmen zu verdanken“, sagt Christiane Dienhold, Geschäftsführerin des AKK. Ein weiteres Ziel für die Zukunft sei der Ausbau des ersten Obergeschosses. Auf dieser Etage sollen Elternzimmer, Gemeinschafts- und Therapieräume eingerichtet werden. Für diese Erweiterung würden allerdings noch ca. 800.000 Euro benötigt. „Diese Aufstockung ist noch ein bestehender Traum von uns und wir hoffen sehr, dass auch der bald in Erfüllung geht“, so Christiane Dienhold weiter.

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