Hamburg (erstepresse). 19 Hamburger Jugendliche mit Migrationshintergrund wurden am Mittwoch, 01. September, offiziell in das „START-Stipendienprogramm“ aufgenommen. Die Urkunden verlieh Bildungssenatorin Christa Goetsch. Gemeinsam mit ihren Ministerkollegen aus Schleswig-Holstein, Dr. Ekkehard Klug, und aus Mecklenburg Vorpommern, Henry Tesch, begrüßte die Senatorin alle 36 Neu-Stipendiaten der drei Länder im Festsaal des Hamburger Rathauses. Die Stadt Hamburg ist in diesem Jahr Gastgeberin der gemeinsamen Aufnahmezeremonie.

Christa Goetsch, Senatorin der Behörde für Schule und Berufsbildung: „Alle Stipendiaten zeichnen sich durch ihre Leistungen aus. Ihre Mehrsprachigkeit und ihre interkulturellen Kompetenzen sind wertvolle Fähigkeiten sowohl für ihre persönliche Zukunft als auch für unsere Stadt. Vor der besonderen Leistung dieser jungen Menschen habe ich großen Respekt.“

Inhalte des Stipendienprogramms

Das von der START-Stiftung – ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – gGmbH initiierte Stipendienprogramm richtet sich an engagierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund. Ausgeschrieben wird es in den Klassenstufen 9 und 10 (13-jährige Schulzeit) bzw. 8 und 9 (12-jährige Schulzeit). Die Stipendiaten erhalten monatlich 100 Euro, eine PC-Grundausstattung mit Internetanschluss sowie eine intensive ideelle Förderung. Dazu gehören verpflichtende Bildungsseminare, z.B. „Medien in Theorie und Praxis“ und „Rhetorik“ sowie frei wählbare Seminare im künstlerisch-kreativen, musikalischen und naturwissenschaftlichen Bereich. Hinzu kommen Exkursionen in Unternehmen und öffentliche Verwaltungseinrichtungen, Beratungen für die Ausbildungs-, Studien- und Lebensplanung und die Vermittlung von Praktika. Mit dem Stipendium werden sie für ihr gesellschaftliches Engagement und ihre guten schulischen Leistungen (Notendurchschnitt von 2,5 und besser) zunächst für ein Jahr honoriert. In der Regel wird es bis zum Erreichen eines höheren Bildungsabschlusses verlängert. Mit dem Stipendium möchte „START“ die Jugendlichen auf ihrem Weg zum Abitur unterstützen und ihnen die Teilhabe an der Gesellschaft erleichtern.

„START-Stipendien“ in Hamburg
Aus Hamburg wurden zehn Mädchen und neun Jungen mit Migrationshintergrund offiziell in das Stipendien-Programm aufgenommen. Sie sind zwischen 15 und 19 Jahre alt und kommen aus Afghanistan, Burundi, China, Ghana, Griechenland, Kroatien, Libanon, Russland, Togo, Türkei und Turkmenistan. Elf besuchen ein Gymnasium, sechs eine Gesamtschule, einer die Realschule und einer die Berufsfachschule. Sie haben sich gegenüber 100 Bewerbern durchgesetzt und gehören damit zu den insgesamt 44 Schülerinnen und Schülern, die in Hamburg von „START“ gefördert werden. Zum Ende des vergangenen Schuljahres haben 21 Stipendiatinnen und Stipendiaten das Abitur abgelegt. Damit zählt Hamburg insgesamt 42 Abiturienten, die sich im „START-Alumni-Verein“ weiterhin vernetzen können.

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