Hamburg / Altona. Das internationale Festival der Straßenkünste „STAMP“ (The Street Arts Melting Pot) hat vom 3. bis 5. September in Hamburg-Altona Premiere.

Performance Theatre, Buskers Ville, STAMP Parade und Night Parade, HipHop Culture und Urban Art treffen bei STAMP zusammen und präsentieren Straßenkunst „auf höchstem Niveau“: Luft- und Feuerkünstler, Stelzen-Art und Clownerie, Akrobatik und Tanzperformance, Musik und Pantomime sollen die Straßen von Altona-Altstadt in einen „Schmelztiegel junger Kulturen“ verwandeln. „STAMP“ soll ein spektakuläres, farbenfrohes Ereignis werden, das es in dieser Form in Deutschland bisher noch nicht gibt – ein Wochenende sollen Phantasie, Kreativität, Emotionen ihren künstlerischen Ausdruck auf der Straße finden. „Wir wollen für die hervorragenden Künstler ein eigenes Festival schaffen, um ihre großartige Kunst richtig zur Geltung bringen zu können“, sagt Dieter Meine, Geschäftsführer altonale GmbH.

Programm

Performance Theater (Fr. 3.9. ab 21 Uhr): Großes STAMP-Opening: Inszenierung „Time Out“ vom Frankfurter Performance-Theater antagon auf dem Bruno-Tesch-Platz. In „Time Out“ verschmelzen Feuer, Licht, Wasser, Artistik und Live-Musik zu einem gewaltigen Bildertheater mit rasanten Stimmungswechseln. Traum oder Realität? Es geht um Gefühle, denen wir in Zukunft wieder begegnen wollen.
Buskers Ville (Fr, 18 Uhr bis So, 20 Uhr): Die Straße wird an jeder Ecke zur großen, bunten Bühne: Schräge Clowns, berührende Sängerinnen, waghalsige Akrobaten, treibende Akustikbands und vieles mehr. 25 Internationale Gruppen und Einzelkünstler spielen rotierend Straßenshows auf bis zu 12 Spielorten des Festivalgeländes.
Hip Hop Culture (Fr, 19.30 Uhr bis So, 20 Uhr): Sub- und Jugendkultur auf der Straße mitten in Hamburg. Auf einem der vielen STAMP-Spielorten geht es um Urban Dance, Breakdance, Human Beat-Box und Rap.
Urban Art (fortlaufend Fr bis So): Hamburger, deutsche und internationale Künstler gestalten Straßen und Wandflächen zu einem Outdoor Kunstprojekt. Vom Graffiti über Stencil bis zur Installation sollen die verschiedensten Ausdrucksformen vertreten sein.
Night Parade (Sa, 20 Uhr bis 23 Uhr): Premiere feiert die  illuminierte „Night Parade“, die erste ihrer Art in Norddeutschland. Hunderte Kostüm- und Feuerkünstler, umschwärmt von Artisten, Stelzentänzern, Maskengruppen, begleitet von brausenden Samba- und Brassband-Klängen, ziehen die Zuschauer mit kunterbunten Lichteffekten, rauschenden Pois und hierzulande nie gesehenen Farbspielen in Ihren Bann.
STAMP Parade (So, 12 bis 16 Uhr): Kleine und große Straßenkünstler formieren sich am Sonntag zur vierstündigen STAMP Parade, dem Nachfolger der altonale spaßparade.
Festival Centre (Fr, 15 Uhr bis So, 23 Uhr): Das Festival Centre soll Treffpunkt, Bühne und Messe zugleich sein. Das nahe der Großen Bergstraße liegende Stadtteilkulturzentrum „HausDrei“ soll drei Tage lang zum Mittelpunkt und zentralen Versorgungsort für Künstler, Equipen und Organisatoren werden. Das Haus sowie der umliegende August-Lütgens-Park werden genutzt für improvisierte Sessions, Trainings und kleine Shows.

3. bis 5. September 2010

13 KOMMENTARE / LESERBRIEFE

    • Selten in den letzten Jahren wurde in der GBS soviel wildgepinkelt und gekotzt……vom Müll mal ganz abgesehen. Aber das interessiert ja nicht, Hauptsache allen wird mit viel Tamtam glaubhaft gemacht, das nun alles toll ist. Pustekuchen, der Niedergang der Strasse ist lautstark eingetrommelt worden, hat sich was mit gewachsener Identität und Stadtteilkultur die im Stadtteil entstanden ist (wo auch, die Künstlergruppen aus dem Frappant sind abgeschoben worden).
      Und nächstes Jahr? Nun, höchstwahrscheinlich wird das etwas schwierig werden, wegen dem Abriss des Frappants und dem Neubau eines noch grösseren Klotz. (dem übrigens wohl auch die Lehmbaustelle weichen wird…)
      Kultur is nur das, was Ikea gefällt und Ikea für förderungswürdig befindet…den Eindruck bekommt man so langsam….

  1. Nicht nur die Grünen sorgen sich um ihre Altersrente – die einen finden deswegen rechtsradikale, großkriminelle Kohlekraftwerke und Sturmfluten gar nicht mehr so inakzeptabel, die anderen veranstalten lieber Ausbeuterspektakel und schleimen sich schon mal bei holländischen Elchen ein – mit etwas Glück ergatttert man ja noch das eine oder andere wertsteigende Grundstück in Investorennähe ..

    > STAMP wird veranstaltet von bwp festival & event gmbh und uba GmbH der bergmanngruppe (u.a. subvision, Harley Days, Aida Diva Taufe, altonale, Rolex Baltic Week, Duckstein Festival u.a.). http://www.bergmann-gruppe.net
    >
    > Eine Webseite, ein Magazin, ein Vergleich:
    >
    > Im stadtkultur magazin, dem Organ des Dachverbandes der Stadtteilkulturzentren, der heute Stadtkultur Hamburg heißt:
    >
    > Im Dezember 2009 schrieb der PR-Angestellte des HausDrei und Leiter des EU-Projekts „Ausbau mobiler Straßenkünste auf europäischen Spektakeln“ Fritz Gleiss im stadtkultur magazin: „Das neue Festival setzt – ausgehend vom „kulturellen Hotspot“ Große Bergstraße – auf die bestehende Anziehungskraft und Bekanntheit der Marken „altonale“ und „spaßparade“. …“Am ersten September-Wochenende wird es künftig rund um die heruntergekommene Große Bergstraße brummen – trotz oder mit IKEA.“ „…hätte natürlich kaum jemand aus der künftig als GmbH agierenden altonale etwas gegen eine Förderung aus Schweden einzuwenden.“
    >
    > Überhaupt wird im stadtkultur magazin vom Dez. 09 zu stadtteilkulturellen Themen auffallend viel von Stadtmarketing und Stadtteilmarketing geschrieben, von Clustern und Imageträchtigkeit, von Markenbildung und Marktstrategien, Logos und Produktentwicklung. Der Stil hat sich geändert.
    >
    > Weiter im Heft an anderer Stelle:
    >
    > „Der Treibstoff für eine kulturelle Milieuentwicklung ist die authetische Übersetzung kultureller Identitäten in Formate und Marken mit einem hohen Qualitätsanspruch bzw. visionärem Image.“
    >
    > Wieder die STAMP-Webseite zu den Buskers:
    >
    > „STAMP kann den Künstlern leider nur Kostenzuschüsse zahlen. Dennoch werden sie mit viel Können und Leidenschaft ihre Shows zeigen.“
    >
    > Zum HipHop
    >
    > „Ein neuer Hot-Spot für die Hamburger Szene: inszenierte Shows, spannende Battles und freies Improvisieren – organisiert von der Hamburgischen HipHop-Agentur elbcoast entertainment.“
    >
    > Im „stadtkultur magazin“ vom Dez. 09 hieß es zu HipHop: „… zu einem florierenden Milieu war die authentische Umsetzung der Kultur HipHop und eine der Jugendbewegung angemessene Markenbildung mit entsprechender CI.“
    >
    > Im Leitwort des Heftes heißt es: „Die Verbesserung des Stadtteil- oder gar Straßenimages [sic] – z.B. Neue Große Bergstraße – ist dabei nur eine „Nebenwirkung“. Diese Nebenwirklung ist jedoch eine, die von der Wirtschaft als wertvoll angesehen wie, die sie sich notfalls [sic] auch etwas kosten lässt. “
    >
    > Quo vadis, Stadtteilkultur?

    • Mir hat das Wochenende Spaß gemacht! Das war sehr nett und auch mal was für den „kleinen Geldbeutel“, denn es gab ja keinen Zwang, Geld zu geben. Daher finde ich das „kaputtreden“ und „rumkritisieren“ hier anstrengend. Wenn das Haus 3 und die Altonale hier ein tolles Straßenfest mit interessanten Straßenkünstlern in Altona-Alstadt auf die Beine gestellt haben, dann kann man sich doch auch einfach mal darüber freuen. Außerdem war dies die erste Runde, in Zukunft wird sich das einpendeln, so dass auch die Straßenkünstler wissen, mit welchen Einnahmen sie zu rechnen haben. Ich glaube aber, dass die dabei garnicht so schlecht weggekommen sind und es für sie sicher auch eine spannende und interssante Versanstaltung mit neuen Netzwerken war.

  2. ..mich würde mal interessieren, was die auftretenden Künstler für ihren Auftritt bekommen. Die große Öffentlichkeit bei einem Festival wie „Stamp“ „überzeugt“ oft viele Straßenkünstler, nahezu umsonst aufzutreten. Umso mehr da die Auftrittsmöglichkeiten für „Sub- und Jugendkultur“ auch in Altona gegen Null laufen. Der Wettbewerb um den Publkumspreis ändert daran wenig.

    • Was nun? Sollen viele auftreten oder nur wenige mit guten Gagen? Bei STAMP gibt’s hochwertige Straßenkunst, die nicht umsonst zu haben ist. Und trotzdem ersteinmal niemanden durch hohe Eintrittsgelder abschreckt. Die Finanzierung der Künstler erreicht in der Regel immerhin, dass sie nicht draufzahlen müssen.
      Das heißt konkret für kleine Gruppen sog. Buskers: 50-100 € Startgeld pro Kopf, Hotel, Essen. Das summiert sich! „Verdienen“ tun die Künstler am Hutgeld – also bitte großzügig sein!
      Und bei den Dutzenden von Paraden-Gruppen mit oft über 50 Köpfen? Da wird es zum Abenteuer für alle Seiten, denn dieserart Straßenkunst ist ohne große Sponsoren schlicht unbezahlbar. Und trotzdem ist sie seit mehr als zehn Jahren dank der altonale und HasDrei jährlich in Altona zuhause.
      Wer hier etwas für die Künstler tun möchte, kämpfe
      a) für mehr öffentliche Anerkennung mobiler Straßenkunst und
      b) um mehr Sponsoren!
      Fritz Gleiß / HausDrei e.V.

      • :
        STAMP kann den Künstlern leider nur Kostenzuschüsse zahlen. Dennoch werden sie mit viel Können und Leidenschaft ihre Shows zeigen.
        Zeigen Sie bitte Ihre Wertschätzung für die künstlerische Leistung durch angemessene Geldspenden in die Hüte der Künstler und Sammelbüchsen.
        +
        Fritz Gleiss im stadtkultur magazin(12.09):“Am ersten September-Wochenende wird es künftig rund um die heruntergekommene Große Bergstraße brummen – trotz oder mit IKEA.“ „…hätte natürlich kaum jemand aus der künftig als GmbH agierenden altonale etwas gegen eine Förderung aus Schweden einzuwenden.“
        Haben auch Sie Sponsoring von Ikea bekommen ?

      • von der webseite:https://www.spendbox.de/altonale/aussuchen.php
        „Schon mit 10 Euro holen Sie Künstler aus der ganzen Welt nach Altona
        Die altonale spaßparade zeigt seit Jahren Masken, Musik und Kostümkunst der Spitzenklasse.
        2010 wollen wir dies weiter ausbauen – mit Ihrer Hilfe! Wir holen Weltklasse-Künstler nach Hamburg,
        die die Olympischen Spiele und die größten Straßenfeste in aller Welt prägen.
        Helfen Sie uns bei den Reise- und Transportkosten.“

        aktueller Stand: 570€
        unter den Spendern:
        Ludger Schmitz (steg)
        Paul Pauksch(altonale gmbh)
        Monika Baum (altonale gmbh)
        Ich wünsche weiterhin viel Erfolg !

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