Hamburg (erstepresse). Hamburgs Verwaltung soll ein Stück moderner werden: Die elektronische Ausländerakte wird ab sofort papierlos. Insgesamt ca. 240.000 Akten sollen zukünftig nur noch elektronisch bearbeitet werden.

Seit Mitte 2008 läuft das Projekt zur Einführung der elektronischen Ausländerakte. Im April 2010 begann die Pilotierung in den Bezirken Bergedorf und Harburg sowie in Teilen der Ausländerabteilung des Einwohnerzentralamtes. Nach dem erfolgreichen Abschluss im August 2010 sollen jetzt alle anderen bezirklichen Dienststellen auf die elektronische Akte umgestellt werden. Im Bezirksamt Altona sei man derzeit mitten in der Umstellungsphase. Ein Teil der Akten liege bereits gescannt vor und es werde auch schon mit der elektronischen Akte gearbeitet, berichtet Pressesprecherin Kerstin Godenschwege. Die Umstellung sämtlicher Akten soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Vorteile der elektronischen Akte gebe es für die Antragsteller, da für sie kürzere Bearbeitungszeiten entstehen und die Akten in allen Ausländerdienststellen sofort vorhanden sind. Ein Verschicken sei nicht mehr nötig und das persönliche Vorsprechen bei den Behörden könne deutlich reduziert werden. Auch die Behörden haben wesentliche Vorteile, da ca. 60.000 Aktenbewegungen pro Jahr nun entfallen und die Akte stets vollständig und verfügbar ist. Externe Berechtigte, beispielsweise Anwälte, können die Akten auf einem Speichermedium (USB-Stick, CD etc.) zur Akteneinsicht ausgehändigt bekommen.

Bis Anfang Dezember sollen sämtliche Alt-Akten digitalisiert sein, so dass dann alle 240.000 Akten am PC verfügbar sind.

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