Auf den Spuren Martin Luthers – Viertklässler entdecken die Reformation


Hamburg (erstepresse). Zum Reformationstag am 31. Oktober spielen rund 1.100 Kinder aus den vierten Grundschulklassen im Hamburger Westen am Freitag, 29. Oktober 2010 das „Stationen-Spiel“ mit dem Titel „Auf den Spuren Martin Luthers“. Der Reformator Martin Luther steht zur Zeit auf dem Lehrplan der vierten Klassen. Das vom Jugendwerk Neumünster entwickelte anderthalbstündige Spiel wird von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in über 13 evangelischen Kirchengemeinden angeleitet.

Pastoren und Pastorinnen, Jugendmitarbeiter und Ehrenamtliche lassen zusammen mit den Kindern die Geschichte der Reformation lebendig werden. Sie nutzen Theaterutensilien, Kostüme für Martin Luther, seine Frau Katharina von Bora, seine Getreuen und für die „Studiosi“, gespielt von den Schülern und Schülerinnen selbst, sowie Bibel, Thesenblätter, Nägel und Hammer zum Anschlagen der Thesen, die „Lutherrose“ und vieles mehr. Das Spiel ist eine erlebnisorientierte Aktion, die so aufbereitet ist, dass die Schülerinnen und Schüler sie mit viel Spaß und neuen Erkenntnissen durchspielen können.

Die Geschichte

Dr. Martin Luther sitzt mit seinen Getreuen an einem Tisch in seinem Haus, als es an die Tür klopft und viele neue Studiosi (die Schulklasse) Einlass erbitten. Katharina von Bora, die praktische Hauschefin, nimmt sofort die große Anzahl der neuen Studenten wahr und spannt Maria, Hanna, Karlstadt und Melanchthon in das Unterrichten der wissbegierigen Studiosi mit ein. Die Studentengruppen gehen in ihre Klassenzimmer. Auf dem „Lehrplan“ stehen folgende Themen, die in den einzelnen Stationen in kleinen Gruppen durchlaufen werden sollen: Der Ablasshandel mit Karlstadt, der Thesenanschlag mit Marie, das Gewittererlebnis mit Hanna und die Bibelübersetzung mit Melanchthon. Nach dem Unterricht in allen vier Themenbereichen kommen die Studiosi schließlich in der guten Stube bei Dr. Martin Luther und Katharina wieder zusammen und entdecken die Bedeutung des Familienwappens.

Der Reformationstag wird in den lutherischen Kirchen jedes Jahr in Erinnerung an den 31. Oktober 1517 gefeiert. Am Vorabend von Allerheiligen schlug Martin Luther 95 Thesen, in denen er die Zustände in der Kirche kritisierte, an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg. Die Thesen entfalteten eine große Wirkung, ihre Veröffentlichung gilt als Beginn der Reformation in Deutschland. Den so genannten „Gedenktag der Reformation“ gibt es in Deutschland seit dem 17. Jahrhundert. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist er gesetzlicher Feiertag. In Gottesdiensten erinnern die evangelischen Kirchen am 31. Oktober an die historischen Ereignisse – und daran, dass die Kirche ihre äußere Form immer wieder kritisch überprüfen muss.

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geschrieben von am 26 Okt 2010. abgelegt unter Allgemeines, Bildung, Dies & Das, Kirche, Meldungen, Politik Wirtschaft Gesellschaft. Antworten verfolgen RSS 2.0. Zum Ende gehen und eine Reaktion schreiben.

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